Ab 11. September

28. August 2018 16:00; Akt: 28.08.2018 16:11 Print

Putin lässt 300.000 Soldaten Krieg spielen

Es wird die größte Militärübung Russlands seit dem Kalten Krieg werden. Auch China und die Mongolei sind an dem Mega-Manöver "Wostok-2018" beteiligt.

Ein russisches Infantrie-Kampffahrzeug vom Typ BMD-2 während einer Kampfübung. (Bild: picturedesk.com)

Ein russisches Infantrie-Kampffahrzeug vom Typ BMD-2 während einer Kampfübung. (Bild: picturedesk.com)

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300.000 Soldaten, 1.000 Kampfflugzeuge und 36.000 Militärfahrzeuge sollen bei der mehrtägigen Übung im fernen Osten Russland den Ernstfall üben. Das teilte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu am Montag vergangene Woche mit. Ab 11. September sollen sich sämtliche Truppenübungsplätze des Föderationskreises Wostok in eine Kriegshölle verwandeln.

Unter Beteiligung Chinas und der Mongolei soll das Manöver namens "Wostok-2018" (dt. "Ost-2018") die größte Militärübung seit dem Zerfall der Sowjetunion werden. Es werde "so etwas wie eine Wiederholung von Sapad-81 (siehe Infobox) sein, aber in mancherlei Hinsicht sogar noch größer", kündigte Schoigu, selbst auch Armeegeneral, nach Angaben von russischen Nachrichtenagenturen an.

Umso erstaunlicher, dass dem russischen Militär erstmals seit 1998 Mittel saftig gekürzt wurden. Nach Angaben des "ORF" wurden das Budget um 20 Prozent verringert, umgerechnet 66 Milliarden US-Dollar sollen den russischen Streitkräften jetzt nur noch zur Verfügung stehen. Grund dafür sollen wirtschaftliche Probleme der letzten Jahre sein, wie das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI mitteilt. Russland verliert damit erstmals seit langer Zeit seinen Stockerlplatz im Ranking der Militärausgaben. Zum Vergleich: Spitzenreiter USA pumpt aktuell 610 Milliarden Dollar in seine Streitkräfte, China etwa 228 Milliarden. Neu auf Platz 3 positioniert sich Saudi-Arabien (69,4 Milliarden) vor Russland.

Erst im vergangenen Jahr hatte Russland mit dem viel kleiner angesetzten Manöver "Sapad-2017" (dt. "West-2017") für Aufregung unter seinen europäischen Nachbarn gesorgt. Zusammen mit Weißrussland ließ Putin einen Angriff der NATO-Staaten auf seine Nation proben. Nach russischen Regierungsangaben waren etwa 12.700 Soldaten daran beteiligt. NATO-Vertreter sind sich aber sicher, dass weitaus mehr Militärpersonal im Einsatz war, als offiziell angegeben.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trumpel am 28.08.2018 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegslust

    610 MILLIARDEN.. Ein wahnsinn und der durchschnitts-ami kann sich keinen zahnarzt leisten. Abnormal.

  • Kurt am 28.08.2018 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Putin-versgeher

    Wo genau ist das Problem, die Nato macht das taeglich!

  • zimbo am 28.08.2018 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Damit ihnen das Schicksal der Ukraine

    Syriens oder des Iraks erspart bleiben.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gabyundgirls am 29.08.2018 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht

    Recht hat er!!!! Was die Nato kann/darf steht auch ihm zu!!!!!

  • shabeskeer am 29.08.2018 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    shabeskeer

    die besten sidnn doch imenroch die Amerikaner ,die navy seals ,und die us amree sind und beleben die stärksten

  • Dirk C. am 29.08.2018 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Aufwachen und Reden.

    Das war zu erwarten bei den ständigen NATOt Provokationen.

  • Der Player am 29.08.2018 00:21 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Spiele für die Gesellschaft

    Man sollte auch im Erwachsenenalter noch spielen können.

  • Kurt am 28.08.2018 21:11 Report Diesen Beitrag melden

    Putin-versgeher

    Wo genau ist das Problem, die Nato macht das taeglich!