Phishing & Co.

24. April 2019 15:01; Akt: 24.04.2019 15:28 Print

Die miesen Maschen der Handy-Betrüger

Betrüger und Hacker lassen sich immer neue Tricks einfallen, um Handynutzer übers Ohr zu hauen. Dies sind einige der größten Bedrohungen.

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Die zunehmende Verbreitung von mobilen Geräten wie Handys hat nicht nur positive Folgen. Mit der Anzahl steigen auch die Betrugsversuche und Hackerangriffe. Täter können mit relativ wenig Aufwand eine Vielzahl von potenziellen Opfern erreichen. Aktuell versuchen Kriminelle über kopierte Instagram-Profile an Handynummern zu kommen und andere User abzuzocken. Diese fünf Maschen gehören zu den beliebtesten:

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Spam

Spam gilt als der Oberbegriff für unerwünschte Werbemails oder Kettenbriefe. Wie die Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani schreibt, macht der Anteil von Spam im gesamten E-Mail-Verkehr über 60 Prozent aus.

Eine spezielle Form von Spam ist die so genannte Sextortion. Der Begriff setzt sich aus Sex und Extortion (englisch für Erpressung) zusammen. Hier wird eine Person mit Bild- oder Videomaterial erpresst, das sie bei anrüchigen Handlungen zeigt. Dafür wird das Opfer ausgetrickst, um Aufnahmen zu erstellen. Es gibt aber auch die Spam-Variante, wo Kriminelle auf gut Glück leere Drohungen verschicken, in der Hoffnung, dass das Gegenüber bezahlt.

Das kann man dagegen tun

Es gibt verschiedene mögliche Maßnahmen gegen Spam. So sollte man keine kurze Mailadresse wählen, da Spammer mit speziellen Programmen gezielt danach suchen. Zudem sollte man beim Mail-Anbieter den Spam-Filter aktivieren, sofern dieser nicht schon automatisch läuft. Außerdem sollte man bei der Herausgabe seiner Mailadresse im Internet vorsichtig sein. Auch empfiehlt es sich, die Webcam abzukleben, wenn man sie nicht braucht. Das macht auch Facebook-CEO Mark Zuckerberg so.

Phishing

Eine weitere Gefahr ist das sogenannte Phishing. Das Wort setzt sich aus den englischen Wörtern Password, harvesting (ernten) und fishing zusammen. Betrüger versuchen meist über gefälschte Adressen, Opfer dazu zu bringen, vertrauliche Daten einzugeben, die sie dann abfangen. Dazu gehören etwa die Zugangsdaten für E-Mails oder das Bankkonto.

Das kann man dagegen tun

Seien Sie misstrauisch, wenn in einer Mail oder am Telefon nach dem Passwort gefragt wird. Achten Sie in verdächtigen Mails auf den Absender, und klicken Sie niemals auf Links, die auf eine von Betrügern aufgesetzte Website verlinken. Als zusätzlichen Schutz sollten Sie für Konten eine sogenannte 2-Faktor-Authentifizierung einrichten. Dabei wird beispielsweise ein SMS mit einem Code auf das Handy verschickt, ohne den man keinen Zugriff auf den Service erhält.

Social Engineering

Statt mit technischen Mitteln wird beim sogenannten Social Engineering versucht, die Hilfsbereitschaft, Gutgläubigkeit oder die Unsicherheit von Personen auszunutzen. So könnte ein Angreifer etwa versuchen, an Benutzernamen und Passwörter von Mitarbeitern eines Unternehmens zu gelangen, indem er sich am Telefon als Systemadministrator ausgibt, wie Melani schreibt.

Das kann man dagegen tun

Im Internet und auf den sozialen Medien sollte man sparsam mit persönlichen Daten umgehen und im Idealfall nur wenig über sich preisgeben. Auch bei Telefongesprächen sollte man zurückhaltend sein, außer es handelt sich erwiesenermaßen um ein Gegenüber, das vertrauenswürdig ist. Ebenfalls sollte man fremden Personen keine vertraulichen Informationen wie den Benutzernamen oder das Passwort verraten.

Schadsoftware

Sogenannte Malware oder Schadsoftware kann unter anderem in E-Mails oder auf Websites lauern. Dabei werden im Hintergrund und ohne dass es der Nutzer merkt, schädliche Programme wie beispielsweise Trojaner installiert. Dabei können etwa Daten auf dem Handy oder dem Computer verschlüsselt oder zerstört werden. Ebenfalls ist es möglich, dass das Gerät für den Versand von Malware oder Spam-Mails sowie für Attacken gegen Websites verwendet wird.

Das kann man dagegen tun

Um sich dagegen zu schützen, sollte man das Betriebssystem und Apps sowie Programme regelmäßig aktualisieren. Ebenfalls gibt es spezielle Antiviren- oder Sicherheitssoftware, die das Handy, das Tablet oder den Computer nach bösartigen Dateien durchsucht. Zudem sollte man auch hier beim Surfen im Netz aufmerksam sein und keine verdächtigen Anhänge von Mails öffnen.

Ungeschütztes Handy

Das Smartphone ist heutzutage für viele Menschen eine Art Zentrale ihres Lebens. Nicht nur sind dort alle Kontakte gespeichert, auf dem Gerät befinden sich meist auch Fotos oder Zugangsdaten für diverse Konten. Aus einer Umfrage des IT-Sicherheitsunternehmens Eset ging hervor, dass rund jeder Fünfte schon einmal sein Handy verloren hat oder dieses gestohlen wurde.

Das kann man dagegen tun

Sehr wichtig ist es, das Handy per sicherem Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtsscan zu schützen. Zudem sollte die automatische Sperre auf einen möglichst kurzen Zeitraum eingestellt werden. Bei einigen Handy-Modellen gibt es zudem die Möglichkeit, das gestohlene Handy aus der Ferne zu löschen, so dass der Dieb keinen Zugriff auf die privaten Daten erhält.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Amlacher am 24.04.2019 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Einfacher wäre

    es das der Netzbetreiber erst 60 Tage später die Dienste von Mehrwertnummern überweist. So hat man genug Zeit dieses zu erkennen und Anzeige bei der Polizei zu machen. Danach bis zur klärung das Geld einfrieren. Aber dann würde halt der Netzbetreiber nicht mitnaschen können" Ob das der Grund ist?

  • Alex am 25.04.2019 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wo liegt die Verantwortung?

    Warum gibt es überhaupt Mehrwertnummern? Wo liegt hier die Verantwortung? Beim Unternehmen oder bei einem BM? Wenn ein BM dafür zuständig ist, dann gehören diese Mehrwertnummern einfach nur verboten. Das wäre endlich einmal ein sinnvolles Verbot.

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  • Alex am 25.04.2019 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wo liegt die Verantwortung?

    Warum gibt es überhaupt Mehrwertnummern? Wo liegt hier die Verantwortung? Beim Unternehmen oder bei einem BM? Wenn ein BM dafür zuständig ist, dann gehören diese Mehrwertnummern einfach nur verboten. Das wäre endlich einmal ein sinnvolles Verbot.

  • Amlacher am 24.04.2019 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Einfacher wäre

    es das der Netzbetreiber erst 60 Tage später die Dienste von Mehrwertnummern überweist. So hat man genug Zeit dieses zu erkennen und Anzeige bei der Polizei zu machen. Danach bis zur klärung das Geld einfrieren. Aber dann würde halt der Netzbetreiber nicht mitnaschen können" Ob das der Grund ist?