Scharfer Angriff

12. März 2018 21:29; Akt: 30.03.2018 10:00 Print

Vergifteter Spion: May stellt Putin Ultimatum

Scharfe Worte findet Briten-Premier Theresa May am Montag gegen die russische Regierung. Sie stellt Moskau ein Ultimatum.

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Es sei "sehr wahrscheinlich", dass Russland für die Vergiftung von Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia verantwortlich ist. Mit diesen Worten wandte sich die englische Premierministerin Theresa May am Montag an das englische Parlament.

Worum geht es?
Anfang März wurde in Südengland ein Ex-Spion und seine Tochter vergiftet. Sergej Skripal war ein russischer Doppelagent. Während der 66-Jährige und seine 33-jährige Tochter noch immer in Lebensgefahr schweben, kam schnell der Verdacht auf, dass die russische Regierung hinter dem Attentat stecken könnte.

Obwohl sich Großbritannien und Russland seitdem einen diplomatischen Schlagabtausch liefern, fand Theresa May am Montag die deutlichsten Worte bisher.

Entweder sei Russland für die Attacke verantwortlich oder habe zugelassen, dass das Gift weitergegeben worden sei, sagte sie.

Ultimatum
Gleichzeitig stellt sie Moskau ein Ultimatum. Das eingesetzte Nervengas wurde in Russland entwickelt, da sind sich die Analysten sicher. Es handle sich um ein Gift aus der Nowitschok-Reihe, die zwischen 1970 und 1990 in der Sowjetunion produziert wurde.

Laut May gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder war der Anschlag ein direkter Angriff der russischen Regierung - oder Moskau hat die Kontrolle über das Nervengift verloren und es ist in die Hände Dritter gelangt.

Bis Dienstagabend erwartet May nun eine Antwort, welche der beiden Varianten zutreffend ist. Sollte Russland nicht antworten, könnte Großbritannien Strafmaßnahmen einleiten. Etwa die Annullierung von Visa von Russen mit Verbindungen zum Kreml.

Kreml spricht von "antirussischer Propaganda"
Der Kreml streitet nach wie vor jegliche russische Beteiligung an dem Attentat ab und wirft London antirussische Propaganda vor. Der russische Botschafter in London warnte May kurz vor ihrer Rede noch vor einem "gefährlichen Spiel". Der Regierungssprecher in Moskau sagt, der Fall Skripal sei "nicht unser Problem".

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Absberg am 12.03.2018 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Mordanschlag mit Visitenkarte?

    Unsinnige unlogische Schuldzuweisung an Russland, wenn die einen unliebsamen Überläufer umbringen wollen, können sie für einige hundert Pfund anonym einen Killer engagieren. Wenn sie ein Nervengift das angeblich nur in Russland erhältlich ist verwenden, könnten sie gleich ihre Visitenkarte hinterlassen. Das gleiche gilt für das Attentat vor Jahren mit Polonium das ebenfalls aus Russland stammen soll!

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  • zimbo am 13.03.2018 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    James Bond

    hat das Mittel besorgt. Im Auftrag ihrer Majestät.Aber Scherz beiseite, erstens muß ein Doppelagent mit sowas rechnen und was sollen die Kriegstrommeln ?Eigene Rechnung oder Provokation für die Nato ?

  • Shabeskeer am 13.03.2018 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Nicht so schlimm, in oesterreich opfern sie Menschen ganz offiziell und Demokratisch sogar Kinder und keinen interessiert es mit ihrer italienischen schw.......

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Shabeskeer am 13.03.2018 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Nicht so schlimm, in oesterreich opfern sie Menschen ganz offiziell und Demokratisch sogar Kinder und keinen interessiert es mit ihrer italienischen schw.......

  • zimbo am 13.03.2018 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    James Bond

    hat das Mittel besorgt. Im Auftrag ihrer Majestät.Aber Scherz beiseite, erstens muß ein Doppelagent mit sowas rechnen und was sollen die Kriegstrommeln ?Eigene Rechnung oder Provokation für die Nato ?

  • Franz Absberg am 12.03.2018 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Mordanschlag mit Visitenkarte?

    Unsinnige unlogische Schuldzuweisung an Russland, wenn die einen unliebsamen Überläufer umbringen wollen, können sie für einige hundert Pfund anonym einen Killer engagieren. Wenn sie ein Nervengift das angeblich nur in Russland erhältlich ist verwenden, könnten sie gleich ihre Visitenkarte hinterlassen. Das gleiche gilt für das Attentat vor Jahren mit Polonium das ebenfalls aus Russland stammen soll!

    • Fritz Trözter am 12.03.2018 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz Absberg

      Es geht um Abschreckung. Jedem soll öffentlich jedoch ohne etwas zuzugeben klargemacht werden das Moskau jeden überall und jederzeit töten kann und damit auch ohne nennenswerte Probleme durchkommt. Auf der Krim waren auch nur Soldaten im privaten Urlaub. Ich habe die Diskussion um Unterhaus in London live verfolgt. Diesmal könnte die Rechnung nicht aufgehen.

    • 1002Himmeleszelt am 13.03.2018 01:45 Report Diesen Beitrag melden

      @Fritz Trözter

      Die Krim gehörte seit Jahrhunderten zu Russland und wird von 80% Russen bewohnt, zumal war die gesamte russische Mittelmeerflotte dort stationiert. Was die USA genau wusste, daher wollte sie ja auch partout via Ukraine-Putsch den Donez und die Krim haben. Jeder Mensch mit ein bißchen Verstand, der die Nachrichten verfolgt, erkennt, dass die USA-NATO seit GW Bush und Obama immer ZUERST aggressive Schritte gegen Russland setzt, und Putin nur darauf reagiert. Die US-Rüstungsindustrie+Elite will mit ihren expandierenden Militärbasen den 3. Weltkrieg und die Weltherrschaft, so sieht es doch aus!

    • Fritz Trözter am 13.03.2018 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @1002Himmeleszelt

      Südtirol, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Triest. All dies gehörte Jahrhundert zu Österreich. Nach ihrer Logik dürfen wir sie wieder zurückholen. Wir können nur nicht. Richtig? In Attila darf wieder nach Moskau?

    • Hans am 13.03.2018 10:44 Report Diesen Beitrag melden

      Ach @Fritz, Sie schauen zu einseitig

      Die EU macht doch genau das! Sehen Sie mal Kosovo. Zuerst serbisch mit albanischer Minderheit. Dann durch, ich nenne es mal "Machenschaften", abgespalten, Serben vertrieben und jetzt albanisch. Nun EU Beitrittskandidat - alles gegen den Willen von Serbien. Und weil Sie das "Zurückholen" ansprechen: Die EU ist ja unter deutscher Führung bzw. deren Wirtschaft profitiert am meisten. Jetzt nehmen Sie sich mal eine Landkarte von, sagen wir Anfang 1944 und vergleichen Sie mit der heutigen EU. Macht's Klick?

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