Ping-Anrufe

16. April 2018 15:00; Akt: 16.04.2018 15:18 Print

Meldestelle gegen Telefon-Abzocke eingerichtet

Gegen Abzocke mit verpassten Anrufen: „Ping-Anrufe“ können ab sofort beim Telekomregulator RTR gemeldet werden.

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Wer bei "Ping-Anrufen" zurückruft, zahlt. (Bild: iStock)

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Der Trick ist simpel: Das Handy klingelt ganz kurz, dann erscheint eine unbekannte Nummer auf der Anrufliste. Klar, man ist neugierig und ruft zurück. Doch mit dieser Neugier machen internationale Telefon-Abzocker seit Jahren ordentlich Kasse. Denn wer nach so genannten Ping- oder Lock-Anrufen zurückruft, landet auf teuren, meist ausländischen Rufnummern. Eine Bandansage zwingt in die Warteschleife. Und das kostet.

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Wurden Sie schon Opfer von "Ping-Anrufen"?
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Insgesamt 57 Teilnehmer

"Das kann ins Geld gehen"

„Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann bei Ferngesprächen auch ins Geld gehen. Aus dem Markt fehlen allerdings Zahlen, wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Österreich tatsächlich betroffen sind“, erklärt Johannes Gungl, RTR-Geschäftsführer für den Bereich Telekommunikation und Post.

Daher entschied sich die RTR, die Datenerhebung selbst in die Hand zu nehmen und richtete die „Meldestelle Rufnummern-Missbrauch“ ein. „Jedoch sind wir auf die Mithilfe der Betroffenen angewiesen und laden diese daher ein, die Meldestelle zahlreich zu nutzen. Sie können dort die verdächtigen Nummern bekanntgeben, die es bei ihnen nur einmal klingeln lassen“, sagt Gungl. „Wir wollen das Problem im Keim ersticken und einer harten Regulierung durch Verordnung ‚smart‘ zuvorkommen.“

Deutsche kontrollieren

In Deutschland sind Mobilfunkunternehmen seit Jänner dazu verpflichtet, bei Anrufen in Länder, deren Vorwahl besonders häufig für diese Betrugsmasche herhalten muss, eine Warnung nebst Preisansage vorzuschalten. Außerdem dürfen Telefonate, die auf „Ping-Anrufe“ zurückzuführen sind, nicht mehr verrechnet werden.

Mit solchen Maßnahmen möchte der österreichische Regulator RTR noch abwarten. Sollte die RTR aber zu dem Schluss kommen, dass weiteres Eingreifen notwendig ist, seien vorgeschaltet Warnungen und Verrechnungsverbote nach deutschem Vorbild denkbar.

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(GP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nocheinposter am 16.04.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig warten

    Warum wieder warten? In Deutschland dürfte das funktionieren... und nebenbei könnens auch gleich was gegen diese Abofallen im Internet machen die man sich beim mobilen surfen einfängt...

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  • Domion am 16.04.2018 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Neugier

    Übergrosse Neugier wird eben bestraft. Ich rufe nie eine Nummer zurück, die ich nicht kenne. Sonst schaue ich vorher wenigstens nach, wem sie gehört.

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  • erdhaxn am 17.04.2018 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Unbekannte Telefonnummern immer kopieren und bei Google eingeben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • erdhaxn am 17.04.2018 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Unbekannte Telefonnummern immer kopieren und bei Google eingeben.

  • Nocheinposter am 16.04.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig warten

    Warum wieder warten? In Deutschland dürfte das funktionieren... und nebenbei könnens auch gleich was gegen diese Abofallen im Internet machen die man sich beim mobilen surfen einfängt...

    • Anus Nym am 16.04.2018 21:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Nocheinposter

      Jeder mündige Konsument sollte diese gleich bei Abschluß des Mobilfunkvertrags sperren lassen oder dies sofort nach Erhalt der SIM-Karte in der Web-Vertragsverwaltung selbst tun. Für die sog. "Drittanbietersperre" muß alles gesperrt werden, was dabei unter "Partnerdienste", "Spenden, Zahlungen via Mobilfunk", "Jugendschutz" läuft - die "normalen" Mehrwert (bzw. vielmehr Nutzlos-)Dienste via Anrufe + SMS gehören natürlich auch mit gesperrt. Wer dies umsetzt, erspart sich jede Menge Ärger.

    • Ich35 am 17.04.2018 08:08 Report Diesen Beitrag melden

      Warum warten?

      Ganz einfach, auch diese Vorkehrungen kosten Geld die der Betreiber bereitstellen muss. Das würde sich dann auch auf die monatl. Kosten des Vertrags auswirken. Keine autom. Sperren - keine erhöhten Kosten. Abgesehen davon, wenn ich niemanden aus dem Ausland (Swaziland, o.ä) kenne, sagt mir mein Hausverstand da nicht zurückzurufen...

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  • Domion am 16.04.2018 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Neugier

    Übergrosse Neugier wird eben bestraft. Ich rufe nie eine Nummer zurück, die ich nicht kenne. Sonst schaue ich vorher wenigstens nach, wem sie gehört.

    • fuhrinat am 17.04.2018 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Domion

      Ja mache ich auch so aber viele älter Leute kennen sich nicht so gut aus und fallen auf Betrug rein, daher sollte es in Österreich auch sofort nicht mehr verrechnet werden dürfen

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