Cybercrime an vorderster Front

24. November 2017 08:55; Akt: 27.11.2017 09:32 Print

Effektiver Schutz vor Einbrüchen

Ein Anstieg der Kriminalität bedingt die Ausweitung des Alarmanlagen-Markts: Die Varianten- und Modelvielfalt wird dabei immer größer.

Die gute Nachricht lautet: Die Zahl der Einbrüche in Österreich ist rückläufig. Gefährlich ist jedoch die Tatsache, dass nun die Hochzeit der Einbruchssaison beginnt.  (Bild: pixabay.com/LeoFra)

Die gute Nachricht lautet: Die Zahl der Einbrüche in Österreich ist rückläufig. Gefährlich ist jedoch die Tatsache, dass nun die Hochzeit der Einbruchssaison beginnt. (Bild: pixabay.com/LeoFra)

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Ein Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik 2016 zeigt: 537.792 Fälle von Kriminalität wurden 2016 angezeigt. Und das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der größte Anstieg ist im Bereich Cybercrime zu verorten. Hier wurden 13.103 Fälle angezeigt. 30,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Fälle von Wirtschaftskriminalität (53.905 Fälle, +10,9 Prozent) und Gewaltkriminalität (43.098 Fälle, +6,9 Prozent) schnellten in die Höhe.


Die Fälle von Cyberkriminalität steigen hingegen und nehmen besorgniserregende Ausmaße an. (pixabay.com/TheDigitalWay)

In den Fällen, in denen Sicherheitstechnik und Digitalisierung mit großen Schritten voranschreiten, zeigt sich hingegen eine rückläufige Entwicklung. Kfz-Diebstähle wurden nur 2.994 Fälle angezeigt (10 Prozent weniger als im Vorjahr) und auch Einbrüche sind zurückgegangen (12.975 Fälle, -16,4 Prozent).

Aber Achtung: Zwischen November und Februar ist die Hochzeit der Einbrüche. Eine qualifizierte Sicherung hilft, Einbrüche zu verhindern.


Die Statistik zeigt deutlich: Die Zahl der Kfz-Diebstähle ist rückläufig. (Foto: pixabay.com/TheDigitalWay)

Variantenvielfalt bei Alarmanlagen

Was das Hab und Gut und die eigenen vier Wände am effektivsten schützt, das ist jedem klar: eine Alarmanlage. Was jedoch nicht zuletzt auch die Vielzahl an Einbrüchen bedingt hat, ist ein großer Markt an Alarmanlagen.

Die Varianten- und Modellvielfalt ist unübersichtlich geworden. Das Hauptziel einer Alarmanlage ist wörtlich zu verstehen: Sie soll Alarm schlagen, wenn ein Einbruchsversuch unternommen wird. Das ohrenbetörende Geräusch möge dann möglichst den Einbrecher vertreiben.

Die lautstarke Alarmmeldung ist allerdings nur eine mögliche Variante. Auch die stille Alarmierung ist möglich. In diesem Fall schlägt der Alarm direkt beim Sicherheitsdienst oder bei der Polizei auf.

Die Polizei kategorisiert in ihren Beratungen drei Hauptgruppen von Alarmanlagen:

1.)Bei der sogenannten Außenhautüberwachung stehen Fenster und Türen am stärksten im Fokus. Die Alarmanlage schlägt dann an, wenn ein Eindringen in die Außenhauthülle erfolgt.

2.)Die Fallenüberwachung schlägt an, wenn ein Einbrecher ins Haus eindringt. Als Mittel der Überwachung dienen vor allem Bewegungsmelder, die dort angebracht sind, wo ein Einbruch realistisch erscheint.

3.)Die passivste Variante der Überwachung ist die reine Schwerpunktüberwachung. Sie überwacht zwar Brennpunktbereiche wie etwa Türen und Fenster. Um einem Einbruch vorzubeugen, muss jedoch eine Person aktiv die Überwachungsvideos sichten.

