EU-Finanzminister-Treffen in Wien

08. September 2018 15:17; Akt: 09.09.2018 14:47 Print

Löger: "Digitalsteuer noch in diesem Jahr möglich"

Die Finanzminister der EU-Staaten setzen am Samstag ihre Gespräche im Austria Center in Wien fort. ÖVP-Finanzminister Löger zeigt sich zufrieden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

"Wir wollen so rasch wie möglich auf Basis des Vorschlages der Europäischen Kommission eine Digitalsteuer umsetzen", verkündet Österreichs Finanzminister Hartwig Löger am Ende des zweiten Sitzungstages des informellen ECOFIN-Rates in Wien. Dabei hält er eine Einigung bis Ende des Jahres für realistisch.

Die Digitalsteuer führt zur Besteuerung von digitalen Aktivitäten in den Mitgliedstaaten. Die Steuer gilt für Umsätze, die durch Aktivitäten erzielt werden, bei denen User einen wesentlichen Teil der Wertschöpfung beitragen.

Betroffen sein sollen gemäß des Vorschlags der Europäischen Kommission nur jene Unternehmen, die weltweite Umsätze in der Höhe von mindestens 750 Mio. Euro sowie EU-Umsätze von mindestens 50 Mio. erzielen.

Löger mit Gesprächen zufrieden

"Breite Zustimmung gab es im Rat insbesondere dafür, weitere Maßnahmen gegen No-Tax und Low-Tax Systeme vorzubereiten. Wir wollen sicherstellen, dass der Gewinn großer Unternehmen fair besteuert wird und das Aufkommen daraus steigt", zeigte sich Löger über den Fortschritt der Gespräche erfreut.


"Aus der Diskussion ging auch hervor, dass wir, die EU27, in diesen Fragen eine möglichst einheitliche Position der EU in der OECD entwickeln sollen", so Löger. Das unterstreiche auch die Position Frankreichs und Deutschlands, die eine so genannte "sunset-clause" vorschlugen.

Das bedeutet, dass es eine Befristung der Digitalsteuer geben soll, bis man auf internationaler Ebene eine Einigung gefunden hat.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(red)

Themen

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus am 08.09.2018 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Einnahmen

    Und wofür gibt man die Milliarden Einnahmen aus? Wissen wir alle ... Sind ja wieder nur versteckte Steuern für alle von uns ...

  • gironnimo am 08.09.2018 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Digitalsteuer

    wieder ein Angriff auf unser Geldbörsel Bleibt alles wieder beim Endverbraucher hängen . Die Konzerne lassen sich nicht schröpfen!

    einklappen einklappen
  • Nil am 08.09.2018 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzoge sonst nichts

    Wer werden von der Regierung geschröpft das es eine Frechheit ist. Wenn es um neue versteckte Steuern geht, geht alles innerhalb von einigen Monaten. Bei der kalten Progression werden wir schon Jahrelang zum Narren gehalten. Diese Regierung ist genau so verlogen wie die alte. Nur Reden und uns das Geld aus der Tasche ziehen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • DANKE sagen nicht vergessen am 14.09.2018 05:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die Weisungen der Zentrale

    krampfhaft will man Steuergeld d.Nettozahler damit der GB Finanzausfall kompensiert werden kann; Der Beitrag Österreichs von dzt. 3,0 MILLIARDEN im Jahr soll ja noch weiter erhöht werden..Versuch 1: Plastiksteuer eu-weit...Versuch 2: Digitalsteuer. Versuch 3: Abrücken Einstimmigkeit bei Steuern...In der Zentrale sind ca. 50.000 Personen beschäftigt incl. Pensionen und Fixkosten macht das alleine über 9,2 MILLIARDEN im Jahr aus; Eine Volksabstimmung wäre bitte zu machen, ob die Österreicher, die das zahlen müssen, mit der Erhöhung einverstanden sind bzw. und ob sie noch bei Schengen sein wollen

  • Penelope am 10.09.2018 03:43 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie

    Tja leider hat man in Österreich nur die Wahl zwischen mehr Zuwanderung und mehr Überwachungsstaat... und beides ist natürlich ganz im Sinne der Eliten.

  • Gogo am 09.09.2018 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Austreten aus der EU

    Typisch Rote. Wieder mal eine neue Steuer. Wieder mehr Geld das sie dann verschenken können ins Ausland.

    • Sebi am 10.09.2018 09:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Gogo

      AUFWACHEN! Wir haben eine ÖVP-FPÖ Regierung. Der Finanzminister ist von der ÖVP.

    • Gerald am 10.09.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      @Gogo

      Sind sie der Besitzer von Facebook, Google,,,? Übrigen, die Finanzminister sind von der Volkspartei(schwarz,türkis).

    einklappen einklappen
  • Mama Renate am 08.09.2018 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst mit Luxemburg aufräumen.

    Luxemburg ist der größte Dieb in der EU, stielt den anderen Mitgliedstaaten die Steuern. Luxemburg ist ähnlich strukturschwach wie Griechenland und lebt nur von der Steuervermeidung anderer (EU-)Staaten. Außer Steuerbetrug haben die nur etwas Stahl und Wein. Alleine Deutschland verliert durch Luxemburg JÄHRLICH 30 Milliarden an Steuern!

    • Joe heute am 09.09.2018 09:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mama Renate

      richtig da stimme ich zu. der Juncker hat es ja ermöglicht.

    einklappen einklappen
  • Guziwuzi am 08.09.2018 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sehe eigendlich auch nicht ein

    Sehe eigendlich auch nicht ein, warum Frazbuck und Google als Milliardenunternehmen fast keine Steuern bezahlen!!!!Die machen mit unseren Gratisdaten ordentlich Kohle, also was solls!