Eurostat meldet

04. März 2018 14:27; Akt: 04.03.2018 14:27 Print

Das ist die ärmste Region Österreichs

Salzburg ist reicher als Wien, beide Regionen liegen im EU-Spitzenfeld. Nur das Burgenland ist ärmer als der EU-Schnitt.

Das Burgenland ist die ärmste Region des Landes, Salzburg das reichste Bundesland. Das zeigt eine aktuelle Studie der Eurostat. (Video: Glomex)

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Die Mozartstadt lag im Jahr 2016 auf Rang 17 der 276 Regionen in der EU. Gleich dahinter landete die Bundeshauptstadt auf Platz 18, wie aus Daten des EU-Statistikamts Eurostat vom Mittwoch hervorgeht. In Salzburg betrug die Wirtschaftsleistung pro Kopf 154 Prozent des europäischen Durchschnitts, in Wien 153 Prozent. Ein Jahr zuvor war Wien noch an 16. Stelle und Salzburg auf Rang 18 gelegen.

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Auf den Plätzen in Österreich folgten die westlichen Bundesländer Vorarlberg (141 Prozent), Tirol (138 Prozent) und Oberösterreich mit 129 Prozent des EU-Durchschnitts. Steiermark (113 Prozent), Kärnten (108 Prozent) und Niederösterreich (104 Prozent) bilden das heimische Mittelfeld. Als einziges Bundesland liegt Burgenland mit 88 Prozent unter dem EU-Durchschnitt.

London bleibt am reichsten

Reichste Region in der EU blieb wie im Vorjahr der Bezirk "Inner London-West" mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von unglaublichen 611 Prozent des EU-Durchschnitts – dank dem Bankenviertel City of London. Ärmste Region ist das Gebiet Severozapaden nördlich der bulgarischen Hauptstadt Sofia mit einem BIP von nur 29 Prozent des EU-Schnitts.

Die zweitreichste Region in der EU ist das Großherzogtum Luxemburg mit 257 Prozent des EU-Durchschnitts, gefolgt von der Region "Southern & Eastern" um die irische Stadt Waterford mit 217 Prozent. Dann kommen die belgische Hauptstadtregion Brüssel sowie die deutsche Hafenstadt Hamburg, die jeweils 200 Prozent über dem EU-Schnitt liegen.

Prag und Bratislava vor österreichischen Städten

Weit vor Wien rangieren mittlerweile Bratislava (184 Prozent) und Prag (182 Prozent) auf den Rängen sechs und sieben im EU-Vergleich der Regionen. Auch Stuttgart, Darmstadt und Bremen liegen vor österreichischen Städten.

Unter den zehn ärmsten Gegenden Europas befinden sich dagegen fünf bulgarische, zwei rumänische und zwei ungarische Regionen sowie das französische Überseegebiet Mayotte.

In Zahlen:

In Zahlen lag das gesamte Bruttoinlandsprodukt der EU bei 14.907.852 Millionen Euro. 353.297 Mio. Euro davon wurden in Österreich erwirtschaftet, was ein BIP pro Kopf von 40.400 Euro ergibt. Im Schnitt schaffte die EU ein BIP pro Kopf von 29.200 Euro, zeigt die EU-Statistik.

Das BIP – und damit auch das BIP pro Kopf – ist ein Maß für die gesamte wirtschaftliche Aktivität in einer Region. Es kann deshalb für den Vergleich des wirtschaftlichen Entwicklungsstandes von Regionen verwendet werden. Das BIP ist keine Messgröße für das Einkommen, das den privaten Haushalten einer Region letztlich zur Verfügung steht.


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(GP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erich Vom Küniglberg am 28.02.2018 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wundert mich nicht

    Wien zahlt ja die höchste Mindestsicherung an Flüchtlinge.

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  • Egon am 28.02.2018 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wien: Kein Wunder

    Bei der Anzahl an Atomphysikern, Primarärzten, Raketentechnikern, Astronomen, usw.

