100 Haushalte ohne Trinkwasser

26. Juli 2016 08:08; Akt: 12.08.2016 03:41 Print

Wasserrohrbruch legte Währinger Straße lahm

Ein Wasserrohrbruch sorgte am Dienstag in den frühen Morgenstunden für ein Verkehrschaos am Alsergrund. Auf Höhe der Sensengasse kam es gegen 4.30 Uhr zu einer Überflutung der Fahrbahn. Die Straßenbahnlinien 37, 38, 40, 41 und 42 wurden kurz geführt, auch der Individualverkehr war beeinträchtigt.

 (Bild: Leserreporter Manuel Hierner)

(Bild: Leserreporter Manuel Hierner)

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Um 4.24 Uhr strömte Wasser die Währinger Straße entlang! Knapp danach waren Mitarbeiter der Wiener Wasserwerke (MA 31) vor Ort. Ein 25 Zentimeter großes Rohr war gebrochen. Stadteinwärts war die Währinger Straße ab der Kreuzung mit der Spitalgasse/Nußdorfer Straße für die Straßenbahnen und den Personenverkehr für die Dauer der Behebung des Schadens gesperrt. Knapp nach 8 Uhr wurde die Sperre wieder aufgehoben. Die Bim-Linien können vorbeifahren, auch die Autos werden vorbeigelotst.

Bei Temperaturen um die 30 Grad bedeutet der Rohrbruch für die Anrainer: Kein Trinkwasser! Ein eigener Tankwagen mit Wasser wurde aufgestellt, um die Betroffenen zu versorgen. Rund 100 Haushalte und mehrere Uni-Institute müssen warten, bis wieder Wasser aus der Leitung kommt. "Es wir noch bis Mitternacht dauern, bis wir mit den Arbeiten fertig sind", heißt es von der MA31.

So denken die Betroffenen 

"Es ist ein Wahnsinn, dass es nicht die Möglichkeit gibt provisorische Wasserleitungen zu legen!", meinte Anrainer Bernhard L. erbost. "Ich gehe ins Kaffeehaus, weil ich immer noch kein Wasser habe, aber für die Touristen von dem Hotel gegenüber ist es der reinste Horror. Sie können nicht duschen, nicht auf die Toilette gehen und haben kein Trinkwasser." 

Straßenkehrerin Karina Y. (21) schilderte das Chaos unter den Fahrgästen in der Früh: Viele hätten umsonst auf die Straßenbahn gewartet, um in die Arbeit zu fahren. Schließlich wären alle auf einmal zu Fuß Richtung Schottentor gestürmt. Auch die Straßenkehrerin musste am Morgen vom Schottentor bis zur Spitalgasse ohne Öffis auskommen. 

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