Populationsmanagement

13. Januar 2018 08:30; Akt: 13.01.2018 08:30 Print

Schwedischer Zoo tötete neun Löwenbabys

Der Boras-Tierpark in der gleichnamigen schwedischen Stadt ist wegen seiner umstrittenen Praxis des Tötens gesunder junger Löwen unter Beschuss geraten.

Neun gesunde Löwenbabys fielen dem Populationsmanagement zum Opfer. (Symbol) (Bild: iStock)

Neun gesunde Löwenbabys fielen dem Populationsmanagement zum Opfer. (Symbol) (Bild: iStock)

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Der Tierpark Boras (Boras Djurpark) in der gleichnamigen südschwedischen Stadt hat zugegeben, neun gesunde Löwenbabys getötet zu haben, weil sie "zu groß wurden und nicht hineinpassten". Die Enthüllung kam vom Direktor des Zoos, Bo Kjellson, der bestätigte, dass die Jungen zwischen 2012 und 2018 eingeschläfert worden waren.

In einem Gespräch mit dem schwedischen Fernsehsender SVT sagte Kjellson, der Zoo sei gezwungen worden, die Jungen loszuwerden, da er keine andere Möglichkeit gehabt habe, mit den Jungtieren umzugehen. Man hätte seit längerer Zeit versucht, die Tiere anderen Zoos zu verkaufen oder sie zu verlegen, aber man habe keine Abnehmer gefunden, so Kjellson. Weil die Tiere zunehmend aggressiver und zu groß geworden seien, hätten einige entfernt werden müssen.

"Traurig, aber unumgänglich"

Die neun Junglöwen hatten bereits Namen: Sie wurden Potter, Weasley, Simba, Rafiki, Nala, Sarabi, Kiara, Kovu und Banzai genannt. Simba, Rafiki, Nala und Sarabi wurden 2013, nur ein Jahr nach ihrer Geburt, getötet. Die Jungtiere Kiara, Banzai und Kovu mussten 2015 sterben. Potter und Weasley wurden 2016 in einen Wurf von vier Kindern geboren.

Direktor Kjellson wies darauf hin, dass der Zoo den Vorfall nicht verheimliche, es sei kein Geheimnis, "dass wir so arbeiten" und bezeichnete das Populationsmanagement als einen "traurigen, aber unumgänglichen Teil der Arbeit mit Löwengruppen".

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Egomane hielt sich Löwen-Junges für Selfies

(nag)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Billy Jean King am 13.01.2018 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    warum?

    Der Mensch ist doch das allergrößte Rindvieh auf Gottes schöner Erde!

    einklappen einklappen
  • Ethi am 13.01.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Missstände

    Warum verhindert man nicht, dass die Tiere trächtig werden! Männchen und Weibchen nicht zusammen lassen oder die Männchen kastrieren. Dann bräuchte man keine Jungtiere töten. Dass man sowas überhaupt zusammenbringt gesunde Löwen einzuschläfern. In diesem Zoo läuft mächtig was falsch. Besser keine Löwen dort halten!

  • FUNKO am 13.01.2018 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Die Zoos gehören geschlossen und die Tiere zurück zu ursprünglichen Land der das veranlasst hat gehört genau so getötet

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jung am 14.01.2018 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Mary

    Andere Zoos hätten die Löve vielleicht angenommen oder nach Afrika in die Freiheit schicken, statt zu töten

  • Sascha am 14.01.2018 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    Widerlich

    Unverstaendlich, diese Methode kann ich ueberhaupt nicht nachvollziehen. Unmenschlich, und wieder einmal hat "Mensch" bewiesen was er in der Lage ist zu tun. "Keine Abnehmer" "Verkaufen" Widerlich....

  • Kleeves am 13.01.2018 23:03 Report Diesen Beitrag melden

    Il civile Nord

    Ich muss an "Bruno" den Bär denken, der aus Italien in Bayern landete, leider.

  • Heribertiboy am 13.01.2018 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Gerade "die" Schweden

    Wenn man alles entsorgt was groß und aggressiv wird, dann haben die Schweden ja recht viel zu tun.

  • Jan am 13.01.2018 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung?

    Wieviel Menschen müssen wir einschläfern? Von uns gibts auch zu viel. Oder gibts da eine Lösuung? Eine Auwilderung der Tiere ist nicht möglich? Zu teuer?