Fred Goodwin

31. Januar 2012 19:02; Akt: 01.02.2012 09:49 Print

Queen nimmt Pleite-Banker "Sir"-Anrede weg

Weil Fred Goodwin die Royal Bank of Scotland in den Ruin führte und das Geldinstitut in der Folge durch eine 45 Milliarden Pfund schwere Finanzspritze gerettet werden musste, verliert der frühere Vorstandschef nun seine Ritterehre. Auf Weisung der Regierung habe die Queen dem 53-Jährigen die "Sir"-Anrede aberkannt.

 (Bild: Danny Lawson (PA))

(Bild: Danny Lawson (PA))

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Weil Fred Goodwin die Royal Bank of Scotland in den Ruin führte und das Geldinstitut in der Folge durch eine 45 Milliarden Pfund schwere Finanzspritze gerettet werden musste, verliert der frühere Vorstandschef nun seine Ritterehre. Auf Weisung der Regierung hat die Queen dem 53-Jährigen die "Sir"-Anrede aberkannt.

Goodwin (53) war an der Spitze der Großbank gestanden, als diese sich mit der Übernahme der niederländischen ABN Amro 2007 verhoben hatte und vor der Pleite stand. Die Bank gehört inzwischen zu mehr als 80 Prozent dem britischen Steuerzahler. Der Staat musste eingreifen, um den Banken-Koloss vor dem Kollaps zu retten.

Ritterschlag zurückgenommen

Der Ritterschlag, der die Aufnahme in den Adelsstand bedeutet und in der Regel die Anrede als "Sir" beinhaltet, wird in Großbritannien von Queen Elizabeth II. oder in ihren Namen etwa von Thronfolger Prinz Charles erteilt. Er wird nur in seltenen Ausnahmefällen zurückgenommen, etwa bei Schwerverbrechern. Zuletzt war die Ritterehre 2008 dem Machthaber in Simbabwe, Robert Mugabe, aberkannt worden.

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