630 Mio. € Schaden

04. Juli 2017 13:46; Akt: 04.07.2017 17:02 Print

Erfinder verhaftet: Chinas Riesenbus war Betrug

Diese Geschichte ging um die Welt: China baut Riesenbusse, die über dem Asphalt schweben und anderen Autos Platz machen. Der Haken: Es war Betrug.

Die chinesische Polizei verhaftete den Bus-Erfinder Bai Zhiming wegen Betrugs.  (Bild: picturedesk.com)

Die chinesische Polizei verhaftete den Bus-Erfinder Bai Zhiming wegen Betrugs. (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Geschäftsmann und Ingenieur Bai Zhiming hatte sich die Sache so schön ausgedacht und pries die Vorzüge seiner Erfindung in höchsten Tönen: Ein Schienenbus mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1. 200 Passagieren sollte ein für alle Mal die Verkehrsprobleme in den Megametropolen dieser Welt lösen.

Sag' dem Stau ade

Bai Zhiming Devise war: Sag’ dem Stau ade. Für normale Autos mit einer Höhe von bis zu 2,1 Metern sollte es möglich sein, einfach unter den enormen Bussen durchzufahren, was den Verkehr in den Metropolen stark entlasten sollte. Der 4,6 Meter hohe und 32 Meter lange Bus sollte bis zu 65 Kilometer pro Stunde schnell fahren.

Noch vergangenes Jahr hatte Bai einen Prototypen des Monster-Busses der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Wer an der Zukunftstechnik mitverdienen wollte, musste jedoch tief in die Tasche greifen. Bai verlangte Investitionen von mindestens 130.000 Euro. Chinesische Medien berichteten, Bai und seine Komplizen hätten insgesamt rund 630 Millionen Euro von gutgläubigen Anlegern kassiert.

Der Haken: Es war Betrug

Das Ganze hatte nur einen Haken: Es war schlichter Betrug. Das Projekt sei unrealistisch gewesen, teilte die Pekinger Polizei mit – und verhaftete Bai Zhiming und 31 Mitarbeiter der Firma „Huaying Kailai Asset Management“. Die Teststrecke wurde vergangenen Monat abgerissen, der Prototyp des Busses steht einsam und nutzlos auf einem Parkplatz.

„Die Rechte der Investoren werden im Einklang mit dem Gesetz geschützt“, kündigte die Polizei in einer Mitteilung an. Sie rief alle Geldgeber auf, sich bei den Behörden zu melden.

Hier ein Video über den Monster-Bus:

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(GP)

Themen
Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • herst horst am 04.07.2017 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    warum soll das prinzip nicht

    funktionieren? betrug hin oder her, die haben einen funktionierenden prototypen gebaut.

    einklappen einklappen
  • fuhrinat am 04.07.2017 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Riesenbus

    Aber die Idee wäre gut gewesen

    einklappen einklappen
  • Johannes Frank am 04.07.2017 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    No risk, No fun.

    Es war wohl eine Schnapsidee, aber nicht unbedingt Betrug. Und wer bei Innovationen einsteigt, hat immer ein hohes Risiko. Sogar die Wankel-Aktionäre haben damals ihr ganzes Geld verloren

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Johannes Frank am 04.07.2017 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    Funktioniert hätte das Konzept.

    Der Bus hat nur eine Spurweite von 7,80 m. Das kann man locker beherrschen. Die A 380 hat eine Spurweite von 12,46 m, also fast 5 m mehr.

  • Johannes Frank am 04.07.2017 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    No risk, No fun.

    Es war wohl eine Schnapsidee, aber nicht unbedingt Betrug. Und wer bei Innovationen einsteigt, hat immer ein hohes Risiko. Sogar die Wankel-Aktionäre haben damals ihr ganzes Geld verloren

  • Andi Sauter am 04.07.2017 21:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues

    So etwas gabs auch schon mal in Deutschland. Man wollte einen Cargo-Zeppelin bauen. Außer Zuschüsse und Fördermittel ist nichts geflossen.

