"LegalFling"

13. Januar 2018 21:19; Akt: 13.01.2018 21:22 Print

App soll Sex vertraglich regeln

Anwender können Sex-Anfragen mit eigenen verbindlichen Kriterien senden. Der Vertrag sei rechtlich bindend, sagen die App-Entwickler.

(Symbolbild) (Bild: iStock)

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Die holländische Softwarefirma LegalThings hat eine App entwickelt, mit der man für sexuelle Kontakte rechtlich verbindliche Verträge abschließen kann. "LegalFling" bietet den Nutzern die Möglichkeit, per Tastendruck die Zustimmung für einvernehmlichen Sex zu geben.

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"Jemanden vor dem Sex um eine Unterschrift auf einem Vertrag zu bitten, ist unangenehm. Darum haben wir ‹LegalFling› entwickelt", sagt Rick Schmitz, CEO von LegalThings. Mit der App soll genau definiert werden können, welche Kriterien beim Geschlechtsverkehr zum Zug kommen dürfen. Sei es Sex ohne Kondom, BDSM-Praktiken oder das Fotografieren oder Filmen des Akts – ein Bruch des Vertrags soll laut den Entwicklern rechtliche Konsequenzen haben.

Rechtssicherheit für alle

"LegalFling" wurde als Folge der #MeToo-Bewegung konzipiert. Die Entwickler wollen laut eigenen Angaben die Möglichkeit bieten, vor dem Geschlechtsverkehr genau festzuhalten, was erlaubt ist und was nicht. Über die App lässt sich das Gegenüber benachrichtigen, dass eine Anfrage über einvernehmlichen Sex eingegangen ist. Wenn die Person die Anfrage bestätigt, geht er oder sie eine rechtlich bindende Vereinbarung ein. "Nein bedeutet aber immer noch Nein", schreiben die Entwickler. Wenn während des Sex also Nein gesagt wird, habe sich die andere Person natürlich daran zu halten.

Wenn eine Person die Vereinbarung verletzt, kann er oder sie im schlimmsten Fall vor Gericht landen – so die Idee. Wenn also ein nicht für die Öffentlichkeit gedachtes Foto oder Video seinen Weg ins Internet finden würde, hätte man ein Mittel in der Hand, um die verantwortliche Person zur Rechenschaft zu ziehen. Im Gegensatz dazu soll die App auch all jenen Rechtssicherheit geben, die sich bisher vor einem falschen Vergewaltigungsvorwurf fürchteten.

Absicherung für MGTOW-Männer

"Der beste Schutz gegen Anschuldigungen ist, konsequent nur einvernehmliche Handlungen vorzunehmen", sagte Nicolas Zogg, der Pressesprecher des Schweizer Dachverbands Schweizer Männer- und Vaterorganisationen, im Zusammenhang mit MGTOW-Männern (Männer, die ihren eigenen Weg gehen), die sich vor falschen Vergewaltigungsvorwürfen fürchten. Besonders für diese Männer könnte die App also interessant sein.

Laut den Entwicklern müssen sich User auch nicht um ihre sensiblen Daten sorgen, denn jeder Vertrag sei von Blockchains abgesichert. Das sind erweiterbare Listen von Datensätzen, die durch kryptografische Verfahren miteinander verkettet sind. Damit wird beispielsweise auch die Kryptowährung Bitcoin geschützt. Apple und Google müssen "LegalFling" allerdings noch genehmigen, damit die Anwendung in den Stores zum Download bereitstehen kann.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susanne am 13.01.2018 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Als Frau...

    ...ist bei mir der Ofen aus wenn der Mann fragt ob er mit dem Liebesspiel beginnen darf. Ebenso wäre jede Lust dahin, wenn ich anfange, und er unterbricht um mir sein Handy ins Gesicht zu drücken wo ich einwilligen soll. Wir sollten uns klar darüber werden, dass das Problem von einer sehr kleinen und neuen Gruppe von Menschen ausgeht, von der man sich, besonders als Frau einfach fernhalten sollte. Auch die Probleme in Hollywood sind hausgemacht und nicht auf ein normales Leben übertragbar. Also, Frauen wehrt euch vor dieser Feministischen Propaganda! Wir müssen endlich selbst denken!

    einklappen einklappen
  • magister am 13.01.2018 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schriftlicher Sexvertrag durch App

    Albträume werden wahr, mir würde die Lust vergehen!

  • Fritz Trözter am 13.01.2018 23:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn

    Und dann wird zur Beweissicherung noch automatisch ein Video gedreht? Was für ein Schwachsinn.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Syn Kope am 15.01.2018 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Die offensichtlich stark beschränkte und mit Sauerstoff überaus mangelversorgte Gutmenschenwelt ist so was von krank... Verdient ist verdient, das betrifft auch den selbstgemachten, eigenen Untergang.

  • Tine am 15.01.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Moslem-Geburten steigen

    Ok, also anbaggern verboten wegen sexueller Belästigung. Wenn man dann zufällig doch mal Glück hat, einen Vertrag und womöglich noch Videobeweis. Und dann reden die, wir Europäer machen zuwenig Baby's??? Die Neubürger nehmen sich, was ihnen zusteht (Kern), ohne Vertrag und ohne strafrechtliche Konsequenzen!!

  • Heribertiboy am 14.01.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Dekadenz im Höhenflug!!

    Da profitieren wieder die Unternehmen durch Fördergelder sowie andere Unternehmen durch Datenauswertung. Anstatt die Technik für wichtiges und nützliches zu verwenden, wird nur lauter Müll produziert den kein normaler Mensch braucht. Es wird Zeit für eine Korrektur...

  • Sichelritter am 14.01.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zu Ende gedacht, wie immer...

    Leider kein Akku mehr, wenns zur Sache geht. Was nun?

  • Rudi am 14.01.2018 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Demnächst auch Sexführerschein ?

    Gibt es auch eine 14 Tägige Rücktrittklausel ? Muss demnächst der örtliche Imam seine Zustimmung geben ? Gilt das nur für Leute die einen entsprechenden Kurs belegt und ein Zertifikat erhalten haben oder auch für "Schwarzfahrer" ? Merkt ihr eigentlich die Einschläge noch ???