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  • Bubi am 01.03.2018 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Finanzen

    Bei der Finanzpolitik und der Geldverschwendung der Griechin kein Wunder!!!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hans am 05.03.2018 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Burgenland ist halt Grenzland

    Man braucht nur auf die Landkarte zu schauen, dann weiß man, warum das Burgenland so wenig BIP pro Kopf erzielt. Die Einkommen sind zu niedrig. Es gibt keine sehr großen Städte. Und gleich nebenan in Ungarn liegen Szombathely, Körmend und Sopron. In Slowenien Murska Sobota und Maribor. Standortinvestitionen fließen da hin. Pendler kommen von Ungarn/Slowenien zu uns. Zu Hause kriegt ein HU Facharbeiter um 200.000 Ft (etwa 600 EUR). Selbst mit Mindestlohn ist er/sie im Bgld. besser dran Das Burgenland ist zwar sehr schön, aber der Tourismus geht hauptsächlich in die Alpen und nach Wien.

  • A. Bebel am 05.03.2018 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Unfug

    Es zählt in Wirklichkeit das, was du dir dort um das Erwirtschaftete kaufen kannst. Man verdient in Bulgarien zwar die Hälfte kann sich aber dafür beim Würstelstand doppelt so viel leisten. Und für die Kosten einer Gemeindewohnung in Wien bekommst du dort ein Eifamilienhaus mit Eigengrund.

    • realisthoch3 am 05.03.2018 21:27 Report Diesen Beitrag melden

      @A.Bebel

      Aber nur,weil die Wiener glauben,ihre heruntergekommenen Miniwohnungen,oft in miesen Bezirken,seien mehr Wert als die im BGLD.Dabei ists da nicht nur schöner,sondern Leute NORMALE U FLEISSIGE ARBEITER!A Wiener glaubt,mit 40qm u an Minischrebergarterl ist was Besonderes.Die BGLDer arbeiten u haben nebenbei noch Landwirtschaft.Die Jungen besuchen höhere Schulen(nicht alle,eh klar!) u müssen trotzdem daheim mitarbeiten,von klein auf!Schätzen dann Geld u bisserl Freizeit mehr.Bedankt euch bei eurem Wein liebenden Altbürgermeister u der zahnluckerten Grünen mit ihren abgeschleckten,fetten Haaren.

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  • Weiß ich nicht! am 05.03.2018 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Hr

    Meine Frage wäre zum unseren Politikern Burgenland gehört nicht zum Österreich oder die Burgenländer atmen andere Luft?!!!!!

    • realisthoch3 am 05.03.2018 21:29 Report Diesen Beitrag melden

      @Weiß ich nicht

      Na zumindest abgasfreiere Luft!Und zu Österreich gehört es seit 1921.Lernt man aber 3./4.HS in Geschichte!

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  • Franz Absberg am 05.03.2018 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Sozialromantische Solidarität

    Dafür ist Wien eine weltoffene Stadt, offen für den Zuzug in unsere Sozialsysteme für Bedürftige aus aller Welt!

  • Michael am 04.03.2018 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Burgenlan, Salzburg

    Ausgerechnet Burgenland. Dort wollte ich immer hinziehen. Da strengt sich wohl niemand mehr an oder was ist da los? Alles muss man selber machen. In Salzburg habe ich auch gearbeitet. 1150 Brutto hatte ich als Tierpfleger. Vollzeit.

    • realisthoch3 am 04.03.2018 15:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Michael

      Die Leute strengen sich sehr wohl an!Nur fahren sie zum Arbeiten nach NÖ od Wien.War jahrzehntelang verkehrstechnisch benachteiligt,sodass es zu den Begriffen RUCKSACKLWEANA od WOCHENEND-BGLDer kam.Und seit 2015 ist z.B. Eisenstadt auch nicht mehr lebenswert.Auch gibts seither mehr Kriminalität

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