Tränen auf Youtube

10. April 2019 17:54; Akt: 11.04.2019 10:10 Print

"Ich bin nichts ohne meine Follower"

Nach der Löschung ihres Instagram-Accounts und dem Verlust von 113'000 Followern bricht für Influencerin Jessy Taylor eine Welt zusammen. Im Video erklärt sie tränenreich, warum.

Die US-Amerikanerin Jessy Taylor erklärt tränenreich, warum sie mit ihrem Instagram-Account nicht nur ihre Follower, sondern auch ihre ganze Existenz verliert.

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Nach der Löschung ihres Insta-Accounts und dem Verlust ihrer 113'000 Follower bricht für Influencerin Jessy Taylor eine Welt zusammen. Im Video erklärt sie tränenreich, warum.

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"Ich will nicht als Meth-abhängige Prostituierte auf der Straße landen", weint Jessy Taylor in die Kamera. Als die 21-Jährige Influencerin aus Tampa in Florida merkt, dass ihr Instagram-Account gelöscht wurde, teilt sie ihre Verzweiflung darüber in einem Youtube-Video und bricht völlig zusammen: "Ich bin nach Los Angeles gegangen, weil ich auf Instagram berühmt werden wollte. Ich bin nichts ohne meine 113'000 Follower."

Existenzängste

Jessy macht Trolle für das Löschen ihres Accounts verantwortlich: "Allen, die mich auf Instagram melden, möchte ich nur sagen, denkt bitte zweimal nach, bevor ihr das tut. Denn ihr ruiniert damit mein Leben."

Sie habe nun große Existenzängste. "Ich verdiene all mein Geld online." Dabei spezifiziert sie allerdings nicht genauer, wie sie das macht. Es sei ihr bewusst, dass es Leute gebe, die ihr nichts gönnen würden. "Sie möchten, dass ich so wie sie bin und dass es mir nicht besser geht als den übrigen 90 Prozent." Damit meine sie Leute, die einem "Nine-to-five-Job" nachgehen würden. "Aber das bin ich nicht. Ich bin in L.A., um genau nicht so sein zu müssen." Es tue sehr weh, dass Leute sie grundlos fertig machen würden.

"Ich war ein Nichts, eine Prostituierte"

Der freizügige Instagram-Star fährt wutentbrannt fort: "Diese Leute verstehen einfach nicht, dass das mein verdammtes Leben ist. Ich war ein Nichts, eine Prostituierte. Meine Familie hat mich verlassen und meine Freunde haben mich alle hintergangen", sagt Jessy aufgebracht. Sie wolle unter keinen Umständen zurück in dieses Leben.

Jessy richtet sich nun direkt an die vermeintlichen Trolle: "Niemand von euch würde es einen Tag in meinen Schuhen aushalten. Das garantiere ich euch." Vor ihrer Instagram-Karriere habe sie nämlich bei McDonald's gearbeitet. "Ich war ein richtiger Loser." Natürlich sei es nicht schlimm, wenn man dort arbeite, aber sie wolle auf keinen Fall dorthin zurück.

Jessy ist völlig ratlos, was sie anstelle ihres Jobs als Influencerin nun arbeiten könnte: "Ich habe absolut keine Qualifikationen und bringe null Erfahrung mit." Sie sei absolut kein "work material". Die Leute sollten deshalb aufhören, sie auf Instagram zu melden.

Ihr Youtube-Video hat inzwischen knapp 190'000 Views. Außerdem ist Jessy mit einem neuen Instagram-Account wieder online, der rund 2000 Follower zählt.

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicole am 10.04.2019 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herzlichen Glückwunsch

    willkommen im wahren Leben

  • Sammy am 10.04.2019 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Selber schuld!

    Muss sie wohl wieder als Prostituierte arbeiten wenn sie nichts gelernt hat! Diese armen armen Influencer ... hört sich eh schon wie eine Krankheit an!

    einklappen einklappen
  • Hildegard Fritsch am 11.04.2019 05:21 Report Diesen Beitrag melden

    Follower

    Den größten poscha haben Follower die solche Leute noch unterstützten. Einfach krank die heutige Gesellschaft.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • falsche Wahl am 11.04.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    ähm ja.. oder eher nein....

    ich will auch abcashen, ohne was zu tun... interessiert es wen? Nein. Und das zu Recht. Es ist nämlich mein Problem. Stelle ich dieses Problem aber öffentlich dar, MUSS ich mit Reaktionen rechnen. Niemand hat Schuld an ihrer "Unbildung" außer ihr selbst.

  • Eva D. am 11.04.2019 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    vielleicht mal mit einen richtigen Job suchen?

  • Dreipunktkonsole am 11.04.2019 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Influencer...

    Tja, sie ist halt abgestürzt wie die meisten "Influencer", und wie die meisten "Influencer" verfällt auch sie jetzt in tränenreiche Panik weil sie in den Zugzwang kommt eine geregelte Arbeit ergreifen zu müssen. Ist nix neues.

  • Warmduscher am 11.04.2019 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Kleine Korrektur

    ...die gute Dame ist sowohl mit als auch ohne "Follower" ein absoluter Niemand!

  • Mynameis am 11.04.2019 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Unsere Kinder sollen es besser haben

    Diesen Satz kenne ich seit ich denken kann. Immer wieder habe ich mich gefragt, was das für Konsequenzen hat. Unsere Kinder haben es "besser". Leider meist nur finanziell. Alles kriegen und das schnell ist für die meisten Kinder sebstverständlich. Die sozialen und psychischen Defizite, die sich draus ergeben, treten klar zu Tage: Kompletter Realitätsverlust! Null Frustrationstoleranz! Das wird noch für viele eine harte Landung geben. Auch für Eltern, denn die einen (Kinder) gehen unter, die anderen holen sich mit Gewalt, wovon sie glauben, dass es ihnen zusteht.