"Hey Google"

08. Januar 2019 13:25; Akt: 08.01.2019 13:26 Print

Google Assistant ist bald auf einer Milliarde Geräte

Ab Ende Jänner soll man laut Google bereits eine Milliarde Smart-Geräte mit "Hey Google" anreden können. Der Google Assistant expandiert rasant.

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Das Gerät gibt es in den Farben Kreide, Karbon und Koralle bereits um 59 Euro - ein äußerst attraktives Angebot für Smart-Speaker-Einsteiger. Am Gerät (9,8 Zentimeter im Durchmesser, 4,2 Zentimeter hoch) kommt der Google Assistant zum Einsatz, aktiviert wird der Lautsprecher mit dem Befehl "Ok Google" oder mit "Hey Google". Optisch passt der Mini jedenfalls gut in ein schickes Zuhause und ist ansehnlicher als alle bisherigen Klein-Varianten smarter Lautsprecher: der obere Teil des Geräts ist mit einem überraschend robusten Textilüberzug versehen, ... ... der untere Teil besteht aus Kunststoff. Der Vorteil des Mini soll sein, dass er die gleichen Funktionen wie das große Modell mitbringt, gleichzeitig aber preislich niedrig angesetzt ist und so dazu verlocken könnte, jeden Raum mit einem Mini-Lautsprecher auszustatten. Es findet sich nur ein USB-Port zur Stromversorgung am Gerät, überraschenderweise eine Micro-USB- und keine USB-C-Variante. Einen etwa beim Konkurrenzgerät Echo Dot vorhandenen Kopfhörer- oder Lautsprecheranschluss gibt es nicht. Die Inbetriebnahme ist ebenso wie bei der Konkurrenz kinderleicht. Mit Strom versorgt braucht es nur noch die Google Home App auf dem Smartphone oder Tablet und schon ist die Einrichtung erledigt. Ist der Mini aktiviert, erkennt man unter dem Textil vier LEDs, die bei Sprachbefehlen aufleuchten. Haptische Bedienungsmöglichkeiten sind begrenzt, aber vorhanden. So dreht ein Druck auf die linke Seite der Textiloberfläche den Ton leiser, auf der rechten Seite wird lauter "gedrückt" und in der Mitte die Musik pausiert. Der Google Home Mini ist ein gelungenes Stück kleiner Smart-Speaker-Technik und überzeugt mit einem überraschend guten Sound.

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2018 stand beim Googles Sprachsteuerungsdienst Google Assistant alles im Zeichen des Lernens. Der Dienst, der mit den Worten "Hey Google" oder "OK Google" aktiviert werden kann, unterstützte neue Sprachen wie Chinesisch und wurde in neuen Regionen wie den Niederlanden, Indonesien und der Türkei eingeführt. So vervierfachte sich auch die Zahl der aktiven Nutzer.

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Mehr Sprachen, mehr Funktionen

War der Google Assistant noch im Mai 2018 auf rund 500 Millionen Geräten verfügbar, erreicht die Marke die 1-Milliarde-Grenze mit Ende Jänner 2019. Auch, weil die Technik in immer kürzeren Zeitabständen immer schlauer wird und sich die Google-eigene Palette an Hardware immer weiter ausdehnt. So kam neu etwa der Google Home Hub, ein Smart Display, dazu, der nicht nur die Lautsprecher-Funktionen der Google-Familie bietet, sondern auch Videos ansehen und Bilder betrachten lässt.

Die Technik wird dabei immer mehr zum Universalgenie: Der Assistant reagiert mittlerweile auf rund 30 Sprachen, vor einem Jahr waren es erst acht. Und was viele der Nutzer in den von 14 auf 80 Ländern angewachsenen User-Märkten oft nicht wissen: Mittlerweile kann der Assistant auch am selben Standort mit verschiedenen Sprachen genutzt werden. Dazu kommt die Unterstützung von mittlerweile 10.000 Smart-Home-Geräten von rund 1.600 Herstellern.

Kommt österreichischer Dialekt?

Die Nutzer in Europa erwartet wohl zukünftig das, was in Märkten wie den USA schon in ersten Versionen anläuft: Der Google Assistant wird voraussichtlich mehr Alltagsaufgaben erledigen können – etwa telefonisch Restaurants kontaktieren, wenn die Nutzer einen Tisch reservieren wollen. Google arbeitet ebenso daran, den Assistant zu einem smarteren Gesprächspartner zu machen. Ein erster Schritt dazu war "Continued Conversation": Nutzer können Folgefragen stellen. Google Assistant weiß dabei, dass sich die Fragen auf die Ausgangsfrage beziehen. So solle es nicht mehr lange dauern, bis sich Gespräche mit dem Assistant wirklich natürlich anfühlen und anhören.

Bleibt nur noch das Warten auf den Google Assistant mit einem richtig österreichischen Dialekt. Das ist zwar unwahrscheinlich, unmöglich aber nicht. Schließlich hat Google bereits acht neue Stimmen für den Google Assistant veröffentlicht, darunter etwa Stimmen mit amerikanischem und britischem Akzent.

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