Neue Seidenstraße

27. April 2018 14:31; Akt: 27.04.2018 14:59 Print

Erster Direkt-Zug aus China in Wien eingetroffen

Der erste direkte Güterzug von China ist in Wien angekommen. Der Bundespräsident hatte den Zug in China verabschiedet und in Wien empfangen.

Der chinesische Botschafter in Wien Li Xiaosi, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundesministerin Margarete Schramböck, ÖBB-Chef Andreas Matthä und die Rail Cargo Group Vorstände Thomas Kargl, Clemens Först und Erik Regter (v.l.) (Bild: Scheiblecker/ÖBB)

Der chinesische Botschafter in Wien Li Xiaosi, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundesministerin Margarete Schramböck, ÖBB-Chef Andreas Matthä und die Rail Cargo Group Vorstände Thomas Kargl, Clemens Först und Erik Regter (v.l.) (Bild: Scheiblecker/ÖBB)

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Die österreichische Rail Cargo Group (RCG), die Güterverkehrssparte der ÖBB, brachte ihre nächste Zugverbindung zwischen Asien und Europa auf Schiene. Der in Chengdu gestartete und über die nördliche Seidenstraße abgewickelte Containerzug legte die etwa 9.800 Kilometer lange Strecke in nur 15 Tagen zurück.

Zug war 600 Meter lang

Ebenso feierlich wie der etwa 600 Meter lange und mit 44 Containern beladene Güterzug anlässlich der Chinareise von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kanzler Sebastian Kurz in Chengdu – Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan mit dem größten Eisenbahn-Drehkreuz Chinas – verabschiedet worden war, wurde er heute in der österreichischen Bundeshauptstadt in Empfang genommen. Van der Bellen, Ministerin Margarete Schramböck, sowie Li Xiaosi, der Botschafter der Volksrepublik China, und ÖBB-CEO Andreas Matthä traten an, um den Zug am Freitag am Güterzentrum Wien Süd Willkommen zu heißen.

Am 12. April war der Containerzug in China gestartet und durchquerte Kasachstan, Russland, die Ukraine, die Slowakei und Österreich. Die Umstellung von Breit- auf Normalspur am Terminal Dobra an der ukrainisch-slowakischen Grenze erfolgte planmäßig.

So erreichten unter anderem elektronische Bauteile sowie Beleuchtungsmaterialien und Haushaltswaren heute pünktlich das Güterzentrum Wien Süd. Von hier aus werden die Waren an den finalen Bestimmungsort transportiert.

„Aufgrund des erfolgreichen Schienengütertransports in nur 15 Tagen von Chengdu bis nach Wien sind wir zuversichtlich, künftig weitere Transporte auf dieser Route abzuwickeln und damit die vierte regelmäßige Chinaverbindung zu etablieren“, so ÖBB CEO Andreas Matthä.

Bisher betreibt die RCG permanente Chinaverbindungen zwischen Changsha - Budapest und Chongqing - Duisburg mit jeweils einem Rundlauf pro Woche, sowie Taiyuan - Lugo/Italien mit unregelmäßigen Zügen.

(GP)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans am 27.04.2018 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Plan B

    Ein sehr wichtiges Ereignis. Die neue Seidenstraße ist so immens wichtig, weil sie uns eine Perspektive für die Zeit nach dem Ende der EU bietet. Das Ende wird zwar eventuell noch einige Monate dauern, aber mit der nächsten großen Wirtschafts- oder Finanzkrise wird es kommen. Wir brauchen auch eine Alternative, weil wir uns der von Tag zu Tag deutlicher erkennbaren Umwandlung der EU in eine Diktatur entgegensetzen müssen. Die EU ist nämlich kein Heiligtum sondern es ist die Summe aller Vor- und Nachteile. Tote Pferde sollte man nicht reiten. Gut dass es jetzt einen Plan B gibt!

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  • Made in Austria am 27.04.2018 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Handelsbilanzdefizit ist sehr hoch

    leider wird das Handelsbilanzdefizit von Ö in den letzten immer höher 2017 fast 6 MILLARDEN! - bringt der Zug in die andere Richtung aus Ö wohl was mit

  • zachaeus am 28.04.2018 02:52 Report Diesen Beitrag melden

    An unsere Bundesregierung

    Also mit den Ländern, die der Zug durchquerte gute Kontakte pflegen !!! Denn der Zug wird ja auch in die andere Richtung fahren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Susi1966 am 30.04.2018 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Personenzug

    Ich würde diese reise auch für touristen erschließen-nicht nur gütertransport,sondern auch personenzüge einsetzen. So wie die transsibierische-nur um etliches exklusiver. Ist sicher ein tolles erlebnis

  • k.k. am 30.04.2018 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Fassungslos

    Sollen wir uns jetzt noch mehr mit minderwertigen Produkten aus China überschütten lassen? Es wäre wohl wichtiger den Import stark zu reduzieren, vor allem Lebensmittel. Genauso verhält es sich mit Produkten aus Amerika! Warum kann man in Ö. die Kleiderindustrie nicht ausbauen?

  • Markus am 28.04.2018 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt keinen Direkt-Zug

    Nur die Container kommen aus China per Zug - müssen aber mehrmals umgeladen werden. BMW schickt schon seit ~2010 Container per Bahn aus Deutschland ins chinesische Werk in Shenyang. Ein Güterterminal mit russischer Breitspur bis nach Parndorf ist völliger Schwachsinn. Davon haben nur die Frächter was und die haben bekanntlich ihre LKW günstig in Rumänien angemeldet.

    • Benn am 29.04.2018 22:34 Report Diesen Beitrag melden

      Chinesische Lokomotive

      Der Zug, der in Wien angekommen ist, ist ein Chinesische Lokomotive, daher wird er ein Direktzug sein.

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  • Rudl am 28.04.2018 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Euje

    Jetzt kommen die auch noch.

  • zachaeus am 28.04.2018 02:52 Report Diesen Beitrag melden

    An unsere Bundesregierung

    Also mit den Ländern, die der Zug durchquerte gute Kontakte pflegen !!! Denn der Zug wird ja auch in die andere Richtung fahren.