Österreichische Lösung

03. August 2016 03:03; Akt: 16.08.2016 03:40 Print

Registrierkassenpflicht und keiner merkts

Lange wurde darum gestritten. Seit 1. Mai gilt die Registrierkassenpflicht nun irgendwie doch. Allein: Den wenigsten fällts auf. Warum das so ist? "Heute" hat die Antworten.

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Lange wurde darum gestritten. Seit 1. Mai gilt die nun irgendwie doch. Allein: Den wenigsten fällt’s auf. Warum das so ist? "Heute" hat die Antworten.


Damit auch alle zufrieden sind, wurde die Registrierkassenpflicht eine klassisch österreichische Lösung.


  • Nicht jeder, der eine anschaffen muss, muss schon eine haben: Erst ab dem Monat, in dem der Jahresumsatz 15.000 Euro netto übersteigt, über 7.500 Euro davon in bar kassiert wurden, ist eine Registrierkassa (abseits vieler Sonderregelungen) Pflicht. Eigentlich. Denn mit dem Kauf darf man drei (monatliche Umsatzsteuermelder) bzw. bis zu fünf Monate (Quartalsabrechner) trödeln.

  • Unternehmer spielen auf Risiko: Seit Juli drohen Kassenmuffeln bis zu 5.000 Euro Strafe. Eigene Kontrollen gibt es laut Finanzministerium vorerst aber keine. Einzig die üblichen Betriebsprüfungen werden um einen Kassen-Check erweitert.

  • Rechnungspflicht wird ignoriert: Wegen der demonstrativen Zurückhaltung sind nichtssagende, nun illegale Kassenbons weiter gängige Praxis – trotz eines Strafrahmens von 5.000 Euro. Nichts zu befürchten auch für Kunden: Sie dürfen zwar neuerdings die Rechnung erst außerhalb von Lokal & Co. entsorgen. Das Gesetz sieht aber absolut null Konsequenzen bei Verstößen vor.