Wegen Jerusalem

07. Dezember 2017 09:32; Akt: 07.12.2017 10:30 Print

Hamas-Chef ruft zu neuer Intifada auf

von Isabella Martens - Nach Trumps Entscheidung zu Jerusalem, toben die Palästinenser. Hamas-Chef Haniyeh mobilisiert zum blutigen Aufstand.

Hamas-Chef Ismail Haniyeh bei seiner Rede im Gazastreifen. (Bild: picturedesk.com)

Hamas-Chef Ismail Haniyeh bei seiner Rede im Gazastreifen. (Bild: picturedesk.com)

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Die historische Entscheidung von US-Präsidenten Donald Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen und die Us-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, lässt die radikal-islamischen Terrororganisation Hamas vor Wut schäumen.
Ismail Haniyeh, Chef der im Gazastreifen herrschenden Terroristen, rief heute Morgen im Gazastreifen zum Aufstand auf. Der von den USA unterstützten "zionistischen Strategie" lasse sich nur mit einer neuen Intifada begegnen, so Ismail Haniyeh.

"Jerusalem und Palästina werden arabisch und islamisch bleiben"

Bereits am Mittwoch sagte der Terroristen-Chef: "Unser Volk ist fähig, den Aufstand und die Revolution in Gang zu setzen, Jerusalem und Palästina werden arabisch und islamisch bleiben". Zeitgleich verbrannten Palästinenser Bilder von Trump, US-Flaggen und warfen Molotow-Cocktails auf Juden.

Donnertstagmorgen hatten die Palästinenser aus Protest gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump mit einen Generalstreik begonnen. Im Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem blieben öffentliche Einrichtungen, Geschäfte, Schulen und Banken geschlossen.


Internationale Reaktionen nach Trumps Entscheidung

Deutschland: Kanzlerin Angela Merkel ließ auf Twitter mitteilen: „Die Bundesregierung unterstützt diese Haltung nicht, weil der Status von Jerusalem im Rahmen einer 2-Staaten-Lösung auszuhandeln ist.“


Tschechische Republik: Die Regierung erkläre wenige Stunden nach Trump, gleichfalls Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen – jedoch nur den Westteil.


EU: "Es müsse ein Weg gefunden werden, um den Status Jerusalems als Hauptstadt beider Staaten durch Verhandlungen zu lösen“.

Frankreich: Trump habe eine „bedauerliche Entscheidung“ getroffen, die Frankreich nicht befürworte. Der Status Jerusalems „müsse in Verhandlungen durch Israelis und Palästinenser unter Aufsicht der Vereinten Nationen verhandelt werden, so Präsident Emmanuel Macron.

Australien: Das Land setze weiter auf eine Zwei-Staaten-Lösung. Man sei „besorgt über jede einseitige Aktion beider Seiten, die zu Spannungen beitragen könnte“, so Außenministerin Julie Bishop.

Heute morgen folgte dann auch das Statement aus dem Österreichischen Außenministerium: Die österreichische und EU-Position in dieser Frage sei "klar". "Wir sind der Meinung, dass der Status von Jerusalem in direkten Verhandlungen zwischen beiden Seiten geklärt werden muss", betonte Außenminister Sebastian Kurz.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rikc Grimes am 07.12.2017 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lernt Geschichte

    Das US-Gesetz dazu gibt es seit 1995, und da gab es keinen Trump. Jerusalem ist seit 1950 Hauptstadt. Andere Länder haben diesen Schritt schon längst getan. Die Muslime müssen ja nicht zu Gewalt aufrufen, aber was anderes kennen sie wohl nicht.

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  • SockenRambo am 07.12.2017 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Israel.. Wien

    Ich weiß gar nicht warum es hier immer so viel Diskussionen gibt.. das Volk Israel war immer schon als erstes dort, nur weil im Laufe der Geschichte die Muslime durch Eroberung zeitweise die Stadt besetzt haben steht sie Ihnen dennoch nicht zu!!! Aber offensichtlich ist dass die Mentalität, selber nichts zusammenbringen und dann schöne Städte einnehmen zu wollen ..wir erinnern uns alle an die Türkenbelagerungen von Wien..

  • Kritischer Geist am 07.12.2017 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt seit 70 Jahren

    Antijüdische Linksextreme, Rechtsextreme und Muslime werden sich darüber einig sein, dass Trump das Problem ist und nicht etwa der Terror, den die Palästinenser seit 70 Jahren in die ganze Welt exportieren, nicht die Scud-Raketen, die fast täglich auf die jüdische Zivilbevölkerung abgeschossen wird und nicht die Messer- und Autoattacken, die man in Israel ständig fürchten muss. Für diese Gewalt braucht es keinen Anlass - sie findet ihre Rechtfertigung im Koran.

