Abgas-Skandal

22. Januar 2018 09:05; Akt: 22.01.2018 12:39 Print

Audi muss 127.000 Fahrzeuge zurückrufen

Abgasskandal ohne Ende: Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt hat Audi zum Zwangsrückruf von 127.000 Fahrzeugen verdonnert.

Auch Audi schummelte bei den Abgaswerten. (Bild: Audi)

Auch Audi schummelte bei den Abgaswerten. (Bild: Audi)

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Abgasskandal abgehakt? Wohl nicht so bald: Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt hat Audi zu einem Zwangsrückruf verdonnert, weil bei V6-TDIs mit Abgasnorm Euro 6 „unzulässige Abschaltvorrichtungen“ festgestellt wurden.

Betroffen sind A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7. Unterm Strich geht’s weltweit um 127.000 Autos. Übel: Viele der besagten Schummel-Diesel sollen erst nach Auffliegen des Abgasskandals produziert worden sein.

Bei A8 droht Zulassungsverbot

Einem A8-Modell soll sogar ein Zulassungsverbot drohen. Hier sei die Überschreitung des Stickoxid-Grenzwertes so gravierend, dass die Behörde derzeit keine Möglichkeit sehe, das Auto in einen vorschriftsmäßigen Zustand zu versetzen.

Audi-Besitzer müssen ihre betroffenen Fahrzeuge nicht sofort in die Werkstätten bringen. Audi muss zunächst bis spätestens Anfang Februar dem Kraftfahrt-Bundesamt mögliche Lösungen vorlegen, wie die Manipulation beseitigt werden soll.

Audi hat 18 Monate Zeit

Erst nach Genehmigung durch das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt muss Audi die Fahrzeuge zurückrufen und entsprechend umrüsten. Der Autobauer hat dann 18 Monate Zeit, die Rückrufaktion abzuschließen.

Nach Informationen der "Bild am Sonntag" beanstandet das Kraftfahrt-Bundesamt eine sogenannte Aufheizstrategie. Diese sei nur auf dem Prüfstand aktiv und werde im Straßenbetrieb abgeschaltet. Diese schnelle Motoraufwärmfunktion mindert den Schadstoffausstoß, springt aber nahezu nur im Prüfzyklus an. Im realen Verkehr unterbleibt diese Schadstoffminderung dagegen.


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(GP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marlene am 23.01.2018 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    null Entschädigung f. Ö.

    Schon wieder! Wer jetzt noch ein Auto vom VW- Konzern kauft, der will offensichtlich beschi.... werden. Hauptsache die Amerikaner sind entschädigt worden, für die Österreicher gibt es NULL!

  • Otto Probst am 22.01.2018 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Warum das ganze Kasperltheater

    Da seit Jahrzehnten immer noch den Dieseltreibstoff steuerlich begünstigt ist, haben sich die Motorenentwickler auf den Dieselmotor gestürzt und ihn wegen der künstlichen Verteuerung durch exorbitante Mineralölsteuern verbrauchstechnisch optimiuert. Die Umwelt ist daher auf der Strecke geblieben. Bei einer Besteuerung nach CO2 Ausstoß der ja bei einem Liter Diesel 14 Prozent höher ist als bei einem Liter Benzin wäre Diesel nicht billiger sondern bis zu 30 prozent teurer und man könnte wieder "durchatmen".

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  • Marlene am 23.01.2018 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    null Entschädigung f. Ö.

    Schon wieder! Wer jetzt noch ein Auto vom VW- Konzern kauft, der will offensichtlich beschi.... werden. Hauptsache die Amerikaner sind entschädigt worden, für die Österreicher gibt es NULL!

  • Otto Probst am 22.01.2018 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Warum das ganze Kasperltheater

    Da seit Jahrzehnten immer noch den Dieseltreibstoff steuerlich begünstigt ist, haben sich die Motorenentwickler auf den Dieselmotor gestürzt und ihn wegen der künstlichen Verteuerung durch exorbitante Mineralölsteuern verbrauchstechnisch optimiuert. Die Umwelt ist daher auf der Strecke geblieben. Bei einer Besteuerung nach CO2 Ausstoß der ja bei einem Liter Diesel 14 Prozent höher ist als bei einem Liter Benzin wäre Diesel nicht billiger sondern bis zu 30 prozent teurer und man könnte wieder "durchatmen".