British Airways

07. September 2018 12:31; Akt: 07.09.2018 12:52 Print

Hacker stehlen Daten von 380.000 Kreditkarten

Hacker haben bei der Fluggesellschaft "British Airways" sensible Kundendaten gestohlen. Es geht um 380.000 Buchungen.

Eine British Airways-Boeing 747 landet in London. (Bild: Reuters)

Eine British Airways-Boeing 747 landet in London. (Bild: Reuters)

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Jetzt kommen immer mehr Details zum Hackerangriff bei British Airways (BA) ans Licht. Nachdem am Donnerstag die Fluggesellschaft bereits eingeräumt hatte, dass bei Onlinebuchungen Daten gestohlen wurden, ging jetzt BA-Chef Alex Cruz persönlich an die Öffentlichkeit. Kriminelle hätten die Daten von Kunden erbeutet, sagte er dem britischen Sender "BBC". Es habe sich um einen sehr ausgefeilten Angriff gehandelt.

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Angriff auf Buchungssystem

Angriffspunkt war das Buchungssystem im Internet und in der App von British Airways. Insgesamt geht es um 380.000 Fälle in den vergangenen zwei Wochen. Reisedetails oder Passdaten seien nicht gestohlen worden, so die Fluggesellschaft. Dafür aber sehr sensible andere Daten, gab BA-Chef Cruz jetzt zu: "Wir wissen, dass Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen und Kreditkarten-Informationen gestohlen wurden", so der Airline-Chef. Darunter sind auch Kreditkartennummern, Kartengültigkeit und die auf der Rückseite verzeichneten dreistelligen Sicherheitscodes.

Entschuldigung

Cruz entschuldigte sich bei den Kunden für den Diebstahl. Die Betroffenen seien unverzüglich informiert worden. Sollten finanzielle Schäden entstehen, werde die Fluggesellschaft diese ersetzen. "Wir nehmen den Schutz der Daten unserer Kunden sehr ernst", sagte Cruz.

Inzwischen sei die Datenpanne behoben, das Internetbuchungssystem könne wieder normal genutzt werden, hieß es aus London. Polizei und Behörden seien informiert worden.

Warnung für Kunden

Kunden, die zwischen dem 21. August 23.58 Uhr MESZ und 5. September 22.45 Uhr MESZ Reservierungen bei British Airways vorgenommen hätten, sollten sich mit ihrer Bank oder ihrem Kreditkartenanbieter in Verbindung setzen.

Es ist nicht das erste Mal, dass British Airways mit Computerproblemen zu kämpfen hat. Im Mai 2017 legten Schwierigkeiten bei der Stromversorgung die Rechner des Unternehmens lahm. In der Folge blieben 75.000 Passagiere am Londoner Flughafen Heathrow am Boden. Später mussten wegen Problemen beim System eines Zulieferers Flüge gestrichen oder verschoben werden.

Die Börsen reagierten prompt: Die Aktien der BA-Muttergesellschaft International Airlines Group (IAG) gaben im frühen Freitagshandel mehr als drei Prozent nach.

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(GP)