Auch Politiker dabei

01. September 2018 21:04; Akt: 01.09.2018 21:04 Print

Neue Demos in Chemnitz: TV-Team attackiert

Eine Woche nach den gewalttätigen Demonstrationen marschieren die Menschen in Chemnitz noch immer. Die Polizei musste einschreiten.

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In Chemnitz gingen am Samstag auch eine Woche nach den ersten gewalttätigen Demos wieder Menschen auf die Straße. Tausende waren es, darunter auch mehrere Spitzenpolitiker.

Sie demonstrierten unter dem Motto "Herz statt Hetze", hielten Plakate mit den Aufschriften "Kein Platz für Nazis. Ob in Chemnitz oder anderswo" und "Nein zur Hetze gegen Muslime" in die Höhe.

Am Rande der rechten Gegendemo soll am Abend ein Kamerateam attackiert worden sein.

Großdemo
Gemeinsam mit Spitzenpolitikern wie der SPD-Vizechefin Manuela Schwesig, dem Fraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch und der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock wollten die Menschen bei der Großdemo ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen.

"Chemnitz ist weder grau noch braun" wird begleitend zur Kundgebung großflächig in Zeitungen inseriert. Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) fordert die Bürger auf, Hetzern "unsere Stärke und unsere demokratische Grundüberzeugung mit aller Kraft" entgegenzusetzen. Chemnitz sei in den letzten Tagen "aufgewühlt" gewesen und habe sich im Ausnahmezustand befunden.

Wieder rechte Demos
Angst vor erneuten Ausschreitungen gibt es aber noch immer. Denn für den Nachmittag sind Gegendemos der Rechten angekündigt. Die fremdenfeindliche PEGIDA-Bewegung geht auf die Straße, zudem hat die AfD (Alternative für Deutschland) eine Kundgebung angekündigt, ebenso wie die rechte Organisation "Pro Chemnitz".

Polizei musste einschreiten
Laut Polizei, die mit einem Großaufgebot dabei war, war die Lage zunächst "ruhig und friedlich". Die Kundgebung der AfD, PEGIDA und "Pro Chemnitz" musste am Abend aufgelöst werden, weil die Versammlungszeit überschritten wurde, hieß es.

Die Teilnehmer wollten dies jedoch nicht einsehen und skandierten: "Wir sind das Volk". Am Rande der Demonstration soll ein TV-Team des MDR angegriffen worden sein. Die Reporter wollten in der Wohnung eines Anwohners die Demo filmen, als sie von einem Mann attackiert wurden. Er soll einem Journalisten die Kamera aus der Hand geschlagen und ihn die Treppe hinuntergestoßen haben.

Vorgeschichte
Der Tod eines 35-jährigen Deutschen, der am vergangenen Wochenende von zwei Männern aus dem Irak und aus Syrien getötet worden sein soll (die Männer sitzen in U-Haft), hat Demonstrationen ausgelöst.

Auch gewalttätige Rechtsextreme beteiligten sich an den Kundgebungen, dabei wurden auch Ausländer angegriffen. Bei Demonstrationen am Montagabend kam es zu Krawallen, mehrere Menschen wurden verletzt.

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(red)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • aref am 01.09.2018 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    2015 und das Ergebnis

    2015 wurde Europa zwangsverändert. Das ist jetzt das Ergebnis.

    einklappen einklappen
  • Merlin am 01.09.2018 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Gnadenlose Vernichtungspolitik

    Das "Herz statt Hetze" Sprücherl wirkt da einfach nur zynisch.

  • Metatron am 01.09.2018 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    News

    Rechte und Linke trennen 100 Meter ! Die Polizei hat genug zutun ! Auch unter den Linken sehr gewalttätige Personen !

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Deptslave am 03.09.2018 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Zeichen

    Gegen Deutschfeindlichkeit währe notwendiger! Aber wer kümmert sich noch um die , die den ganzen Schmafu bezahlen?

    • Rorschach am 03.09.2018 15:50 Report Diesen Beitrag melden

      "währe"?

      Meine Güte, Sie sind ja selbst deutschfeindlich! :-)

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  • TantePolly am 03.09.2018 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wem nützt das?

    Bevor die EU plus Russland zur führenden Weltmacht werden zerstören die USA lieber Europa. Das haben die schon seit Jahrzehnten angedroht: "Wenn sich Deutschland mit Russland verbündet dann gibt es Krieg. Die NATO ist dazu da, die USA drinnen zu halten, die Russen draussen zu halten und Deutschland unten zu halten."

  • Max Mustermann am 03.09.2018 07:49 Report Diesen Beitrag melden

    Verhöhnung

    Ein Deutscher wird von zwei Migranten umgebracht und es gibt unglaublicherweise Demonstranten, die für die Zuwanderer auf die Straße gehen. Das ist doch eine absolut zynische Verhöhnung des Opfers.

  • Steve am 03.09.2018 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Unvorstellbar!

    Wäre mal interessant was passieren würde wenn so eine Messerattacke einen Spitzenpolitiker treffen würde! Es trifft eh immer nur die armen Normalbürger die unter der Zwangszuwanderung leiden müssen! Was ich nicht verstehe, sind Menschen die auch noch für die Linke Hetze auf die Straße gehen!

    • Ichlebenoch am 03.09.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

      Erstaunlich gut Floh ins Ohr gesetzt

      Ist das einzige was die Sozis gut können. Dem kriegen wir nicht mehr weg: Jeder der gegen dem Zustrom ist, ist rechter Flügel.

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  • Guziwuzi am 02.09.2018 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Das "attackierte" Kamerateam......

    Das "attackierte" Kamerateam wollte von einem Privaten Balkon aus filmen und wurde vom Wohnungsbesitzer wieder hinauskomplimentiert!! Das hat mit den Demos nichts zu tun!!!!!!!! Also immer brav alles schreiben!