959,20 € Lohn

22. Februar 2018 12:18; Akt: 22.02.2018 12:33 Print

Lauda verteidigt niedrige Gehälter für Flugbegleiter

Lauda will Flugbegleitern 959,20 Euro zahlen und verteidigt die niedrigen Löhne. Ab März verhandelt er einen Kollektivvertrag.

Niki Lauda und die Gewerkschaft  zwei, die sich nicht vertragen. (Bild: imago sportfotodienst)

Niki Lauda und die Gewerkschaft zwei, die sich nicht vertragen. (Bild: imago sportfotodienst)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ab Mitte März wird es ernst. Dann verhandeln Niki Lauda und die Gewerkschaft GPA-djp über einen Kollektivvertrag (KV) für die Mitarbeiter der neuen Fluglinie LaudaMotion. Der Startschuss für die Verhandlungen fällt am 13. März, wie GPA-Vizechef Karl Dürtscher am Donnerstag bekannt gab: "Leiharbeit ist keine Lösung. Die Beschäftigten brauchen ordentliche Dienstverhältnisse, die durch einen Kollektivvertrag abgesichert sind."

Umfrage
Genügen 959,20 Euro als Grundgehalt bei Laudas neuer Fluglinie?
7 %
19 %
74 %
Insgesamt 2528 Teilnehmer

Für Gewerkschafter Dürtscher hält Niki Lauda Zusagen nicht ein: "In einem Offenen Brief wurde den Niki-Beschäftigten beispielsweise auch zugesagt, sie alle übernehmen zu wollen. Es gibt aber einige, die leider bis dato noch kein Angebot von LaudaMotion haben."

Leiharbeiter für Lauda

Für geharnischten Unmut der Gewerkschaft sorgte, dass den Mitarbeitern offenbar zwei Dienstverträge angeboten werden - einer direkt bei LaudaMotion und einer bei einer neu gegründeten Personalleasing-Tochter LaudaMotion Operations GmbH. Die Verträge mit dieser Leiharbeiterfirma seien eine Übergangslösung, bis ein neuer Kollektivvertrag vorliege, ruderte Lauda am Donnerstag langsam zurück.

"Alles erledigt"

"Die Einstiegsgehälter sind bis auf 50 Euro die gleichen wie bei der Austrian Airlines", wies Lauda im Ö1-Morgenjournal Kritik an mickrigen Gehältern zurück. Er will Flugbegleitern als Einstiegsgehalt 959,20 Euro zahlen. Zudem wies Lauda Gerüchte zurück, er habe nicht ausreichend Personal, um den Flugbetrieb im März aufnehmen zu können: "Piloten haben unterschrieben, Flugbegleiter haben unterschrieben, es ist alles erledigt."

Laut Dürtscher haben viele ehemalige Niki-Beschäftigte, denen die Unsicherheit zu groß geworden sein dürfte, bereits Angebote anderer Airlines angenommen. "Umso wichtiger ist es, jetzt rasch zu einem akzeptablen Kollektivvertragsabschluss zu kommen und damit die leidige Leiharbeits-Diskussion vom Tisch zu haben," meint der Gewerkschafter.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

(GP)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kalo am 22.02.2018 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ausbeutung...

    ....nennt man sowas. Da darf man sich nicht wundern wenn der ein oder andere lieber arbeitslos ist und bis Mittag schläft. Da geht's einem auch ganz gut

    einklappen einklappen
  • Francis Lane am 22.02.2018 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    hat den Hr. Lauda eigentlich schon mal wer gefragt ob er um dieses Geld diese Arbeit machen würde?

    einklappen einklappen
  • Heimatland am 22.02.2018 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einstiegsgehãlter

    Einstiegsgehãlter erhalten Berufsanfänger! Sind das alles Berufsanfänger? Wohl eher nicht!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Fritz Zugitsch am 03.03.2018 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Bankrotterklärung

    unmittelbar nach Firmengründung! Das glaubt Lauda ja nicht wirklich, dass das seiner Fluglinie nützen wird. In Wahrheit ist das massive Negativwerbung und auf die Dauer wird er gegen die zahlungskräftigeren Großen in diesem Geschäft keine Chance haben.

  • Reisegern am 27.02.2018 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nur nicht unterstützen

    Wer sein Personal nicht ordentlich entlohnen kann, sollte seinen Betrieb zusperren müssen. Ich werde künftig weder mit dieser, noch anderen 'Ausbeuter-Fluglinien' fliegen! Da bleib' ich lieber daheim auf 'Balkonien'.

  • Marina Schöller am 27.02.2018 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Sauerei

    Es ist eine Schande was in der Fliegerei geboten wird, ich war selber 6 Jahre Stewardess und kann es mir leider nicht mehr leisten als solche zu abeiten. So ist es nicht nur bei lauda sondern mittlerweile überall. Dafür dann um 3 Uhr oder sonst wann aufstehen, arbeiten am Wochenende und Feiertag ohne Zulagen und mir die Nacht um die Ohren schlagen ? Nein danke!!! Die Branche muss endlich umdenken!

  • Rachid am 27.02.2018 00:06 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar

    Unglaublich Da fehlen echt einem die Worte

  • Wolfgang Winkler am 26.02.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    hat der Herr Lauda überhaupt eine Idee was 959,20 für einen geordneten Lebensunterhalt sind- sein propagierte Geiz mag ja lustig klingen aber mit seinen Charakter möchte ich nicht tauschen und jeder andere anständige Unternehmer vermutlich auch nicht