"Mit allen sprechen"

16. April 2018 09:24; Akt: 16.04.2018 10:02 Print

Syrien: Macron verhandelt mit Moskau und Ankara

Nach den Angriffen soll geredet werden: In einem Interview sagte Frankreichs Staatschef, er wolle Russland und die Türkei an den Verhandlungstisch holen.

Frankreichs Präsident Macron mit seinem Amtskollegen Donald Trump.
 (Bild: picturedesk.com/AP)

Frankreichs Präsident Macron mit seinem Amtskollegen Donald Trump. (Bild: picturedesk.com/AP)

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"Er habe ursprünglich geplant, in die Türkei zu reisen und sich dort mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, Türkeis Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani zu treffen", so Frankreichs Präsident Macron am Sonntagabend gegenüber "BFMTV" und "RMC" sowie gegenüber "Mediapart".
Der Chemiewaffeneinsatz in Syrien und das Vorgehen in Ost-Ghuta habe seine Plan aber durchkreuzt.

Dann sprach Macron über den US-Präsidenten Donald Trump: "Wir haben ihn überzeugt, dass es nötig ist, in Syrien zu bleiben", so Macron. Trump hatte angekündigt, seine Truppen aus dem Bürgerkriegsland abziehen zu wollen. Frankreich habe Washington auch überzeugt, die Militärschläge auf Chemiewaffeneinrichtungen zu beschränken.

Alle Raketen habem ihr Ziel erreicht
Zum Luftschlag in Syrien sagte Macron: „Die Operation, zu der wir uns entschlossen haben, wurde perfekt ausgeführt“. Alle Raketen haben ihr Ziel erreicht.

Das Weiße Haus in Washington dementiert jedoch, dass die Truppen bleiben: Trumps Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders teilte in einer Stellungnahme am Sonntagabend (Ortszeit) indes mit, die Mission der Vereinigten Staaten habe sich nicht verändert. „Der Präsident hat klar gemacht, dass er die US-Truppen so schnell wie möglich zu Hause haben will.“ Die USA wollten die Terrormiliz Islamischer Staat noch immer vernichten. Das Land erwarte von regionalen Verbündeten Hilfe dabei, die Region zu sichern.

USA wollen heute weitere Sanktionen bekannt geben
Um den Druck auf Baschar al-Assad weiter zu erhöhen, plant Trump weitere Sanktionen gegen Russland. Sie sollen heute bekannt gegeben werden. „Die internationale Gemeinschaft wird nicht erlauben, dass Chemiewaffen zurück in unseren Alltag kommen“, so US-Botschafterin Nikki Haley. Dass Assad den Einsatz befohlen habe und Russland das vertusche, müsse aufhören. Syrien streitet bislang ab, Chemiewaffen eingesetzt zu haben.

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(isa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Edith am 16.04.2018 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reden und nicht zündeln

    Jeder weiß aus der Vergangenheit wie die USA lügen um einen Krieg beginnen zu können. Und der Westen ist so naiv und spielt mit. Es wird nur mehr gezündelt statt geprüft und geredet. Alle Politiker wollen unbedingt Krieg spielen. Diese Politiker sitzen dann jedoch geschützt in ihren eigenen Bunkern und wir gemeines Volk müssen den Kopf hinhalten

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  • klipp+klar am 17.04.2018 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    russische Blockade der Untersuchung

    Seit nun schon 3 Tagen blockieren Russen und Assad den OPCW-Inspektoren den Zutritt zu den Schauplätzen des Chemiewaffenangriffes in Douma, den es nach Angaben der Putin-Freunde nie gegeben hat...

  • AuchneMeinung am 16.04.2018 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    So macht das feine Herr

    , Steigbügelhalter mit der Dame aus London. Zuerst ballern, dann reden. Selbstverständlich ohne die laufenden Untersuchungsergebnisse vorher abzuwarten. Völkerrechtsverletzung, Einmischung in innere Angelegenheiten , Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat. Ein ganz feiner geschniegelter Herr, der Kriegsherr Macron. Die Franzosen haben sich in Moskau schon mal die Zähne ausgebissen. Nur aufpassen, dass nicht mal Paris in Flammen aufgeht. Wobei die Flammen lodern eh dort schon, allerdings von der eigenen Bevölkerung, entfacht.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • klipp+klar am 17.04.2018 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    russische Blockade der Untersuchung

    Seit nun schon 3 Tagen blockieren Russen und Assad den OPCW-Inspektoren den Zutritt zu den Schauplätzen des Chemiewaffenangriffes in Douma, den es nach Angaben der Putin-Freunde nie gegeben hat...

  • Rob am 16.04.2018 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kriegstreiber

    Frankreich England und die U.S.A haben massiv gegen das Völkerrecht verstoßen und einen souveränen Staat ohne jeglicher Legitimation oder Beweise für einen Giftgas Anschlag angegriffen.

  • AuchneMeinung am 16.04.2018 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    So macht das feine Herr

    , Steigbügelhalter mit der Dame aus London. Zuerst ballern, dann reden. Selbstverständlich ohne die laufenden Untersuchungsergebnisse vorher abzuwarten. Völkerrechtsverletzung, Einmischung in innere Angelegenheiten , Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat. Ein ganz feiner geschniegelter Herr, der Kriegsherr Macron. Die Franzosen haben sich in Moskau schon mal die Zähne ausgebissen. Nur aufpassen, dass nicht mal Paris in Flammen aufgeht. Wobei die Flammen lodern eh dort schon, allerdings von der eigenen Bevölkerung, entfacht.

  • Leporello am 16.04.2018 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Macron, der neue Mini-Napoleon

    Eigenen Beitrag verfassenZum Luftschlag in Syrien sagte Macron: Die Operation, zu der wir uns entschlossen haben, wurde perfekt ausgeführt. Alle Raketen haben ihr Ziel erreicht.

  • Krake Paul das Orakel am 16.04.2018 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Russen vernichten Beweise

    Derweil VERWEIGERN Assad und Russen den OPCW-Experten den Zutritt zu den Orten des Chemiewaffenmassenmordes!

    • Leporello am 16.04.2018 13:19 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht die Russen sind die Bösen

      Die Beweise dafür, wer für den Giftgaskrieg verantwortlich ist, haben die USA, F und GB bewusst vernichtet, indem sie die vermeintlichen Stellungen mit ihren Raketenangriffen selbst ausradiert haben. Ausschlaggebend war Macron, der Trump dazu aufgefordert hat. Nachzulesen in seriösen internationalen Medien.

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