Auch Klägerin geschockt

07. März 2018 15:38; Akt: 07.03.2018 16:35 Print

Watschn für Lehrerin: Mutter muss ins Gefängnis

Da geriet die Sprechstunde offenbar außer Kontrolle: Eine fünffache Mutter aus Frankreich ohrfeigte die Lehrerin ihrer Tochter. Nun setzte es eine einjährige Haftstrafe.

Vor den Augen der Schüler schlug die Frau zu. (Symbolbild) (Bild: picturedesk.com)

Vor den Augen der Schüler schlug die Frau zu. (Symbolbild) (Bild: picturedesk.com)

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Die Familienmutter war nach der Urteilsverkündung komplett verzweifelt, wie "Le Pays" berichtet. Geschockt waren aber auch die Anwältin der Klägerin sowie die gewatschte Lehrerin selbst.

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Die Juristin erklärte, dass ihre Mandantin lediglich das ihr "zugefügte Unrecht" deutlich machen wollte. Es sei nicht ihre Absicht gewesen, eine Familienmutter ins Gefängnis zu stecken.

Das Gericht entschied aber genau das: Zwölf Monate Haft, ohne Bewährung. Das geht weit über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Diese verlangte nämlich sechs Monate Haft und sechs weitere auf Bewährung.

"Sie hörte nicht auf"

Ausschlaggebend war eine Auseinandersetzung der fünffachen Mutter und der Lehrerin ihrer Tochter, die bereits im März vergangenen Jahres stattfand: Die Frau entdeckte nämlich eine Beule am Kopf ihres Kindes. Dafür machte sie die Pädagogin verantwortlich.

Vor Schülern und Eltern stellte die Mutter die Lehrerin zur Rede. Der Streit geriet dann plötzlich außer Kontrolle, als die Frau der Pädagogin eine Watschn verpasste. Anschließend riss sie die Lehrerin am Zopf und am Schal. Nach dem Vorfall ließ sich das Opfer für drei Tage krankschreiben: "Sie hörte nicht auf, mich zu schlagen, ich konnte mich nicht verteidigen, nur mein Gesicht schützen", meinte sie vor Gericht.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heimatland am 07.03.2018 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht knieweich werden

    Die Lehrerin braucht jetzt gar geschockt zu sein sondern dankbar, dass das Gericht ihre Position und die ihrer Kolleginnen und Kollegen gestärkt hat. Außerdem: eine unbescholtene Frau wird wegen so etwas sicher auch in Frankreich nicht gleich verknackt werden!

  • Anyta am 07.03.2018 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    Respektlos

    Recht so. Sie hat keinen Respekt und woher soll es das Kind haben.

  • Jawollus am 07.03.2018 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Anwältin

    Jetzt sind schon Verbrechensopfer über Urteile geschockt? Und was soll bitteschön der Spruch: "Es sei nicht ihre Absicht gewesen, eine Familienmutter ins Gefängnis zu stecken." --- Sollte laut der Anwältin eine Mutter grundsätzlich das Recht haben Gewaltverbrechen zu begehen ohne eine Haftstrafe befürchten zu müssen? Was soll das? Krankhaft liberal, oder flutet die Frauensolidarität schon über alle Ufer?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Anna Anna am 08.03.2018 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Endlich bekommen die Leute, welch sich Pädagogen schimpfen mal was sie verdienen! Glauben immer am längeren Ast zu sitzen!

    • Censorship am 09.03.2018 09:26 Report Diesen Beitrag melden

      @Anna Anna

      Sie haben schon kapiert, dass das Opfer die Pädagogin ist? Oder freuen sich sich wirklich über einen Übergriff??

    einklappen einklappen
  • SockenRambo am 08.03.2018 02:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herkunft

    5 Kinder... liefert doch schon mal einen prima Hinweis auf die Nationalität bzw Herkunft.. da der Fall in Frankreich war, tippe ich auf Algerien, Kongo oder Eritrea

  • klamottenkiste am 07.03.2018 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    würde vieles erklären

    die nationalität der schlägerin wär noch spannend zu erfahren.

  • realisthoch3 am 07.03.2018 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Und auch bei uns künftig volle Härte für Verbreche

    Egal, ob Familienmutter od nicht.Sie hat jetzt 1Jahr Zeit,über ihr Felverhalten nachzudenken!Und fest zahlen sollte sie auch!Wo kommen wir da hin?Nationalität der Schlägermutter täte mich interessieren!

  • Alex am 07.03.2018 21:53 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht schlagen.

    Gutes Urteil. Da lernen die 5 Kinder etwas fürs Leben.