Heikle Daten

28. November 2016 14:00; Akt: 09.12.2016 03:42 Print

Smart Meter: AK fordert mehr Rechte für Stromkunden

Verbesserungsbedarf sieht die Arbeiterkammer (AK) bei den Bedingungen, unter denen intelligente Stromzähler - Smart Meter - in Österreich eingeführt werden. Es gehe darum, Rahmenbedingungen zu setzen, die die Konsumenten auch schützen, heißt es von der AK.

 (Bild: e-steiermark)

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Verbesserungsbedarf sieht die Arbeiterkammer (AK) bei den Bedingungen, unter denen intelligente Stromzähler – – in Österreich eingeführt werden. Es gehe darum, Rahmenbedingungen zu setzen, die die Konsumenten auch schützen,  heißt es von der AK.

Sowohl in Österreich als auch in den meisten EU-Ländern werden in den nächsten Jahren alte, analoge Stromzähler durch Smart Meter ausgetauscht. Da die alten Ferrari-Zähler über kurz oder lang nicht mehr erhältlich sein werden, wird auch bei Ablehnung eines Smart Meters (Opt-out) ein neuer digitaler Stromzähler eingebaut.

Bei diesen digitalen Zählern müssen aber die aus datenschutzrechtlicher Sicht „problematischen“ Funktionen nachweislich deaktiviert sein. Das heißt, der Zähler darf keine Daten speichern und keine Daten täglich übertragen. Nur einmal im Jahr, wenn die Rechnung fällig ist beziehungsweise bei Preisänderungen, kann ein Zählerstand über eine Datenleitung übertragen werden. Das ist auch für die Kunden ein klarer Vorteil, weil damit exakt abgerechnet wird und die Anwesenheit beim Ablesetermin wegfällt, so die Konsumentenschützer.

Die AK fordert, dass auch der „Opt-out digitale Zähler“ auf die Smart-Meter-Quote der Netzbetreiber (95 Prozent) angerechnet wird. Gleichzeitig soll sowohl ein nachträgliches Opt-Out (Funktionen deaktivieren) als auch ein nachträgliches Opt-In (Funktionen aktivieren) für die Kunden möglich sein. Das ist vor allem bei einem Wohnungswechsel wichtig.

Daher fordert die AK von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, dass es entsprechende Anpassungen bei der Smart-Meter-Einführungsverordnung gibt. Zudem sei die EU-Vorgabe (80 Prozent Flächendeckung bis 2020) weniger streng als das österreichische Ziel, dass bis Ende 2019 mindestens 95 Prozent der Strom-Haushalte mit intelligenten Messgeräten auszustatten sind. Auch für Österreich sollte das EU-Ziel genügen, so die Ansicht der AK.