  • fuhrinat am 04.07.2017 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Riesenbus

    Aber die Idee wäre gut gewesen

    • Tom Peters am 05.07.2017 07:15 Report Diesen Beitrag melden

      Bus?

      Ist ja wohl eher ein Schienenfahrzeug als ein Bus

    einklappen einklappen
  • herst horst am 04.07.2017 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    warum soll das prinzip nicht

    funktionieren? betrug hin oder her, die haben einen funktionierenden prototypen gebaut.

    • A.B. am 04.07.2017 18:38 Report Diesen Beitrag melden

      Fliehkräfte und Gummiwände

      Weil man mit so einem breiten Ding keine Kurven fahren kann.

    • Rudolf S am 04.07.2017 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @A.B.

      warum

    • Herr Schlau von Schwatz am 04.07.2017 19:53 Report Diesen Beitrag melden

      Wo ist das Problem?

      Wenn man Kugeln zur Kraftübertragung nutzt, kann man quasi auf der Stelle wenden@keine Kurven

    • Johannes Frank am 04.07.2017 23:24 Report Diesen Beitrag melden

      Technisch wäre alles gegangen!

      Natürlich kann man immer Kurven fahren, die Breite ist unerheblich. Das Fahrwerk der A 380 hat auch schon eine Spurweite von 12,46 m

    • A.B. am 05.07.2017 09:10 Report Diesen Beitrag melden

      Prototyp fuhr nur geradeaus

      Die A380 hat auch nur ein Fahrwerk in der Mitte und nicht hinten und Vorne eins. Die Leute hätten in der Kurvenaussenseite starke Beschleunigung, Fliehkräfte, nach der Kurve Abbremsung. In der Kurfeninnenseite Bremsung und anschliessend Beschleunigung. Daher Kotztüte und Gurtenpflicht. Das gibt auch grosse Probleme beim Antrieb auf Räder/Schienen. Die Wände müssten sich pro Gelenk bis 4m dehnen und auch zusammenziehen können. Das Fahrzeug sollte mit Solarzellen betrieben werden. :-) Der Strom reicht zwischen den Hochhäusern nicht mal für eine Beleuchtung unter dem Bus, für die Autos.

    • Johannes Frank am 05.07.2017 09:31 Report Diesen Beitrag melden

      Bedenken wie bei den ersten Dampfloks.

      Die Argumente erinnern an die Bedenken bei der Einführung von Dampflok und Auto. Das Gerät ist relativ langsam mit 65 km/h und muss auch keine engenKurveb fahren.das alles kennt man von Travel Lifts und Portalhubwagen. Und be denen ziehen sich keine Wände zusammen. Heutige Solarzellen reichen nicht, aber in 10 Jahren sieht das vielleicht anders aus. Und die Elektromotoren können auch induktiv über Spülen im Gahrweg versorgt werden,

    • A.B. am 05.07.2017 10:31 Report Diesen Beitrag melden

      Rechner im Vorteil

      Sehr wahrscheinlich kann man dann in 10Jahren mit neuen Zellen mehr Licht produzieren, wie von der Sonne eingefallen ist :-) Induktiv können Sie vieleicht einen Handyakku laden. Bei dieser benötigen Leistung wäre der Elektrosmog so gewaltig, dass Sie den Strom auf dem Gehweg wohl auch auf allfälligen Zahnblomben im Mund spühren würden. Eventuel wäre es einfacher die Leute per Katapult durch die Luft fliegen und per Falschirm landen zu lassen :-)

    • Seitenblick am 05.07.2017 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      Idee gut aber undurchführbar.

      Sehr unwahrscheinlich dass dieses Konzept, so und in dieser Art, funktioniert. Wenn ein Auto unter diesem Ungetüm fährt muss es jede Bewegung mitmachen die das Vehikel oben macht. Jede Bewegung des Autos unten muss vom Autobus oben mitgemacht und respektiert werden. Das würde bedeuten dass man autonom mit dem Bus mitfahren müsste und beide gemeinsam gesteuert werden müssten. Woher weiß der Bus wohin ich als Autofahrer möchte.

    einklappen einklappen