Für 300.000 Euro

10. Februar 2019 20:25; Akt: 10.02.2019 19:25 Print

Bei dieser Luxusuhr kann man hören, wie spät es ist

Die Schweizer Firma H. Moser & Cie. hat eine neue mechanische Uhr im Look der Apple Watch lanciert. Das Modell kommt ohne Zeiger aus.

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Dass Luxus nicht immer prunkvoll oder auffällig sein muss, beweist der Schweizer Uhrenhersteller H. Moser & Cie. mit dem Modell Swiss Alp Watch Concept Black. Die Uhr sieht auf den ersten Blick aus wie eine Apple Watch mit einem edlen Armband. Im Inneren steckt jedoch keine Elektronik, sondern Uhrmacherhandwerk von höchster Präzision.

Statt einem Bildschirm befindet sich auf der Vorderseite der rund 300.000 Euro teuren Uhr ein glänzend schwarzes Zifferblatt. Eine kreisrunde Öffnung bietet dem Träger einen Einblick in das mechanische Uhrwerk. Zeiger oder Ziffern für die einzelnen Stunden sind nicht sichtbar. Wer wissen will, wie spät es ist, muss die Uhrzeit abhören.

Aufwendige Herstellung

Wie dies genau funktioniert, erklärt CEO Edouard Meylan auf Anfrage: "Das Konzept des Minuten-Repetitionsschlagwerks ist Hunderte von Jahren alt. Es wurde als System entwickelt, um die Zeit im Dunkeln ablesen zu können. Es kommt aus einer Zeit, in der man nicht mitten in der Nacht einfach eine Lampe einschalten konnte."

Heutzutage werde dieser Mechanismus von den grössten Sammlern nachgefragt und er gelte als eine der komplexesten Uhrenkomplikationen. Dass das Modell so teuer ist, hat einen guten Grund. Denn nicht nur habe man für die Fertigung teure Materialien wie Platin verwendet. Die besten Uhrmacher bräuchten einige Monate, um den Mechanismus zu bauen.

Längere Haltbarkeit

Das kleine Glockenspiel, das die Uhr erzeugt, damit der Träger die Zeit erfährt, sei "scharf, klar und resonant", schreibt der Uhrenblog Hodinkee.com. Es gebe auch keine Dämpfung, wie man sie von einem schweren Edelmetallgehäuse erwarten würde. Und die Zeit einzustellen, sei über die Krone möglich. Einige Varianten der Uhr in Platin und Gold seien übrigens bereits verkauft, teilt die Manufaktur mit.

Vor rund drei Jahren hat das Unternehmen schon einmal eine mechanische Armbanduhr mit einem von der Apple Watch inspirierten Gehäuse lanciert. Diese kostete "nur" 22.000 Euro. Was die beiden Modelle von der Apple Watch unterscheidet? Sie benötigen weder Strom noch Softwareupdates und können auch nachdem eine Apple Watch technisch veraltet ist, noch viele Jahre benutzt werden.

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(swe)

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  • Heimatland am 10.02.2019 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer kann sich daran noch erinnern?

    "Es wird mit dem Summrton 13 Uhr dreißig Minuten und 10 Sekunden - Pieps!" Das war gratis!

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