Liquidität erschöpft

25. Juli 2012 12:25; Akt: 25.07.2012 12:28 Print

Schlecker Österreich ist in Gefahr

Die finanzielle Situation von Schlecker Österreich wird immer prekärer. Anfang August soll die Liquidität der Drogeriekette erschöpft sein, berichtet das "WirtschaftsBlatt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf informierte Kreise.

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(Bild: Martin Gerten (dpa))

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Die finanzielle Situation von Schlecker Österreich wird immer prekärer. Anfang August soll die Liquidität der Drogeriekette erschöpft sein, berichtet das "WirtschaftsBlatt" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf informierte Kreise.

Durch die Pleite von Schlecker Deutschland sind die hohen Forderungen der Österreich-Tochter praktisch wertlos geworden. Bereinigt um diese Ausfälle soll die Bilanz eine materielle Insolvenz aufzeigen, schreibt das Blatt.

Laut Kreisen sei Schlecker Österreich "leergepumpt". Demnach sollen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen - vor allem der insolventen Mutter bereits - auf 174 Mio. Euro gestiegen sein. Weitere 109 Mio. Euro seien "ausgebucht" worden. Hinter beiden Positionen könnten verdeckt "abgezogene" Gewinne stecken, heißt es in dem Bericht. Zu Rat gezogene Anwälte hätten unter anderem bereits auf das Thema Einlagenrückgewähr, die unzulässige Kapitalausschüttung an Gesellschafter, hingewiesen.