Haushaltsausgaben

15. Mai 2018 14:14; Akt: 15.05.2018 14:41 Print

Urlaub, Essen: Dafür geben wir am meisten aus

182,7 Milliarden Euro gaben die Österreicher 2017 insgesamt aus, endenz steigend. Wohin dieses Geld fließt, lesen Sie hier.

2017 gaben die Österreicher um 3,8 Prozent mehr aus als im Vorjahr. (Bild: iStock)

2017 gaben die Österreicher um 3,8 Prozent mehr aus als im Vorjahr. (Bild: iStock)

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Im Jahr 2017 haben die österreichischen Haushalte insgesamt 182,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das bedeutet eine Steigerung von 3,8 Prozent gegenüber 2016. Rechnet man die wachsende Inflation von 2,1 Prozent ab, steigen die Aufwendungen immer noch um 1,7 Prozent. Das ergab die aktuelle Studie "Handel in Zahlen" von "Branchenradar.com Marktanalyse“ und dem österreichischen Handelsverband.

Der Hauptposten

105,9 Milliarden Euro flossen in einzelhandelsnahe Ausgaben wie beispielsweise Wohnungskosten, Urlaub und Freizeit. 60,8 Milliarden Euro davon gingen in den reinen Einzelhandel. Dort lag wiederum der Lebensmittelsektor mit 22,8 Milliarden Euro und einem Wachstum von 2,8 Prozent unangefochten in Führung. Zu den weiteren Gewinnern zählen Kunstgegenstände (+42,4%), weiße Ware (+5,6%), alkoholische Getränke (+4,2%), sowie Damenbekleidung mit (+2,5%).

"Der Bücher- und Zeitschriftenmarkt hat hingegen ein Minus von 2,5 Prozent zu verdauen", erläutert Frank Hensel, Vizepräsident des Handelsverbandes.

"Ausgaben mit Sexappeal"

Bei einzelhandelsnahen Ausgaben liegen die Urlaubskosten mit 28,8 Milliarden vorne. "Der Trend zu Ausgaben mit hohem Freizeitcharakter oder Sexappeal setzt sich fort“, erklärte Studienautor Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von "Branchenradar.com Marktanalyse". Denn für den Urlaub wurden 2017 erstaunliche 5,8 Prozent oder 1,6 Milliarden Euro mehr als 2016 ausgegeben.

Kosten für Autos stiegen

17,3 Milliarden Euro waren den Österreichern ihre Kraftfahrzeuge wert. Auch hier eine Steigerung: Für fahrbare Untersätze wurde um 569 Millionen Euro mehr ausgegeben als im Jahr zuvor.

Internet-Handel boomt

Eine regelrechte Wachstumsexplosion legte der Internet-Handel hin. "E-Commerce schafft um 14,2 Prozent höhere Privatausgaben als noch 2016. Damit wächst der Distanzhandel zehn Mal so schnell wie der stationäre Handel", erklärte Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.


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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Na am 15.05.2018 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld kommt und geht gleich wieder

    ich geb nur für Wohnen, Essen, Kinder (Kleidung, Schule, Nachhilfe,...) und Auto; Geld aus. vielleicht einmal im Monat ein Ausflug. Tja und dann ist mein Lohn auch schon dahin. Urlaub fahren wir heuer endlich mal, da uns die Nachbarn in ein Ferienhaus eingeladen haben und darauf freuen wir uns riesig. Dafür lernt man dann die kleinen Dinge im Leben schätzen

  • zimbo am 16.05.2018 06:35 Report Diesen Beitrag melden

    Lebensmittel

    sind auch kaum wo so teuer, wie bei uns.

  • Rudolf am 15.05.2018 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Grundnahrungsmittel

    Ich bin schon ein älterer Herr und muss sagen an den Grundnahrungsmitteln kann die Teuerung nicht liegen. ZB: 1 kg Schnitzelfleisch kostete im Jahr 1978 etwa 80-100 Schilling und jetzt nach 40 Jahren in Aktion ca. 5- das entspricht ca. 70 Schilling. Noch dazu muss man das damalige und das heutige Monatseinkommen sehen !

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • zimbo am 16.05.2018 06:35 Report Diesen Beitrag melden

    Lebensmittel

    sind auch kaum wo so teuer, wie bei uns.

  • Rudolf am 15.05.2018 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Grundnahrungsmittel

    Ich bin schon ein älterer Herr und muss sagen an den Grundnahrungsmitteln kann die Teuerung nicht liegen. ZB: 1 kg Schnitzelfleisch kostete im Jahr 1978 etwa 80-100 Schilling und jetzt nach 40 Jahren in Aktion ca. 5- das entspricht ca. 70 Schilling. Noch dazu muss man das damalige und das heutige Monatseinkommen sehen !

    • Angel66 am 15.05.2018 23:32 Report Diesen Beitrag melden

      Ich hätte auch gerne ein 70er Revival

      Aber 1Kg Äpfel kosteten umgerechnet 50cent,1Tafel Schokolade 50cent, 1ganzes Henderl 1.50euro, 1kg Brot 70cent, 1liter Coca-Cola 70cent,1 Eskimo TWINNI 25cent,1liter Benzin 40cent,1nagelneuer Opel Rekord 1900 7.000 Euro,1Fahrschein für die Straßenbahn 70cent, Miete Gemeindebauwohnung Bj. 1965 monatlich 70Euro für 70m2 plus Balkon....1Packerl Zigaretten 1Euro durchschnittlich, 1Flasche Bier 60cent, mon. Durchschnittsverdienst 9000 Ats= 650 Euro, das heißt, die Miete betrug nur 10% vom Monatseinkommen und nicht wie heute ein gesamtes Monatseinkommen! ...in Wien

    • murksi am 16.05.2018 08:37 Report Diesen Beitrag melden

      Angel66

      Man kann die Preise von damals doch nicht mit den heutigen vergleichen! Das war doch vor ca.40 Jahren und damals konnten die Leute noch relativ gut mit Geld umgehen.Und Heute? Heute wird jeder Schmarren gekauft,ob man ihn braucht od. net..die teuersten Handys,dafür gibts Geld genug,bei den Lebensmittesl aber schreit man.Für gute Qualitäet muss man halt etwas mehr bezahlen,und Fleisch braucht man ja auch nicht jeden Tag!

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  • Na am 15.05.2018 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld kommt und geht gleich wieder

    ich geb nur für Wohnen, Essen, Kinder (Kleidung, Schule, Nachhilfe,...) und Auto; Geld aus. vielleicht einmal im Monat ein Ausflug. Tja und dann ist mein Lohn auch schon dahin. Urlaub fahren wir heuer endlich mal, da uns die Nachbarn in ein Ferienhaus eingeladen haben und darauf freuen wir uns riesig. Dafür lernt man dann die kleinen Dinge im Leben schätzen