Ruefa

16. Mai 2018 14:34; Akt: 16.05.2018 15:20 Print

Beim Buchen: Urlaubsort mit VR-Brille erkunden

Die Verkehrsbüro-Tochter Ruefa startet einen Testlauf mit VR-Brillen: Urlaubsziele können im Cyberspace getestet werden.

Das Verkehrsbüro setzt voll auf Digitalisierung. (Bild: Verkehrsbüro)

Das Verkehrsbüro setzt voll auf Digitalisierung. (Bild: Verkehrsbüro)

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Dem Verkehrsbüro geht es blendend: Der Konzerngewinn kletterte 2017 gegenüber Vorjahr um 24 Prozent auf 15,2 Millionen Euro, der Umsatz stieg um 9,3 Prozent auf 951,1 Millionen Euro. Das Verkehrsbüro sei klare Nummer 1 im österreichischen Tourismus, frohlockte Vorstands-Sprecher Martin Winkler am Mittwoch in Wien.

Offizieller Start am 24. Mai

Vor allem die Reisebüro-Kette Ruefa, die zum Verkehrsbüro gehört, boomt und setzt voll auf Digitalisierung. Ab 24. Mai startet in der neuen Filiale Amstetten offiziell ein Testlauf mit Virtual Reality-Brillen. Zusätzlich zum herkömmlichen Beratungsgespräch können Kunden dann erstmals via Google Earth ihre Urlaubsziele im Cyberspace erkunden und neue Destinationen inspizieren. Mit der VR-Brille kann man sich Hotelzimmer ansehen, durch Städte spazieren oder sich künftig auch von einem Avatar beraten lassen.

Nach dem Testlauf in Amstetten soll die Brille auch in weiteren Ruefa-Filialen eingesetzt werden. "Destinationen mittels Virtual Reality vorab zu erkunden, wird bald gang und gäbe sein“, sagte Ruefa-Geschäftsführerin und Verkehrsbüro-Vorstand Helga Freund zu "Heute“. "Das Reise-Erlebnis beginnt bei uns schon mit der Buchung“, betont auch Vorstands-Sprecher Winkler.

Neue "Experience Concept Stores"

Ruefa will aber noch einen Schritt weitergehen. Es wird derzeit gemeinsam mit Experten der TU Wien und der Grazer FH Joanneum an einem „Experience Concept Store“ gearbeitet, in dem der Einsatz von VR-Brillen nur der Anfang ist. Binnen eines halben Jahres sollen die Konzepte für die Stores fertig sein. „Die Stores sind ein Angebot für Junge und stark auf Community ausgerichtet“, erklärt Helga Freund.

Auf der neuen Plattform sollen Kunden auch eigene Daten wie Urlaubsbilder oder -Videos hochladen und mit anderen teilen können. Begleitet von einem Beratungs-Avatar wird man in den Stores mit Freunden durch die digitale Welt flanieren und auch Reisen buchen können.

Lieblingsziel bleibt Griechenland

Das Verkehrsbüro, das heuer 100 Jahre alt wurde, rechnet für 2018 fest mit weiteren Zuwächsen. Vor allem die Reiselust der Österreicher und der Wirtschaftsaufschwung würden das Geschäft beflügeln. Bevorzugtes Urlaubsziel ist heuer wieder Griechenland, das zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. Dahinter folgen Spanien, Kroatien und Italien. Auch Türkei-Urlaube werden wieder häufiger gebucht – sie sind billig.

(GP)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Knurr am 16.05.2018 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    "Erkunden"

    Ich finde es etwas hochtrabend zu erklären, dass man die Urlaubsziele via VR-Brille "erkunden" kann. Diesen Service bieten manche Reisebüros schon seit 2015 an. Mit "Erkunden" hat das nichts zu tun. Bei diesen ganzen Darstellungen handelt es sich lediglich um Rundum-Fotos die "ein bisschen dreidimensional wirken" solange man nicht zu genau hinschaut und die eher an Fischaugen-Optik erinnern. Technisch jetzt kein besonderer Kracher.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Knurr am 16.05.2018 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    "Erkunden"

    Ich finde es etwas hochtrabend zu erklären, dass man die Urlaubsziele via VR-Brille "erkunden" kann. Diesen Service bieten manche Reisebüros schon seit 2015 an. Mit "Erkunden" hat das nichts zu tun. Bei diesen ganzen Darstellungen handelt es sich lediglich um Rundum-Fotos die "ein bisschen dreidimensional wirken" solange man nicht zu genau hinschaut und die eher an Fischaugen-Optik erinnern. Technisch jetzt kein besonderer Kracher.