Einigung bei KV

09. November 2017 21:40; Akt: 10.11.2017 10:05 Print

Metaller bekommen um drei Prozent mehr Lohn

Nach einem Verhandlungsmarathon über mehr als 60 Stunden geht die Gewerkschaft als Sieger durchs Ziel. Metaller bekommen drei Prozent mehr.

Die Metaller bekommen mehr Lohn. (Bild: iStock)

Die Metaller bekommen mehr Lohn. (Bild: iStock)

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Lange Zeit sah es in den Metaller-Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Industrie nach einem Streik aus, sogar grünes Licht für die Arbeitsniederlegung wurde bereits eingeholt. Wenige Stunden später hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst. Die rund 130.000 Beschäftigten in der Metalltechnischen Industrie erhalten um drei Prozent mehr Lohn.

Gefordert hatte die Arbeitnehmerseite anfangs eine Erhöhung um vier Prozent, die von Arbeitgeberseite schnell vom Tisch gewischt worden war. Drei Prozent sind allerdings mehr, als in den vergangenen drei Jahren – zuletzt lag die Erhöhung im Jahr 2016 bei 1,68 Prozent. Geboten worden waren von Industrie-Seite zuerst 1,9 und später 2,5 Prozent, die Gewerkschaft konnte das Angebot aber auf drei Prozent steigern.

"Kein Ruhmesblatt"

Der Fachverband Metalltechnische Industrie sieht das Ergebnis, "vor allem hinsichtlich der Verhandlungsführung der Gewerkschaften kritisch", heißt es. Obmann Christian Knill: "Wir sehen diese Einigung zwiespältig und desillusioniert. Zum einen konnten wir eine faire Anerkennung für unsere Beschäftigten finden. Die Lohn- und Gehaltserhöhungen sind ordentlich und bringen einen deutlichen Reallohngewinn für unsere Mitarbeiter. Zum anderen aber hat die Verhandlungsführung der Gewerkschaften die KV-Partnerschaft an den Rand des Scheiterns gebracht. So gesehen, ist das kein Ruhmesblatt."

Knill verweist auf die "rüde Tonalität in der Kommunikation, die öffentliche Kampagne zu den Forderungen anstatt von Beginn an sachlich zu verhandeln, bis hin zu nächtlichen Schmieraktionen an Wirtschaftskammer-Gebäuden in ganz Österreich". Diese Vorgangsweise sei einzigartig in den letzten Jahren: "Das dürfte wohl am politischen Umfeld liegen, der Partnerschaft auf Kollektivvertragsebene wurde damit aber kein guter Dienst geleistet."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ein verarschter Pensionist am 09.11.2017 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    Reallohnerhöhung HA HA HA !!!

    schaun wir uns einmal die Realpreisentwicklung beispielsweise bei Diesel, Butter, Kartoffeln, Fleisch oder den Mieten im letzten Jahr an.

    einklappen einklappen
  • Fred von Jupiter am 10.11.2017 01:30 Report Diesen Beitrag melden

    Heulsusen ohne Rückgrat

    Die Dienstgeber haben zuvor 4x ohne Gegenangebot einfach nach ÖVP-Manier nur blockiert und nein gesagt und eine Flexibilisierung und Ausweitung der Höchstarbeitszeit gefordert. Erst die Streikandrohung hat diese Gierschlunde zur Räson gebracht, weil ihnen klar wurde, dass sie ohne Mitarbeiter überhaupt keine Umsätze und Gewinne erzielen können. Jetzt klagen sie über den Unmut der Arbeiter und die harte Gangart der Arbeitnehmervertreter.

  • Peter Lüdin am 10.11.2017 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Andere haben mehr!

    "Der Mindestlohn liegt nun bei 1.838,58 Euro" Da erhalten Flüchtlinge iohne zu arbeiten wesentlich mehr wenn Gratiswohnung, Gratisessen,Gratis-Öffis, Steuerbefreiung, freie Gesundheitsversorgung etc. miteingerechnet wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roland Janisch am 13.11.2017 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lohnerhöhung der Manager

    Warum wird nie berichtet das sich sie Manager der Großkonzerne ohne mit irgendwem zu diskutieren, immer wieder Lohnerhöhungen Bonizahlungen selbst geben.Aber da geht nix unter 8% !!! Des is dann ja egal oder? Da.gehts aber um Monats-Gehälter die sich bei uns Facharbeitern nicht mal mit Jahresgehälter ausgehen!!!

  • Robert Dolezal am 11.11.2017 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin reich.

    Jö, 3% mehr. Da kann ich mir endlich eine Semmel mehr leisten. Danke Gewerkschaft für diese großzügige Gehaltserhöhung.

  • Peter Lüdin am 10.11.2017 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Andere haben mehr!

    "Der Mindestlohn liegt nun bei 1.838,58 Euro" Da erhalten Flüchtlinge iohne zu arbeiten wesentlich mehr wenn Gratiswohnung, Gratisessen,Gratis-Öffis, Steuerbefreiung, freie Gesundheitsversorgung etc. miteingerechnet wird.

  • Schukraid am 10.11.2017 14:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja

    haha und ich bekomme 1.2% jedes jahr vielleicht 10-15 netto danke schön

  • Fred von Jupiter am 10.11.2017 01:30 Report Diesen Beitrag melden

    Heulsusen ohne Rückgrat

    Die Dienstgeber haben zuvor 4x ohne Gegenangebot einfach nach ÖVP-Manier nur blockiert und nein gesagt und eine Flexibilisierung und Ausweitung der Höchstarbeitszeit gefordert. Erst die Streikandrohung hat diese Gierschlunde zur Räson gebracht, weil ihnen klar wurde, dass sie ohne Mitarbeiter überhaupt keine Umsätze und Gewinne erzielen können. Jetzt klagen sie über den Unmut der Arbeiter und die harte Gangart der Arbeitnehmervertreter.