Preisanstiege 2012

16. Dezember 2011 10:28; Akt: 16.01.2012 09:47 Print

Das wird im kommenden Jahr alles teurer

Im nächsten Jahr kommt eine Reihe von Preiserhöhungen auf die Österreicher zu. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Teuerungen.

 (Bild: Fotolia)

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In den letzten Monaten sind die Preise für Konsumenten in schwindelerregende Höhen gestiegen - zuletzt betrug die Inflation im November 3,6 Prozent - . Jetzt kommt im neuen Jahr eine Lawine von Teuerungen auf uns zu. Was das milliardenschwere Sparpaket noch zusätzlich an Belastungen bringen wird, ist da noch gar nicht inkludiert.

Die Teuererungen im Detail:

Rauchen wird teurer

Ab 16. Jänner wird die dritte Tranche der Tabaksteuererhöhung wirksam, was höhere Zigarettenpreise mit sich bringt. Austria Tabak (u.a. Camel, Memphis, Meine Sorte, Smart) erhöht ihre Packungspreise um 20 Cent. Imperial Tobacco (u.a. Ernte 23, Gauloises) hat vorerst lediglich eine Anhebung der Preise für offenen Tabak angekündigt.

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Fernsehen wird teurer

Durch die Erhöhung der ORF-Gebühren um sieben Prozent müssen die Haushalte ab Juni monatlich rund einen Euro mehr zahlen. Der ORF bekommt demnach künftig 16,16 Euro pro Haushalt.

Kosten von 14,90 Euro verursacht außerdem ab Frühjahr der Tausch der ORF-Digital-Sat-Karten (Smartcards). Davon betroffen sind jene Haushalte, die ihr TV-Programm seit 2003 via digitalem Satellit empfangen und zur Entschlüsselung der ORF- sowie der österreichischen Privat-TV-Programme eine Smartcard benötigen.

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Vignette wird teurer

Das Mautpickerl für das Jahr 2012 wird teurer und hat die Farbe Petrol. Der Preis wird an den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) angepasst und um 1,7 Prozent angehoben. Die Jahresvignette für Pkw kostet somit 77,80 Euro (2011: 76,50) und jene für Motorräder 31 Euro. Neue Tarife 2012 für Pkw: Die 10-Tages-Vignette kostet acht Euro statt bisher 7,90, die Zwei-Monats-Vignette 23,40 Euro statt 23.

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Kranksein wird teurer

Etwas teurer wird auch wieder das Kranksein. So wird die Rezeptgebühr um 5 Cent auf 5,15 Euro angehoben und Menschen mit höherem Einkommen müssen mehr Sozialversicherungsbeiträge zahlen, weil die Höchstbeitragsgrundlage im ASVG um 30 auf 4.230 Euro angehoben wird.

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Vermögenszuwachssteuer auf Aktien und Wertpapiere

Mit 1. April in Kraft tritt die 25-prozentige Vermögenszuwachssteuer auf Aktien und Wertpapiere - genauer gesagt deren automatische Abwicklung durch die depotführenden Banken. Bei Wertpapieren, die ab dem 1. Jänner 2011 gekauft wurden und die mit Gewinn weiterverkauft werden, fließt somit ab April ein Viertel des Verkaufsgewinns an den Fiskus. Wer vor April verkauft, muss seinen Gewinn im Rahmen der Einkommenssteuer veranlagen.

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Parken in Wien wird teurer


  • Ab März werden Parkgebühren empfindlich angehoben. Ab dann kostet ein 30-Minuten-Parkschein einen Euro statt bisher 60 Cent. Für eine Stunde werden künftig zwei Euro statt 1,20 Euro fällig. 90 Minuten kosten dann drei Euro statt derzeit 1,80 Euro. Für zwei Stunden beträgt die Gebühr künftig vier Euro statt 2,40 Euro. Günstiger wird hingegen das Parkpickerl für ein Jahr: Ab März kostet es 179 Euro statt derzeit 194 Euro (inkl. Gebühren).

  • Das Organmandat für ein widerrechtlich abgestelltes Fahrzeug steigt von bisher 21 auf 36 Euro.

  • Auch Abschleppungen werden teurer. Die Gebühr steigt von 192 auf 242 Euro.


Öffis werden in Wien teurer

Die Jahreskarte für die Wiener Öffis wird ab Mai billiger und kostet künftig 365 statt bisher 449 Euro. Die Kosten für den Monatsfahrschein sinken von 49,50 auf 45 Euro. Teurer werden Kurzfahrscheine: Der Einzelfahrschein kostet zwei Euro (bisher 1,80) und die Wochenkarte 15 statt 14 Euro.

Schwarzfahren in Wien wird teurer

Wer ohne gültiges Ticket in den öffentlichen Verkehrsmitteln erwischt wird, muss in Zukunft 100 statt bisher 70 Euro Strafe zahlen.

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Hunde in Wien werden teurer

Mit Jahresbeginn wird die Hundeabgabe künftig 72 Euro statt bisher 43,60 Euro betragen. Das zusätzliche Geld fließt etwa in mehr als 140 Hundezonen oder die mittlerweile 2.800 Sackerl-Spender.

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Wasser in Wien wird teurer

Die Wassergebühr steigt um 33 Prozent und wird ab 1. Jänner von 1,30 Euro pro Kubikmeter auf 1,73 Euro erhöht.

Müllentsorgung wird teurer

Teurer wird auch die Müllentsorgung. Ein 120-Liter-Kübel kostet pro Entleerung künftig 4,24 Euro statt bisher 3,99, also 25 Cent mehr pro Entleerung.