So wird der Job-Tag zur Hölle

30. September 2012 01:00; Akt: 30.09.2012 12:04 Print

Fenster auf oder zu? 10 Konflikte im Büro

Sie kennen das bestimmt. Sie sitzen in einem Großraumbüro und nahezu täglich muss darüber debattiert werden, wann und wie oft die Fenster geöffnet werden dürfen, um einmal so richtig durchschnaufen zu können. Doch die Fenster-Debatte ist nur eine von vielen. Heute.at hat für Sie zehn große Streitpunkte im Büro-Alltag zusammen getragen.

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(Bild: Fotolia)

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Sie kennen das bestimmt: Sie sitzen in einem Großraumbüro und nahezu täglich muss darüber debattiert werden, wann und wie oft die Fenster geöffnet werden dürfen, um einmal so richtig durchschnaufen zu können. Doch die Fenster-Debatte ist nur eine von vielen. Heute.at hat für Sie zehn große Streitpunkte im Büro-Alltag zusammen getragen.

"Gibt es Probleme im Team?", lautete vor kurzem die Frage einer -Umfrage. Das Ergebnis: Drei von vier der befragten Arbeitnehmer gaben an, dass es Konflikte im Team gibt, lediglich ein Viertel meinte, dass das Verhältnis zu den Kollegen in Ordnung sei. Seitens der Arbeitgeber werden die Probleme ebenfalls registriert – jeder zweite Unternehmensvertreter ist davon überzeugt, dass sich Reibereien unter Kollegen negativ auf die Produktivität des Teams auswirken.

Meinungsverschiedenheiten, so sagte jeder vierte Arbeitnehmer laut dieser Umfrage, sind im Job an der Tagesordnung. Nur 24 Prozent der Befragten halten sich von Auseinandersetzungen fern. Konflikt entstehen im Büro vor allem dann, wenn jeder Mitarbeiter seine Vorstellungen für die ultimative Wahrheit hält.

Konflikte gehören zum Job dazu

Oft geht es im Team auch gar nicht so sehr um Streitthemen, die die unmittelbare Arbeit betreffen, sondern vielmehr das Arbeitsklima, etwa die tägliche Diskussion, wann und wie lange die Fenster geöffnet werden dürfen. Hinzu kommen unterschiedliche Arbeitsstile und Qualitätsmanagement oder grundverschiedenes Zeitmanagement.

Dass im Büro Konflikte entstehen, ist an sich nichts Schlechtes, gehört zum menschlichen Leben dazu. Sie stets vermeiden oder umgehen zu wollen, macht keinen Sinn. Denn so staut sich bei Kollegen oder Ihnen selbst lediglich Frust auf, welcher irgendwann dann sowieso, dafür aber doppelt so stark aus Ihnen herausbricht.

Um welchen Zoff gehts?

Arbeitspsychologen sprechen von Rollenkonflikten (Freund und Kollege), Verteilungskonflikten (die andere Abteilung hat neue Computer, wir nicht), Beziehungskonflikten hervorgerufen durch Missverständnisse, Vorurteile, Neid oder Misstrauen sowie klassischen Bedürfniskonflikten (ich brauche frei, mein Chef sagt nein) bis hin zum interen Konflikt, beispielsweise wenn ein Chef gar kein Chef mehr sein möchte oder ein Angestellter lieber zu seiner Familie gehen würde, als abends länger im Büro zu bleiben.

Seite 2: Zehn typische Büro-Konflikte und neun Lösungsvorschläge!

Zehn typische Büro-Konflikte:

1. Wie oft wird gelüftet, die Fenster geöffnet

2. Kollegen sind faul, der Chef sieht das nicht

3. Saustall Büro, doch nur Sie räumen auf

4. Das Zurückhalten von Informationen

5. Missverständnisse, weil die Kommunikation nicht passt

6. Ehrgeizler lassen Sie in schlechtem Licht erscheinen

7. Kampf um die Urlaubstage

8. Keine Regeln und schlechte Zuteilung der Arbeit

9. Mobbing

10. Raucher vs. Nichtraucher

Neun Regeln zur Konfliktlösung (Quelle: Arbeiterkammer):

1. Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Darüber-Reden hilft fast immer

2. Was lange schwelt, wird immer schlimmer

Konflikte nicht auf die lange Bank schieben

3. Angst ist ein guter Ratgeber

Wenn auch noch Platz für andere Gefühle bleibt

4. Hör auf das Herz

Es geht rein um die Sache. Tut es das tatsächlich?

5. Kleine Schritte sind das Geheimnis des Erfolgs

Wer alles auf einmal will, kriegt gar nichts

6. Bleiben Sie beweglich

Bedürfnisse betonen, Standpunkte nicht einzementieren

7. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Vereinbarungen aufschreiben und überprüfen.

8. Zu einem Streit gehören immer zwei

Verantwortung für den eigenen Anteil übernehmen.

9. Demütigung erzeugt Hass

Lassen Sie Ihren Gegner/Ihre Gegnerin das Gesicht wahren.