Die Empfehlung der Profis: Alarmanlagen nach R2-Richtlinie

Seitens dieser Alarmanlagen-Profis gibt es aktuell eine deutliche Empfehlung für ein Hybrid-Modell. Warum sie dafür plädieren, machen sie an diesen Kriterien fest:

-Der Außenhautschutz bietet einen effektiven Einbruchschutz, ohne die Bewohner des Hauses im Inneren einzuschränken. Eine Raumüberwachung hingegen würde mit diesem Nachteil einhergehen. Die Gruppierung in Teilbereiche ermöglicht den Anwendern eine partielle Scharfschaltung der Anlage.

-Eine einfache Bedienung kommt den Nutzern zugute. Zum Anlagenset gehört ein Zutrittsmedium. Auf den Zahlencode, der vielleicht noch aus dem einen oder anderen Krimi bekannt ist, wird hier verzichtet. Die Smart-Home-Technologie ermöglicht es den Bewohnern, die Anlage via Smartphone zu bedienen und über das Kameramodul sogar regelmäßig einen Blick ins Eigenheim zu werfen. Es gibt diese Option in zweierlei Varianten: Bilder gibt’s entweder auf Knopfdruck oder dann, wenn ein Alarm ausgelöst wurde.

-Sinnvoll sind Ergänzungen wie etwa die Nutzung als Wasser-, Gas- und Feuermelder. Diese Funktionen sind technisch administrierbar, was den Hausbewohnern und dem Eigentumswert einen zusätzlichen Schutz bietet. Auch ist es die Entscheidung der Eigentümer, wer bei einem Alarm direkt informiert werden soll – der Eigentümer oder das Sicherheitspersonal.

Alle Details rund um die ÖVE R2, der Richtlinie für Einbruch- und Überfallanlagen, sind hier dokumentiert. Erläutert wird darin auch das Für und Wider von Hybridanlagen. D

Der Vorteil besteht demnach in der Kombination von Funkgeräten und verdrahteten Komponenten, die für eine hohe Verlässlichkeit des Systems sorgen. Demgegenüber stehen die höheren Installationskosten und auch -arbeiten.

Kaufratgeber Alarmanlagen

Die ausführlich erläuterte Anlage als Hybridmodell ist nur eine Option für einen effektiven Einbruchschutz. Grundsätzlich entscheiden die räumlichen Gegebenheiten bzw. der Eigentümer mit Blick auf das Umfeld, welche Anlage sinnvoll ist.


Die Smart-Home-Technik kombiniert viele Anliegen der Eigentümer. Sie schafft Komfort und sie bringt Sicherheit. (Foto: pixabay.com/geralt )

Entscheidende Fragen sind dabei diese:

-Soll die Alarmanlage außen oder innen angebracht werden? Das wirkt sich auf die Modellwahl und vor allem deren Material aus, denn im Außenbereich muss die Anlage anderen Witterungsbedingungen standhalten (IP20-Schutzart im Innenbereich, IP54-Schutzart im Außenbereich).

-Um welches Wohnobjekt handelt es sich? Ist das Haus freistehend und weit ab von den Nachbarn – dann empfiehlt sich ein Signal an einen Handelnden. Befindet sich die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, erregt ein akustisches Signal meist schon Aufsehen genug.

-Welche Alarmierung ist gewünscht? Soll der Eigentümer direkt alarmiert werden oder ist gewünscht, direkt die Polizei oder den Sicherheitsdienst zu alarmieren? Ungefährlich ist es im Übrigen nicht, in Eigenregie zu starten und zu versuchen, den Täter in flagranti zu erwischen.

-Welche Technik ist für die Gegebenheiten nötig? Unter diesen Punkt fällt die grundsätzliche Entscheidung, ob es eine kabellose Variante werden soll oder eine verkabelte. Auch Reichweite und Frequenz sind ein Entscheidungskriterium. Achtung: Zwar ist 433 MHz eine gängige Frequenz – doch sie wird häufig bereits vom Babyphone belegt und das schlägt sich nicht selten in Störungen nieder.

(ib)

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