Polizei ermittelte

15. März 2019 10:56; Akt: 15.03.2019 11:02 Print

Rätsel um Gasexplosion in Wien-Meidling gelöst

Nur durch großes Glück wurde eine Katastrophe verhindert – der Verantwortliche wurde angezeigt.

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Eine Gasexplosion riss am frühen Sonntagmorgen Nachbarn in einem Meidlinger Grätzel aus dem Schlaf – "Heute.at" berichtete. Die Fenster der betroffenen Wohnung wurden aus der Verankerung gerissen, Splitter durchlöcherten die gegenüberliegende Fassade und geparkte Autos.

Enormes Glück im Unglück hatten die Bewohner: Die fünfköpfige afghanische Familie hielt sich zum Explosionszeitpunkt im Schlafzimmer auf und wurde nicht verletzt.


(Video: Leserreporter)

Wie die Landespolizeidirektion Wien mitteilte ist nun auch die Ursache der Explosion geklärt. Der 29-jährige Familienvater hatte zwei Tage zuvor gemeinsam mit seinem 42-jährigen Vermieter einen nicht mehr benötigten Gaskonvektor demontiert. Das Absperrventil des Zuleitungsrohrs wurde dabei geöffnet. Da kein Gas austrat, kappten die beiden Männer das Rohr kurzerhand samt Absperrventil bündig auf Mauerfläche.

Gas trat unbemerkt aus

Die weiße Masse im abgeschnitten Rohr hielten die Männer für Dichtmasse und wähnten sich deshalb in Sicherheit. Allerdings handelte es sich bei der Masse lediglich um überschüssiges Dichtmittel einer früheren Reparatur. Unbemerkt tropfte das flüssige Dichtmittel aus dem abgeschnittenen Rohr und Gas trat aus. In den Nachtstunden wurde die Zündgrenze erreicht und die Gasexplosion durch einen Kühlschrankfunken oder durch die Stützflamme eines Gasgeräts ausgelöst.

"Dass der Vorfall nicht zu einer Katastrophe führte, ist lediglich dem Zufall zu verdanken", so die Polizei. Der Tatverdächtige wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung angezeigt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Free am 15.03.2019 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Gasexplosion in Meidling

    Bevor man den Gaskonvektor abmontiert geht man her und tut die Gasleitung absperren entweder in der Wohnung oder am Gang. Auch der Gasaustritt ist farblos - aber es stinkt wie verfaulte Eier. Die zwei Männer hätten sich einen Installateur nehmen sollen. Denn der Feuerwehreinsatz werden die Männer zahlen müssen und der ist nicht billig. Sie hätten sich gemäß § 6 Feuerpolizeigesetz durchlesen müssen - was in jeder Hausordnung darauf hingewiesen wird!

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  • nsu-karl am 15.03.2019 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    glernt is glernt

    Ich habs schon immer geahnt - der Wiener Facharbeiterüberschuss hat Auswirkungen!

  • sehr besorgter Bürger Wiens am 15.03.2019 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    "dringend benötigter Facharbeiter"

    weil händeringend von der Industrie gesucht, entfernt nicht nur (unerlaubt weil der Vermieter sicher nie gefragt wurde !) einen Gaskonvektor sondern schneidet gleich das Zufuhrrohr ab ohne es abzudichten, und gefährdet unzählige Menschen ! Welche Firma bewirbt sich nun um ihn samt seinem Fachwissen (als früherer Höhlenbewohner, der gerade mal das Feuer entdeckte) ? Zu holen wird bei dem nix sein, also retour mit dem samt Anhang, bevor er noch den Fußboden verheizt !

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Desert Eagle am 16.03.2019 19:06 Report Diesen Beitrag melden

    Die "Facharbeiter", Mieter und

    Vermieter, beide haben wahrscheinlich keine Ahnung, wie man mit Gasleitungen umgeht. Die Flaschengeräte von daheim stehen meist im Freien, also ist es nicht so tragisch, wenn da was undicht ist. Aber in einer modernen Großstadt herrschen eben andere Zustände.

  • PeterKarl am 16.03.2019 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da diese Wohnung jetzt unbrauchbar ist

    bekommen sie von der Gemeinde Wien als Strafe sicher eine neue Gemeindewohnung.

  • Micky Mau am 15.03.2019 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Afghanische Techniker am Werk.

    Endlich sind diese sehnlichst erwarteten Spezialisten in Österreich eingetroffen und sichern unseren Wohlstand, unsere Pensionen und entlasten das Gesundheitssystem. Die Roten haben das alles gezaubert.

  • nsu-karl am 15.03.2019 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    glernt is glernt

    Ich habs schon immer geahnt - der Wiener Facharbeiterüberschuss hat Auswirkungen!

  • Free am 15.03.2019 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Gasexplosion in Meidling

    Bevor man den Gaskonvektor abmontiert geht man her und tut die Gasleitung absperren entweder in der Wohnung oder am Gang. Auch der Gasaustritt ist farblos - aber es stinkt wie verfaulte Eier. Die zwei Männer hätten sich einen Installateur nehmen sollen. Denn der Feuerwehreinsatz werden die Männer zahlen müssen und der ist nicht billig. Sie hätten sich gemäß § 6 Feuerpolizeigesetz durchlesen müssen - was in jeder Hausordnung darauf hingewiesen wird!

    • zimbo am 15.03.2019 15:02 Report Diesen Beitrag melden

      Keiner zahlt was.

      Ausser dem Steuerzahler und den Autobesitzern.

    • Desert Eagle am 16.03.2019 19:12 Report Diesen Beitrag melden

      Diese Odorierung wirkt lange

      nach der Stilllegung der Gasrohre nach. In einem Altbau wurden Elektrokabel in alte Gasrohre von den Gas-Lustern verlegt. Mit eigenen Gewindehaken wurden Elektro-Luster an den Rohren aufgehängt. Obwohl die Rohre jahrzehntelang kein Gas mehr gesehen hatten, roch man das Odorierungsmittel immer noch.

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