Bilanz 2017

02. Januar 2018 11:22; Akt: 02.01.2018 20:34 Print

Arbeitslosigkeit auch im Dezember rückläufig

443.481 Arbeitslose wurden in Österreich zum Ende des Jahres verzeichnet. Während Jugendliche leichter einen Job finden, bleiben die für Ältere weiterhin schlecht.

Sozialministerin Beate Hartinger war bis 2002 Abgeordnete im Parlament auf Seiten der FPÖ und langjähriges, leitendes Mitglied des Steiermärkischen Krankenanstaltenfonds (SKAFF). (Bild: picturedesk.com)

Sozialministerin Beate Hartinger war bis 2002 Abgeordnete im Parlament auf Seiten der FPÖ und langjähriges, leitendes Mitglied des Steiermärkischen Krankenanstaltenfonds (SKAFF). (Bild: picturedesk.com)

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Zu Beginn des neuen Jahres gibt es aus wirtschaftspolitischer Sicht Grund zur Freude. Auch im Dezember 2017 konnte der Trend auf dem Arbeitsmarkt anhalten und die Arbeitslosigkeit weiter sinken – das gab das Sozialministerium am heutigen Dienstag bekannt.

Inklusive der Personen, die eine Schulung des AMS besuchen, gibt es in Österreich aktuell 443.481 Arbeitssuchende. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 27.688 (-5,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank demnach nach nationaler Definition im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent.

Zwar fanden vergleichsweise vermehrt ältere sowie Menschen mit Behinderungen einen Job. Doch trotz des verzeichneten, leichten Rückgangs der Arbeitslosigkeit, fällt es diesen Gruppen weiterhin schwerer eine Beschäftigung zu finden.

Jugendliche hingegen sind auf dem Arbeitsmarkt wieder begehrt. Hier konnte ein Rückgang der Beschäftigungssuchenden um 17,2 Prozent dokumentiert werden.

Die wirtschaftliche Erholung zeigt sich auch auf dem Lehrlingsmarkt: So liegt Ende Dezember die Zahl der Lehrstellensuche um 3,7 Prozent unter dem Vorjahreswert während der Bestand an gemeldeten offenen Lehrstellen um etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) zugenommen hat. Trotzdem stehen den 6.340 Suchenden derzeit nur 4.273 betriebliche Lehrstellen, die dem AMS gemeldet wurden, zur Verfügung.

Die neue Bundesregierung will unterdessen eine umfassende Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik erreichen, wie es in einer Aussendung der FPÖ heißt. Dazu habe man die Beschäftigungsprogramme "Beschäftigungsaktion 20.000" und "Beschäftigungsbonus" gestoppt, ihre Wirksamkeit soll untersucht werden. Mehr dazu lesen Sie hier >>>

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Harald D. am 02.01.2018 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wie jetzt?

    Wie jetzt? Ich dachte, unter der alten Regierung lief alles falsch.... Und jetzt muss sich die neue Regierung mit den Taten der alten rühmen und will gleichzeitig eine "umfassende Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik", die damit beginnt, die Arbeitslosen-Förderprogramme abzuschaffen? Bezeichnend.

  • Meli am 03.01.2018 00:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LT welcher Umfrage?

    Woher das rege Stellenangebot?

  • Doris am 03.01.2018 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nach einem Jahr AMS Bezug abschieben

    443.000 Arbeitslose. Darauf muss man sich nichts einbilden. Wenn man bedenkt das es alleine 100.000 ausländische Langzeitarbeitslose gibt, die schon mehrere Jahre Notstandshilfe beziehen, sollte man denen das Geld streichen und abschieben. Enormes Sparpotential.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Franky763 am 06.01.2018 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitslos

    Keine Angst, es gibt einen Weg, um in deinem (Berufs-)Leben wieder auf die Beine zu kommen. Auch wenn sich Arbeitslosigkeit nach einer erschreckenden Realität anhört, welche die meisten von uns das ein oder andere Mal durchleben müssen, muss es nicht zwangsweise eine Zeit voll Depression, Hoffnungslosigkeit oder Verzweiflung sein. Viel besser wäre, wenn du es als eine kurze Pause oder Zeit siehst, um nach- oder sogar umzudenken. Es ist außerdem eine ausgezeichnete Möglichkeit, dein Leben in Ordnung zu bringen, und wieder auf den richtigen Kurs zu kommen.

  • Calimero am 04.01.2018 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kopftuch/ Afrikanischer Zauberhut

    Alles ist rückläufig aber dafür sind zu jeder Tageszeit die U-Bahnen voll !

  • Susanne am 03.01.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Sind Unvermittelbare nun dabei oder

    nicht? Denn Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass sie Unvermittelbare nicht mehr in der Statistik erfassen.

  • Doris am 03.01.2018 09:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nach einem Jahr AMS Bezug abschieben

    443.000 Arbeitslose. Darauf muss man sich nichts einbilden. Wenn man bedenkt das es alleine 100.000 ausländische Langzeitarbeitslose gibt, die schon mehrere Jahre Notstandshilfe beziehen, sollte man denen das Geld streichen und abschieben. Enormes Sparpotential.

    • Franzjosef0815 am 04.01.2018 02:21 Report Diesen Beitrag melden

      Wie bei Bitcoin eben

      Stimme zu. Im Jahr 2011 war 400.000 erst der Anfang und es war für viele von uns Bereich eine Schande wie hoch die Arbeitslosigkeit das erste Mal in der 2.Republik so hoch sein konnte... Die Dezimieriung der Arbeitslosigkeit entspricht ungefähr jenem Abstieg welchen man bei Bitcoin immer wieder beobachten kann in letzter Zeit. Nur das Bitcoin auf ebenfalls auf sehr hohen Niveau ist und immer wieder (für Käufer gut) dann noch ansteigt. Aber vom geringsten Stand in absoluten Zahlen sind beide weit entfernt.

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  • blauer Engel am 03.01.2018 04:18 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man Pfuschern und Saisonarbeitern

    die Arbeitslosenunterstützung streichen würde, wäre die Arbeitslosenrate glatt halbierbar