Bonus und Aktienpaket

20. Juli 2012 09:59; Akt: 20.07.2012 11:12 Print

Yahoo begrüßt neue Chefin mit 120 Millionen Dollar

Der US-Internet-Konzern Yahoo steckt in einer Dauerkrise und streicht 2.000 Stellen, doch der neuen Chefin Marissa Mayer winkt eine üppige Vergütung: Bis zu 120 Millionen Dollar kann sie in den kommenden fünf Jahren einstreichen.

storybild

(Bild: EPA)

Fehler gesehen?

Allerdings konnte sich schon lange kein Yahoo-Chef so lange im Sattel halten. Zu einem Millionengehalt gesellt sich die Aussicht auf Aktien im Wert von mehreren Dutzend Millionen Dollar. Das Grundgehalt der bisherigen Google-Managerin wurde auf 1 Million Dollar im Jahr festgesetzt, doppelt so viel kann sie noch zusätzlich als Bonus verdienen, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Konzernunterlagen hervorgeht.

Allein der Wert der jetzt fest zugesagten Beteiligungspakete addiert sich auf 56 Millionen Dollar, von denen ein Teil allerdings erst über die nächsten fünf Jahre fällig wird. Zudem kann sich Mayer Hoffnung auf eine jährliche Aktienprämie im Wert von mindestens zwölf Millionen Dollar machen.

Schwangere Mayer erwartet Knochenjob

Auf Mayer, , kommt viel Arbeit zu. Yahoo kämpft schon seit Jahren ohne durchschlagenden Erfolg gegen den stetigen Rückgang der Werbeerlöse. Im vergangenen Quartal stagnierte der Gesamtumsatz bei 1,2 Milliarden Dollar.

Der Gewinn fiel um vier Prozent auf 227 Millionen Dollar. Das lag an hohen Aufwendungen für den Umbau der Firma, den noch Mayers geschasster Vorgänger Scott Thompson angestoßen hatte. Rund 2.000 von vormals 14.000 Arbeitsplätzen fallen weg.

Chef-Sessel bei Yahoo ist Schleudersitz

Der Chef-Job bei Yahoo gilt als einer der schwierigsten in der Internet-Branche und ist zugleich ein Schleudersitz: Carol Bartz wurde nach zwei Jahren wegen Erfolglosigkeit gefeuert, Mayers Vorgänger Scott Thompson stolperte nach einigen Monaten über einen gefälschten Lebenslauf. Fünf Jahre an der Yahoo-Spitze überstanden nur die ersten beiden Chefs: Tim Koogle von 1995 an und Terry Semel ab 2001.