Schreckensszenario

11. Oktober 2018 19:48; Akt: 11.10.2018 19:48 Print

Der Vulkan Ätna rutscht – Mittelmeer-Tsunami droht

Die Südostflanke des Ätna rutscht langsam ins Meer. Nun warnen Forscher, dass dies zu einem Bergsturz mit katastrophalen Folgen führen könnte.

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Der Ätna auf Sizilien ist der aktivste Vulkan Europas. Kaum ein Jahr vergeht ohne Ausbruch. Doch langfristig stellt nicht glühende Lava die größte Bedrohung für die Region dar, sondern das Wasser des Mittelmeers. Denn der Südosthang des Vulkans ist im Rutschen begriffen. Sollte er auf einen Schlag ins Meer stürzen, droht ein Tsunami enormen Ausmaßes.

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Grund zur Sorge geben dabei neue Messungen deutscher Forscher, die erstmals belegen konnten, dass sich das Abrutschen des Hanges auch unter der Meeresoberfläche fortsetzt. Dafür setzten die Wissenschaftler unter der Leitung des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel ein neuartiges Vermessungsnetz ein, wie sie im Fachjournal "Science Advances" schreiben. Die Ergebnisse bestätigen laut den Forschern die Vermutung, dass der gesamte Südosthang in Bewegung ist. Ursache für die Bewegung des Hangs ist demnach aller Wahrscheinlichkeit nach hauptsächlich die Schwerkraft und nicht, wie bisher angenommen, aufsteigendes Magma.

Vier Zentimeter in acht Tagen

"Am Ätna haben wir zum ersten Mal die schallbasierte Vermessung unter Wasser, die sogenannte marine Geodäsie, an einem Vulkan genutzt", erklärt Morelia Urlaub, Erstautorin der Studie. Dafür wurden im April 2016 unter dem Wasser fünf Transponder platziert. Drei auf dem abrutschenden Hang, zwei auf stabilem Grund. Anschließend sendeten diese sich alle 90 Minuten ein akustisches Signal. Veränderungen konnten so zentimetergenau bestimmt werden.

"Wir stellten eindeutig fest, dass der Hang im Mai 2017 innerhalb von acht Tagen um vier Zentimeter Richtung Meer abrutschte und dabei einen Zentimeter tiefer sank", erklärt Urlaub. Diese Bewegung könne mit einem langsamen Erdbeben, einem sogenannten Slow-Slip verglichen werden.

Zeitrahmen offen

"Der gesamte Hang befindet sich durch die Schwerkraft in Bewegung. Daher ist es durchaus möglich, dass er plötzlich abrutscht, was einen Tsunami im gesamten Mittelmeer auslösen könnte", erklärt Heidrun Kopp, Co-Autorin der Studie, in einer Mitteilung. Allerdings sei keine Voraussage möglich, ob und wann es zu diesem Ereignis kommen könnte.

Dass früher oder später aber durchaus ein verheerender Bergsturz passieren könnte, zeigt ein Blick in die Geschichte. "Wir wissen von anderen Vulkanen, die katastrophal zusammengestürzt sind: Es gibt diese Gefahr. Wir müssen den Ätnahang im Auge behalten und beobachten, wie er sich bewegt", sagte Urlaub zu Livescience.com.

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(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dsgl am 11.10.2018 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    Alles ist möglich

    Da hat es doch einmal eine Weissagung (Nostradamus?) gegeben, daß Italien bis unterhalt Roms im Meer versinken wird.

  • Martina am 11.10.2018 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht die Erde bald unter?

    Wie sagte Nostradamus und einige Top Wahrsager voraus: 2018 kommt eine große Katastrophe in Europa. Warten wir ab.

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  • DieWeltsteht nimmerlang am 12.10.2018 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann --- wieder ein Problem gelöst

    Cool, so einen Mittelmeer-Tsunami braucht Europa ohnehin, wenn ganze Regionen die nicht höher als 20m über dem Meeresspiegel schlagartig überflutet werden wird dann Platz für die Neuen Zuwanderer geschaffen! Ich bin mir sicher dass keine Region von Israel bis Spanien und von Italien bis Lybien ein Warnsystem hat um 20 Millionen Leute binnen Minuten zu evakuieren.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Knut Randauch am 15.10.2018 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht ist es möglich,

    den rutschenden Hang kontrolliert in kleinen Portionen zu sprengen?

  • H.B. am 12.10.2018 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Ratzfatz

    WOOOOW ! ! ! Dieser Mega -Tsunami könnte nicht nur den ganzen Küstenstreifen Nordafrikas mit einer über 10 m hohen Wasserwand kilometerweit überfluten , sondern auch alle geplanten Anlandezentren für Migr......

    • Aufklärer am 14.10.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Sorge hier auch ;)

      Nicht nur das,Österreich auch.

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  • DieWeltsteht nimmerlang am 12.10.2018 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann --- wieder ein Problem gelöst

    Cool, so einen Mittelmeer-Tsunami braucht Europa ohnehin, wenn ganze Regionen die nicht höher als 20m über dem Meeresspiegel schlagartig überflutet werden wird dann Platz für die Neuen Zuwanderer geschaffen! Ich bin mir sicher dass keine Region von Israel bis Spanien und von Italien bis Lybien ein Warnsystem hat um 20 Millionen Leute binnen Minuten zu evakuieren.

    • Censorship am 12.10.2018 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      @DieWeltsteht nimmerlang

      Das betrifft weit mehr Regionen, als 20cm über Meeresniveau.. ;) Wir können froh sein, dass wir eine Barriere haben (Berge)...

    • Ich kann Sie am 12.10.2018 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      beruhigen

      Die Welt ist 2012 bereits untergegangen ;) Wir habens also schon hinter uns ;)

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  • Martina am 11.10.2018 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht die Erde bald unter?

    Wie sagte Nostradamus und einige Top Wahrsager voraus: 2018 kommt eine große Katastrophe in Europa. Warten wir ab.

    • Hannelore am 11.10.2018 23:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martina

      Ja und in China ist wieder ein Fahrrad umgefallen soeben haben die Messgeräte angeschlagen!

    • Buchleser3000 am 12.10.2018 06:04 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch

      Jedes Jahr dasselbe... Lest euch doch einfach die "Prophezeiungen" im Original durch - in Metaphern (Interpretation Ole!) gehüllt - OHNE irgendwelche, präzise Jahres/Zeitangaben...

    • Chames am 12.10.2018 09:42 Report Diesen Beitrag melden

      Eine Möglichkeit?

      Der Uno Migrationspakt und der daraus resultierenden Flutung durch eines schwarzes Meer wodurch Europa versinken wird?

    • Censorship am 12.10.2018 13:04 Report Diesen Beitrag melden

      @Martina

      Nostradamus war ein Anhänger jener These, dass sich Geschichte wiederholt. Er hat demnach nicht prophezeit, sondern altes aufgewärmt...

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  • Ennio P am 11.10.2018 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Etna

    Ja, irgendwann. Mei habt ihr Sorgen!

    • Trinchen am 11.10.2018 21:27 Report Diesen Beitrag melden

      Die Leute, die

      dort wohnen, sehen das sicher nicht so locker.

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