Tablets in der Schule

17. Juli 2017 15:24; Akt: 17.07.2017 15:40 Print

OECD schimpft: Österreich lahmt bei Digitalisierung

Vieles im neuen Österreich-Länderbericht der OECD ist positiv. Nur bei der Digitalisierung haben wir Nachholbedarf.

Symbolbild (Bild: Istock)

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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am Montag ihren aktuellen Österreich-Länderbericht vorgestellt.

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Laptops und Tablets im "digitalen Klassenzimmer": Eine gute Idee?
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Daraus geht hervor: Die österreichische Wirtschaft wächst seit vergangenem Jahr wieder kräftig. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) sagt für das Jahr 2017 ein Plus des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,4 Prozent voraus.

Die OECD emfpiehlt der Regierung angesichts der positiven Wirtschaftslage Reformen im Bildungs-, Gesundheits- und Pensionssystem sowie der öffentlichen Verwaltung voranzutreiben. Dadurch könne das potenzielle Wachstum gesteigert werden.

Digitalisierung nicht so gut
Als Nachzügler wird Österreich hingegen beim Thema Digitalisierung betitelt. Das Land würde sich langsamer an die globale digitale Revolution anpassen als andere Länder, heißt es in dem Bericht.

Und: Die Kluft zwischen den Vorreitern in Skandinavien und Österreich würde sich eher noch vergrößern, fürchtet die stellvertretende OECD-Generalsekretärin Mari Kiviniemi.

Um diese Lücke zu schließen empfiehlt die OECD unter anderem die bereits definierte "Digital Roadmap" der Regierung stärker zu forcieren und auch kleine Unternehmen zu fördern.

Effektiverer Datenschutz, Cybersicherheit, Verbraucherschutz und ein aktualisiertes Arbeitsrecht sind ebenfalls notwendig.

Im Rahmen der Präsentation am Montag räumte Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) ein, dass es vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Nachholbedarf gäbe.

Tablets in der Klasse
Leichtfried betont, dass vor allem in den Schulklassen eine "radikale Wende" stattfinden muss. Laptops und Tablets in jeder Klasse sind etwas, das auch Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) gefordert hat. Programmieren sei die nächste Kulturtechnik neben Lesen, Schreiben und Rechnen.

(csc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nani Meierl am 18.07.2017 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich lahmt nicht nur. . .

    Wir haben 1,2 Millionen Analphabeten, trotz Ausgaben von 8,65 Mrd. im Jahr 2017 und 114 versch. Schulformen die in 2355 "Subformen" auswuchsen, es ist wie alles in dieser kleinen neurotischen Republik "historisch gewachsen", und natürlich für jede Form braucht man einen eigenen Lehrplan, samt Bewilligung, denn 6178 Bildungseinrichtungen wollen auch etwas sagen. Selbst für "nicht schulische Bildungseinrichtungen" braucht man eine Bewilligung und einen Lehrplan. Wie so oft Österreich(er) steht sich selbst im Weg! Wichtig sind die Gehälter der 120.000 Lehrer und die Verwaltung und Funktionäre!!

  • WolfgangHeute am 18.07.2017 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles digital ist keine Lösung.

    Schnell alles digitalisieren, dann kommt der Supervirus!

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  • WolfgangHeute am 18.07.2017 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles digital ist keine Lösung.

    Schnell alles digitalisieren, dann kommt der Supervirus!

  • Nani Meierl am 18.07.2017 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich lahmt nicht nur. . .

    Wir haben 1,2 Millionen Analphabeten, trotz Ausgaben von 8,65 Mrd. im Jahr 2017 und 114 versch. Schulformen die in 2355 "Subformen" auswuchsen, es ist wie alles in dieser kleinen neurotischen Republik "historisch gewachsen", und natürlich für jede Form braucht man einen eigenen Lehrplan, samt Bewilligung, denn 6178 Bildungseinrichtungen wollen auch etwas sagen. Selbst für "nicht schulische Bildungseinrichtungen" braucht man eine Bewilligung und einen Lehrplan. Wie so oft Österreich(er) steht sich selbst im Weg! Wichtig sind die Gehälter der 120.000 Lehrer und die Verwaltung und Funktionäre!!