Verfahren eingestellt

09. Februar 2018 18:12; Akt: 09.02.2018 18:53 Print

Vergleich: Eurofighter muss 81 Mio. Euro zahlen

Seit 2012 ermittelte die Staatsanwaltschaft München I gegen den Airbus-Konzern. Das Schmiergeldverfahren wurde nun eingestellt.

Symbolbild (Bild: Reuters)

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Die Sache endete mit einem Vergleich: Nach sechs Jahren Ermittlungen stellt die Staattsanwaltschaft München I ihr Korruptionsverfahren gegen den Luftfahrtkonzern Airbus ein.

Dabei ging es um den Eurofighter-Verkauf an Österreich und mögliche Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe.

Die Ermittler konnten jedoch keine Nachweise für etwaige Bestechungszahlungen finden, teilte die Behörde am Freitag mit. Dennoch erhält der Konzern eine Strafe. 81,25 Millionen Euro sind wegen einer fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung fällig.

Österreich ermittelt weiter

In Österreich gehen die Ermittlungen aber weiter. Unabhängig von den deutschen Kollegen ermittelt die Wiener Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf Betrug, Bestechung, Geldwäscherei und Untreue.

Worum ging es?

Beim Verkauf von 18 Eurofighter-Flugzeugen an den österreichischen Staat hegte die deutsche Staatsanwaltschaft den Verdacht, dass ausländische Amtsträger bestochen worden sein könnten - durch die Vermittlung von Kompensationsgeschäften.

Untersucht wurden vor allem Geldströme nach Großbritannien. Das Unternehmen soll - so der Anfangsverdacht - Geld in schwarzen Kassen gebunkert und von dort Schmiergeld gezahlt haben. Die Empfänger dieser Zahlungen konnten aber nicht ausfindig gemacht werden.

Zwar seien laut den Ermittlern dreistellige Millionenbeträge ohne belegbare Gegenleistung und für unklare Zwecke geflossen, jedoch sei dem Unternehmen hierfür nur eine Aufsichtspflichtverletzung zur Last zu legen.

Das Bußgeld dient dazu, die Vorteile, die Airbus daraus gezogen hat, abzuschöpfen.

(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nil am 09.02.2018 18:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lachhaft

    diese Summe ist lachhaft. und wieder hat es Öst erreich geschaft als Vollhollernation dazustehen. Wer hat da in geheimen noch mitgenascht?

    einklappen einklappen
  • Anyta am 12.02.2018 05:40 Report Diesen Beitrag melden

    Abwehr

    Also hier stinkt es richtig. Aber das Volk hat und wird wieder zahlen! Geld Schüsselweise.

  • Shabeskeer am 10.02.2018 07:09 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    War ja ein tolles Geschäft, da könnt ihr die Boeing und Lauda air überwachen, aber Hauptsache es gab genügend Provisionen und Krawatten Fuer dieses Geschäft

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mustafa Cetin am 13.02.2018 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Betrifft Deutschland

    Nil, Artikel genau Lesen schadet nicht. Dieser Artikel und das Verfahren hat nichts mit Österreich zu tun. Das Verfahren und der Vergleich betraf Deutschland und das dortige Gerichtsverfahren in München. Die Eurofighter Affäre in Österreich befindet sich noch in Untersuchungsstadium.

  • M & M Gardinen am 12.02.2018 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Körberlgeld für Airbus

    Das Bußgeld ist für Airbus ein Körberlgeld, wenn man bedenkt, dass der österreichische Staat eher in Milliardenhöhe geschädigt wurde. Die Täter gehören hinter schwedische Gardinen - ebenso die Ermittler, wenn sie diesen Korruptionssumpf decken.

    • Mustafa Cetin am 13.02.2018 11:16 Report Diesen Beitrag melden

      Betraf Deutschland

      Betraf in diesem Gerichtsfall nicht den österreichischen Staat sondern den Deutschen Staat der es geschafft hatte OHNE Ausschuss den FALL vor Gericht zu bringen.

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  • Anyta am 12.02.2018 05:40 Report Diesen Beitrag melden

    Abwehr

    Also hier stinkt es richtig. Aber das Volk hat und wird wieder zahlen! Geld Schüsselweise.

  • Versaute Politik am 11.02.2018 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Darf nix rauskommen,

    denn es regieren die vermuteten Beschuldigten. Meine Vermutung: die Untersuchungen werden eingestellt

  • Shabeskeer am 10.02.2018 07:09 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    War ja ein tolles Geschäft, da könnt ihr die Boeing und Lauda air überwachen, aber Hauptsache es gab genügend Provisionen und Krawatten Fuer dieses Geschäft