Seltenes Phänomen

14. November 2017 16:34; Akt: 14.11.2017 16:47 Print

Hurrikan-Alarm über dem Mittelmeer

Derzeit braut sich zwischen Süditalien und Griechenland ein Wirbelsturm zusammen - im Mittelmeer "Medicane" genannt.

Über Italien und Griechenland braut sich ein Medicane zusammen. (Bild: NASA)

Über Italien und Griechenland braut sich ein Medicane zusammen. (Bild: NASA)

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"Medicane" deshalb, weil sich Tropenstürme üblicherweise nicht außerhalb der Tropen bilden. Dennoch ist ein solches Wetterphänomen nichts anderes als ein Wirbelsturm – das Wort setzt sich aus den Begriffen Medi(terran) und (Hurri)cane zusammen. Von einem "Medicane" spricht man ab Windgeschwindigkeiten von 112 Stundenkilometern, während bei Geschwindigkeiten von 64 bis 111 km/h von mediterranen tropischen Stürmen die Rede ist.

Konkret braut sich der "Medicane" aktuell im Gebiet zwischen Süditalien und Griechenland zusammen, da dort das relativ warme Meer mit Temperaturen von etwa 22 Grad auf die kalte Luft trifft. Durch den starken Kontrast von Wasser- und Lufttemperatur bilden sich Wirbelstürme.

Verantwortlich dafür ist das Tiefdruckgebiet "Numa", das aktuell schon in Italien für Chaos sorgt und auch hierzulande an den frischen Temperaturen – wir erwarten die bislang kälteste Nacht des Jahres – spürbar ist. Bis zum Wochenende soll das Tief weiterhin heftige Regenfälle, Gewitter, im Bergland Schnee und am Mittelmeer heftige Sturmböen bringen. Meteorologen prognostizieren für Süditalien und Griechenland gar bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter und Orkanböen.











Hier die Prognose für die nächsten 24 Stunden:

(ek)

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