Verdiene ich genug?

17. Januar 2012 11:24; Akt: 18.01.2012 01:04 Print

Die 10 größten Fehler bei Lohnverhandlungen

Wie formuliere ich während dem Chef gegenüber meine Gehaltswünsche? An der Antwort zu dieser simplen Frage scheitern viele Menschen. Heute.at hat einen Leitfaden an Dingen erstellt, die Sie bei der Lohnverhandlung lieber unterlassen sollten.

Fehler gesehen?


Es ist ein sensibles Feld: Wie kann ich meinem Chef vermiteln, was ich verdienen möchte - ohne zu zaghaft oder zu fordern zu sein? Heute.at hat zehn Dinge zusammengetragen, die Sie im Gespräch mit dem Boss auf alle Fälle vermeiden sollten.




1. Kollegen anschwärzen

Kollege X arbeitet langsamer als Sie. Er bleibt auch gerne länger am Mittagstisch und ist sehr oft eher der Erste denn der Letzte, der das Büro verlässt. Trotzdem verdient er mehr als Sie. Bei Gehaltsverhandlungen ist es dennoch unangebracht, den Kollegen anzuschwärzen - Neid ist nicht gerne gesehen.


2. Keine Vergleiche

Wenn Sie glauben, zu wenig zu verdienen, informieren Sie sich ruhig über Branchenkollegen in vergleichbarer Position und deren Gehälter. Reiben Sie es Ihrem Chef in Lohnverhandlungen aber nicht unter die Nase.


3. Jammern

Leistung ist, was zählt. Dass Sie mehr Gehalt brauchen, um Ihre Familie versorgen zu können, nützt in Verhandlungen um mehr Geld meistens nicht.


4. Erpressung

Greifen Sie nie zum letzten Mittel - und drohen Ihrem Boss in Verhandlungen mit dem Abgang. Niemand ist unersetzbar.


5. Vorbereitung

Warum sind Sie unersetzbar? Warum eine Schlüsselkraft? Warum sollte Sie der Betrieb besser bezahlen? Legen Sie sich Antworten auf alle diese Fragen zurecht, sammeln Sie gegebenenfalls positives Kundenfeedback - und gehen Sie vorbereitet in die Verhandlungen.


Im Umkehrschluss heißt das: Einfach ins Blaue hinein um mehr Geld anfragen, kann in einem ziemlichen Desaster enden.


6. Unsicheres Auftreten

Leise Stimme und Blick gen Boden um mehr Gehalt anzufragen, wird nicht helfen. Sie müssen klar und bestimmt auftreten.


7. Keine Aggression

Klar und bestimmt aufzutreten, bedeutet aber nicht, Ihrem Vorgesetzten gegenüber aggressiv zu werden. Hier kommt Punkt 5 ins Spiel: je besser die Vorbereitung desto größer ist Chance, dass Ihr Chef Sie nicht aus dem Konzept bringen kann.


8. Ja, aber ...

Ebenso wie Aggression bringt Sie auch Trotz Ihrem Traumgehalt nicht näher. Wenn Sie die Gegenargumente Ihres Bosses mit "Ja, aber ..." abzuschmettern versuchen, wird er einfach nur abschalten. Seriöse Verhandlungen werden unmöglich.


9. Richtige Selbsteinschätzung

Auch dieser Punkt ist am besten mit akribischer Vorbereitung zu lösen: Sie sollten sich und Ihre Leistung nicht kleiner reden, als sie sind - aber auch nicht größer. Reflektieren Sie Ihre Stärken und Schwächen, bevor Sie um ein Plus am Lohnzettel anfragen.


10. Keine alten Argumente

Die von Ihnen aufgezählten Erfolge sollten aktuell sein. Große Leistungen in vergangenen Tagen nützen oft wenig - und oft kann sich der Vorgesetzte nicht einmal mehr daran erinnern.

>