Tausende sitzen weiter fest

10. Januar 2018 13:19; Akt: 10.01.2018 13:34 Print

Lawine verhindert Befreiung der Touristen

Starke Regenfälle setzen dem Wallis zu: Zermatt bleibt von der Außenwelt abgeschnitten. Die Bahnverbindung ist nach einem Lawinenabgang blockiert.

Meterhohe Schneehaufen, spielende Kinder, spazierenden Touristen: Ein Leser-Reporter zeigt, wie es am Dienstagnachmittag in Zermatt aussieht. (Video: 20 Minuten)
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Die Ferienorte Zermatt und Saas-Fee sind wegen drohender Lawinen weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten. Mit kontrollierten Lawinensprengungen wollen Einsatzkräfte die Bahnstrecke zum abgeschnittenen Skiort Zermatt wieder sicher machen.

Im Verlauf des Mittwochs sollte die Bahnstrecke wieder geöffnet werden. "Die zuständigen Personen arbeiten mit Hochdruck an der Wiedereröffnung der Bahnstrecke Täsch – Zermatt", teilte die Gemeinde mit. Doch dann die Enttäuschung: Aufgrund eines Lawinenniedergangs auf der Zugstrecke kann die Bahnverbindung trotzdem noch nicht geöffnet werden, gibt David Studer, Leiter Lokführerteam der Matterhorn Gotthard Bahn bekannt.

Wintersportort Zermatt von Außenwelt abgeschnitten.

"Es gibt mehr Schnee wegzuräumen, als man nach den Überflügen mit dem Helikopter angenommen hat", sagt Studer. Danach gelte es, die Fahrleitungen auf der Strecke zu kontrollieren. "Wir sind aber zuversichtlich, dass die Bahnverbindung im Verlauf des Nachmittags wieder ihren Betrieb aufnehmen kann", sagt Christian Ziörjen, Geschäftsleitungsmitglied von Zermatt Tourismus.

Frische Wäsche per Helikopter

Währenddessen beliefert die Wäscherei Heinzmann AG aus Raron Zermatt per Helikopter. "Auch die Zermatter brauchen frische Wäsche", sagt der Eigentümer Hans-Peter Heinzmann.

Auch die Air Zermatt hat nach eigenen Angaben eine Luftbrücke eingerichtet. Ein Flug von und nach Täsch kostet pro Person 70 Franken (rund 64 Euro). Es bestehe dabei auch die Möglichkeit, von Täsch nach Zermatt einzufliegen. Die Flugverbindung sollte am Mittwoch so lange angeboten werden, bis die Bahn wieder fahre, sagt die Auskunftsperson von Air Zermatt. Lawinensprengungen sollen noch am heutigen Nachmittag die Gefahr beseitigen.

(zum)

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