Crash Test

01. November 2018 08:05; Akt: 01.11.2018 08:05 Print

Drohne schlägt Riesenloch in Flugzeugflügel

US-Forscher haben im Labor getestet, wie der Einschlag eines Quadrocopters in ein kleines Privatflugzeug aussieht. Sie waren vom hohen Schaden überrascht.

So sieht es in Zeitlupe aus, wenn eine Drohne in den Flügel eines Kleinflugzeugs kracht. (Video: University of Dayton)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Immer wieder kommen Drohnen gefährlich nahe an Flugzeuge heran. Was bei einer Kollision passieren würde, haben Forscher des University of Dayton Research Institute im US-Bundesstaat Ohio untersucht. Dazu simulierten sie den Aufprall einer DJI Phantom 2 auf ein Leichtflugzeug vom Typ Mooney M20.

Umfrage
Besitzen Sie eine Drohne?
32 %
43 %
25 %
Insgesamt 460 Teilnehmer

Das Flugzeug war dabei mit einer Geschwindigkeit von 380 km/h unterwegs, als die Kollision mit dem etwa ein Kilogramm schweren Quadrocopter herbeigeführt wurde. Die Drohne schlug dabei ein massives Loch in den Flügel. Trotz des großen Schadens gehen die Forscher aber nicht davon aus, dass eine solche Kollision die Tragfläche komplett zerstören kann und deswegen die Strömung abreißt.

Verständnis für Gefahren

Was passiert, wenn die Drohne den Propeller des Flugzeugs oder die Scheibe am Cockpit trifft, wurde nicht untersucht. "Wir wollten der Luftfahrtindustrie und der Drohnenindustrie helfen, die Gefahren zu verstehen, die selbst Freizeitdrohnen für bemannte Flugzeuge darstellen können. Und zwar bevor ein bedeutendes Unglück eintritt", sagte der beteiligte Forscher Kevin Poormon.

Der einzige Weg, das Problem zu untersuchen und zu verstehen, sei, eine echte Kollision zu simulieren. Die Forscher sind eigentlich Experten bei der Untersuchung von Crashs mit Vögeln. Im Vergleich zu den Tieren drang der Quadrocopter deutlich tiefer in den Flugzeugflügel ein.

Poormon sagte zudem, dass weitere Tests mit ähnlichen und größeren Drohnen mit einem Aufprall an anderen Stellen wichtige Informationen darüber liefern könnten, wie katastrophal ein solcher Unfall ablaufen würde. Ein Lösungsansatz wäre, Drohnen zerbrechlicher zu bauen, so dass diese beim Einschlag zersplitterten.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(swe/20 Minuten)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Drohnenflieger am 01.11.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Angstmacherei mit verdrehten Tatsachen

    Abgesehen davon das diese Angstmacherei in den Medien in allen bereichen eine Katastrophe ist, wurde bei diesem ganz speziellem Test die kleine aber wichtige Tatsache übersehen. Bei genauer Recherche wären nämlich zwei Dinge auch zu erwähnen: 1.) Diese Geschwindigkeit erreicht die Mooney auf Reiseflughöhe - leider etwas zu hoch für Dronen ;) 2.) Aufgrund dieser Tatsachen hat der Dronenhersteller DJI das University of Dayton Research Institute aufgefordert (unter Klagsandrohung) das Video von Youtube zu entfernen!

  • Kannitverstan am 01.11.2018 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wird nicht besser

    Das schüren der Angst vor Drohnen führt schon sehr weit. Weltweit kollidieren Vögel mit Flugzeugen, doch nicht mit Drohnen. Die neue Krankheit Drohnophobie.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Drohnenflieger am 01.11.2018 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Angstmacherei mit verdrehten Tatsachen

    Abgesehen davon das diese Angstmacherei in den Medien in allen bereichen eine Katastrophe ist, wurde bei diesem ganz speziellem Test die kleine aber wichtige Tatsache übersehen. Bei genauer Recherche wären nämlich zwei Dinge auch zu erwähnen: 1.) Diese Geschwindigkeit erreicht die Mooney auf Reiseflughöhe - leider etwas zu hoch für Dronen ;) 2.) Aufgrund dieser Tatsachen hat der Dronenhersteller DJI das University of Dayton Research Institute aufgefordert (unter Klagsandrohung) das Video von Youtube zu entfernen!

  • Kannitverstan am 01.11.2018 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wird nicht besser

    Das schüren der Angst vor Drohnen führt schon sehr weit. Weltweit kollidieren Vögel mit Flugzeugen, doch nicht mit Drohnen. Die neue Krankheit Drohnophobie.