Riesiger Hackerangriff

06. Dezember 2018 14:45; Akt: 06.12.2018 15:23 Print

Marriott: Daten von 500 Mio. Hotelgästen geklaut

Die weltberühmte Hotelkette Marriott wurde von Hackern angegriffen. Mehr als 500 Millionen Kunden sind betroffen.

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Das Ausmaß des Datenklaus bei Marriott ist unfassbar. Es ist einer der größten Hackerangriffe der Geschichte. Mehr als 500 Millionen Kunden sind betroffen.

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Die Cyberattacke soll laut Informationen der Hotelkette schon 2014 begonnen haben. Erstmals auf Probleme aufmerksam wurde man am 8. September 2018. Am 19. November wurde das Datenleck schließlich entdeckt. Gestohlen wurden demnach u.a. Daten von Kreditkarten und Bankkonten von den Hotelgästen.

Die Hacker sollen sich Zugriff zu hochsensiblen Daten verschafft haben – darunter Namen, Adressen, Telefonnummern, Mail-Adressen, Ausweisnummer, Geburtsdaten, Reisepassnummer, Buchungsdaten und bei manchen eben auch Kreditkarten- und Bankkontodaten. Laut Marriott seien die Daten zwar verschlüsselt gewesen, ob die Hacker die Daten entschlüsseln konnten, ist unklar.

"Marriott hat diesen Vorfall den Strafverfolgungsbehörden gemeldet und steht weiterhin deren Untersuchung zur Seite. Wir haben bereits die Benachrichtigung der Aufsichtsbehörden aufgenommen", heißt es.

Angriff auf Reservierungsdatenbank

Konkret haben die Angreifer auf die Starwood-Reservierungsdatenbank, mit der die Kette arbeitet, zugegriffen. Mit jener Datenbank arbeiten auch andere Hotelketten, darunter W Hotels, Le Méridien Hotels & Resorts sowie Sheraton.

Marriott besitzt weltweit rund 6.700 Hotels, in Europa sind es 640 – 20 davon in Österreich. Ab dem 6. Dezember werden betroffene Hotelgäste per Mail informiert. "Wir bedauern den Vorfall zutiefst", lässt Geschäftsführer Arne Sorenson ausrichten.

Marriott hat ein spezielles Callcenter eingerichtet, um Fragen zum Vorfall rund um die Uhr zu beantworten. Auf der Website informiert die Hotelkette zudem ausführlich über den Angriff und die nächsten Schritte.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stop am 06.12.2018 19:37 Report Diesen Beitrag melden

    Stoppt die Hacker sind lange unterschätz

    Wo sind jetzt die Leute die behaupten dass man bei einer Hacker Attacke selber schuld sei? Dies Hacker sind das grösste Übel unserer Zeit. Es sind schwer Kriminelle im Cyberspace.

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  • Nebbichklopfer am 07.12.2018 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Synonyme

    Bei Hacker-Angriff denke ich spontan an einen sich moralisch über die Mindestsicherungspläne der Regierung echauffierenden Herrn, der eine eckige Brille trägt und immer in speziellen Kamerawinkeln präsentiert wird.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Nebbichklopfer am 07.12.2018 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Synonyme

    Bei Hacker-Angriff denke ich spontan an einen sich moralisch über die Mindestsicherungspläne der Regierung echauffierenden Herrn, der eine eckige Brille trägt und immer in speziellen Kamerawinkeln präsentiert wird.

  • Stop am 06.12.2018 19:37 Report Diesen Beitrag melden

    Stoppt die Hacker sind lange unterschätz

    Wo sind jetzt die Leute die behaupten dass man bei einer Hacker Attacke selber schuld sei? Dies Hacker sind das grösste Übel unserer Zeit. Es sind schwer Kriminelle im Cyberspace.

    • Electronic am 06.12.2018 22:10 Report Diesen Beitrag melden

      Yes...

      ..so ist es. Und je mehr Leute, Firmen, Social Medias etc. Daten einer Person erhalten, umso angreifbarer wird sie. Und es gibt immer noch Leute, die am liebsten jede Sekunde ihres Lebens Facebooken, Twittern, oder was auch immer würden (ihre Daten einfach gratis preisgeben). Aber vor derartigen Ereignissen wurde schon zu Zeiten der ersten Stolperversuche des Internets gewarnt. Und belächelt, geflissentlich ignoriert.... bis dann I Love You, Sasser und seine vielen Komplizen kamen. Dann wurde laut nach Hilfe geschrien. Manche der Unbelehrbaren mit ihren Botkisten schreien heute noch:)

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