Beim Chef ab- und anmelden!

07. März 2018 09:10; Akt: 07.03.2018 12:12 Print

Riesen-Wirbel: Künftig Rauchpausen einarbeiten?

Eine Ankündigung der Geschäftsführung der Salzburger Landeskliniken sorgt für Wirbel. Demnach sollen Raucher ihre Qualmpausen künftig wieder einarbeiten.

Raucher sollen ihre Zigarettenpausen bald einarbeiten. (Bild: Archiv)

Raucher sollen ihre Zigarettenpausen bald einarbeiten. (Bild: Archiv)

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Während der Betriebsrat befürchtet, dass Raucher und Nichtraucher mit der neuen Regelung gegeneinander ausgespielt werden, befindet die Geschäftsführung den Plan für gut und will ihn in spätestens in zwei Jahren an allen Salzburger Landeskliniken (SALK) geltend machen. Konkret sollen sich rauchende Angestellte bald jedes Mal, wenn sie eine Pause machen, am Arbeitsplatz ab- und wieder anmelden. Die Zeit, die für eine Zigarette draufgeht, soll so aufgezeichnet und wieder eingearbeitet werden.

Umfrage
Rauchpausen einarbeiten: Was denken Sie darüber?
53 %
2 %
45 %
Insgesamt 871 Teilnehmer

Von dem Vorhaben, das rechtlich gesehen vollkommen in Ordnung ist, sind rund 6.300 Mitarbeiter betroffen. SALK-Chef Paul Sungler begründet den Vorschlag gegenüber "orf.at": "Diejenigen, die nicht rauchen, die sitzen und arbeiten oder verrichten ihre Tätigkeiten. Wie kommen die dazu, dass die anderen rauchen gehen und sie müssen arbeiten?"

Anders sieht das Betriebsrat Markus Pitterka, der befürchtet, dass die Regelung nach hinten losgehen könnte. "Nichtraucher nehmen sich ihre Zeit der Entspannung heraus mit Dingen, die sie entspannt – und das ist ihnen nicht aufzurechnen. Genauso ist es Rauchern nicht aufzurechnen, wenn sie zur Entspannung eine Zigarette rauchen", so der Vertreter der Angestellten.

Um die Regelung an den Landeskliniken einführen zu können, bedarf es allerdings der Zustimmung des Betriebsrates. Sungler gibt sich zuversichtlich, dass sein Plan daran nicht scheitern wird. Aber was denken die Betroffenen? Die beurteilen das Vorhaben unterschiedlich. Die einen fänden eine Arbeitszeitunterbrechung vollkommen in Ordnung, während andere denken, dass jedem Mitarbeiter – vollkommen egal ob Raucher oder nicht – kurze Pausen zustehen.

Was denken Sie? Stimmen Sie in der Umfrage ab!

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Huber am 07.03.2018 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    bin zwar Nichtraucher aber das geht doch zu weit dann müßten auch die Kaffeetrinker Teetrinker und Klogeher abstempeln

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  • krtecek am 07.03.2018 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Hetze gegen die Raucher jetzt in Phase 2

    Was ist mit das rituelle fünfmalige Gebet der Muslime in die Garderobe beten gehen ?????

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  • Clemens Leb am 07.03.2018 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichtraucherpausen?

    Die sogenannten Pausen der Nichtraucher sind ja nicht spezielle Nichtraucherpausen, können also von Rauchern auch gemacht werden, also hinkt der Vergleich gewaltig!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • manu am 12.03.2018 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    mir ist das egal

    ich bin selbständig und habe keine angestellten somit ist mir das egal ob das eingearbeitet werden muß oder nicht

  • Zukunft am 10.03.2018 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    Abmeldung

    Vor ca. 10 Jahren musste ich mich in einem staatsnahen Betrieb jedesmal abmelden, wenn ich aufs WC musste. Lange bin ich dort nicht geblieben. Es war eine Chefin...

  • ausreichend am 08.03.2018 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    gesetzl. vorgeschriebene Pausen

    Ich habe die letzten 10 Jahre in einem Betrieb gearbeitet wo man nur in den gesetzlich vorgeschriebenen Pausen rauchen konnte. Das war ausreichend und fair. Wirklich schlimm habe ich aber mit zunehmenden Alter die 12 Std. Tage empfunden! Das ist enorm kraftraubend. Vor allem auch deshalb, weil ich ständig noch Überstd. machen musste! Mir wäre deshalb viel wichtiger, dass jene Betriebe mehr Leute anstellen müssten um die Überstd. zu vermeiden, aber da hat unsere Regierung gerade Freifahrt für den Arbeitgeber gegeben!

    • Ich am 13.03.2018 22:00 Report Diesen Beitrag melden

      Ich

      musst ja nicht bist gestzlich nicht verpflichtet mehr überstunden zu machen oder nein sagen verlernt wie alle anderen schafe

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  • Rene am 08.03.2018 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung

    Eine gerechte lösung wäre entweder: die nichtraucher bezahlt früher heimschicken, bezahlten urlaub oder überdtunden bzw zeitausgleich geben. Bei 5 min/h =40min/tag=180min pro Woche (48h/woche)= im jahr gerechnet 141,66 stunden die ein nichtraucher mehr arbeitet als ein raucher(bei 1700h/jahr Arbeitszeit) macht 6 freie arbwitstage für nichtraucher. Wohl gemerkt ES GEHT HIER LEDIGDLICH UM 5 MIN PRO STUNDE. Das dies meist länger dauert wissen wir alle.

    • Christian am 08.03.2018 09:46 Report Diesen Beitrag melden

      Rene @Lösung ?!

      Und wie sieht diese Rechnung bei den Kaffeetrinkern, Klogehern und ewig im Haus herumirrenden aus ? Nicht ganz fair diese rechnung ,oder !

    • Objektiv betrachtet am 08.03.2018 14:14 Report Diesen Beitrag melden

      Hinkt auch

      @Christian Sie wissen , so wie ich, ganz genau, dass das Rauchen zu ihren Beispielen noch hinzukommt. Oder wird von Rauchern kein Kaffee getrunken? Und auf das WC geht Er natürlich nur zu Hause u. niemals in seiner Firma... Stimmt jetzt Ihre Rechnung?

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  • Rene am 08.03.2018 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    In japan bereits durchgesetzt

    In japan gibt es zb ein unternehmen indem die nichtraucher 6 tage mehr urlaub bekommen im jahr was meiner meinung nach sogar noch zu wenig aber gerechtfertigt ist. Angenommen ein rauchet geht jede stunde 5 minuten rauchen sind dad bei 8 h arbeit 40 minuten die ein nichtraucher mehr arbeitet. Fragte mal einen chef ob ich dann zb früher gehn kann die 40 min.. Das wurde abgelehnt. Und wenn ich die 5 min wie der raucher eine trink pause mache wurde ich immer als arbeitsfaul bezeichnet. Wo ist da fie gerechtigkeit.