Die neusten Leser-Kommentare

  • SockenRambo am 07.12.2017 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Israel.. Wien

    Ich weiß gar nicht warum es hier immer so viel Diskussionen gibt.. das Volk Israel war immer schon als erstes dort, nur weil im Laufe der Geschichte die Muslime durch Eroberung zeitweise die Stadt besetzt haben steht sie Ihnen dennoch nicht zu!!! Aber offensichtlich ist dass die Mentalität, selber nichts zusammenbringen und dann schöne Städte einnehmen zu wollen ..wir erinnern uns alle an die Türkenbelagerungen von Wien..

  • Hasan Amudi am 07.12.2017 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hat sich nichts geändert

    Die können eh nicht anderes. Nur Terror und Gewalt.

  • Sonjave am 07.12.2017 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegsfeuer statt Friedenslicht!

    Ausgerechnet zu Weihnachten kommt Trump mit dieser Botschaft daher! Kein Respekt vor dem Weihnachtsfrieden und den Touristen, die das Weihnachtsfest in Bethlehem (palästinensisches Gebiet) feiern wollen. Sie sind jetzt alle durch Anschläge der wütenden Hamas gefährdet. Da werden die Friedenslichter wohl im Feuer der Wut untergehen. Auch wenn der Sohn von Hamasführer - Mosab Hassan Jussef sich vom Islam abgewandt, überzeugter Christ geworden und von seinem Vater nicht verstoßen wurde die Hamas muss darauf reagieren! Einen anderen Zeitpunkt hätte sich Trump nicht aussuchen können!

    • Kritischer Geist am 07.12.2017 13:33 Report Diesen Beitrag melden

      @Sonjave

      Und das Problem ist natürlich jetzt Trump und nicht etwa die Hamas, die diese Anschläge verübt? Zu behaupten, der Hamas bliebe gar nichts anderes übrig, als wieder mit der Ermordung unschuldiger Zivilpersonen zu reagieren, ist absoluter Nonsens.

    • Sonjave am 07.12.2017 15:37 Report Diesen Beitrag melden

      Mit mehreren Köpfen denken lernen

      Wenn man in Palästina als Volontärin gearbeitet hat, bekommt man auch viel von der Stammeskultur mit und den Stammeserfahrungen, mit denen diese Leute aufgewachsen sind. Das eröffnet einem andere Perspektiven in der Betrachtung der Dinge. So wie wir mit unserem Stammesbewusstsein verbunden sind, ist das auch bei den Palästinensern der Fall, wird von Generation zu Generation weitergegeben und ist genetisch verankert. Selbst Ordensschwestern, die in Palästina einfühlend helfend tätig sind und um diese Strukturen wissen, würden bei jetzt ausbrechenden Unruhen die größere Schuld bei Trump sehen.

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  • Kritischer Geist am 07.12.2017 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt seit 70 Jahren

    Antijüdische Linksextreme, Rechtsextreme und Muslime werden sich darüber einig sein, dass Trump das Problem ist und nicht etwa der Terror, den die Palästinenser seit 70 Jahren in die ganze Welt exportieren, nicht die Scud-Raketen, die fast täglich auf die jüdische Zivilbevölkerung abgeschossen wird und nicht die Messer- und Autoattacken, die man in Israel ständig fürchten muss. Für diese Gewalt braucht es keinen Anlass - sie findet ihre Rechtfertigung im Koran.

  • Rikc Grimes am 07.12.2017 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lernt Geschichte

    Das US-Gesetz dazu gibt es seit 1995, und da gab es keinen Trump. Jerusalem ist seit 1950 Hauptstadt. Andere Länder haben diesen Schritt schon längst getan. Die Muslime müssen ja nicht zu Gewalt aufrufen, aber was anderes kennen sie wohl nicht.

    • Kritischer Geist am 07.12.2017 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      @Rikc Grimes

      Nach der Logik des Koran MÜSSEN die Muslime sehr wohl zu Gewalt aufrufen, denn das werde angeblich von jedem gläubigen Moslem verlangt. Aber wir Europäer hätten Grund genug, uns mit dem einzigen demokratischen Rechtsstaat im Nahen Osten zu solidarisieren und nicht mit einem Volk, das seit 70 Jahren den Terrorismus in die ganze Welt exportiert.

    • Rick Grimes am 07.12.2017 14:09 Report Diesen Beitrag melden

      Konsequenz

      Die Muslime könnten sehr wohl der Logik entsagen und einen anderen Weg einschlagen. Wollen sie aber nicht. Es gibt in der Lehre durchaus Ansätze dazu, nur sind viele leider sehr bildungsresistent.

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