Hardware Review

28. Mai 2017 15:02; Akt: 28.05.2017 15:11 Print

Moto G5 & G5 Plus im Test: Premium zum Billigpreis

Die günstigen Preise des Moto G5 und G5 Plus täuschen. Bei den Smartphones handelt es sich um gut verarbeitete Geräte.

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Als erste Geräte der G-Serie verfügen die Geräte über ein Aluminium-Gehäuse, weisen eine 13-MP-Kamera auf und lassen sich auch von den technische Daten sehen. Das Moto G5 gibt es für knapp unter 200 Euro - wo ist da der Haken? Dass es keinen Haken gibt, stimmt nicht, aber Motorola hat dort gespart, wo es nicht besonders weh tut. So findet sich im G5 ein Speicher von 16 GB in der kleinsten Version, was nicht unbedingt viel ist. Aber der Speicher beider Modelle kann leicht mit microSD-Karte auf 128 GB erweitert werden, sollte der Platz tatsächlich nicht ausreichen. Dafür wurde am Design keineswegs gespart. Die G5s verfügen über ein Metallgehäuse, das nur am Seitenrahmen von einer Kunststoffschicht unterbrochen wird. So sehen die G5s nicht nur toll aus, sondern fühlen sich auch so an. Auf der Rückseite findet sich bei beiden G5-Modellen die auffällige Kamera. Hier ist die Lösung des G5 für uns attraktiver, das die Kamera im Gehäuse versenkt hat. Im Gegensatz dazu verfügt das G5 Plus über einen Kamerabuckel, der leicht aus dem Gehäuse hervorsteht. Klasse ist auch, dass der Akku des G5 wechselbar ist, was bei immer mehr Herstellern mittlerweile nicht mehr der Fall ist. Kleinere Abzüge muss man dann noch bei der Kamera in Kauf nehmen, was sich aber in Grenzen hält. So findet sich im Plus eine starke f1,7-Linse, am herkömmlichen G5 aber nur eine f2,2-Linse. Dementsprechend rauschen Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen, aber nicht mehr als in dem Ausmaß, in dem man es in dieser Preisklasse annehmen würde. Bei normalen Lichtverhältnissen knipsen beide G5-Modelle zuverlässige Bilder. In punkto Akku bewegt sich das Motorola-Lenovo-Gerät im Mittelfeld und bietet gut einen Tag Leistung, das Plus-Modell dabei etwas mehr. Bei der Kamera gibt es leichte Abzüge, der Rest der G5-Geräte zeigt sich aber überaus stark und vermittelt vor allem beim Aussehen einen Look von Geräten, die weit über dieser Preisklasse liegen. Wer ein anständiges Einsteigergerät sein Eigen nennen will, findet mit dem Moto G5 und G5 Plus die derzeit wohl stärksten Smartphones ihrer Preisklasse am Markt. In den G5s haben die Macher auch noch einige nette Überraschungen versteckt, etwa die Bewegungssteuerung. Wer mit dem Smartphone in der Hand das Handgelenk schüttelt, aktiviert damit zum Beispiel die Kamera. Das ist gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber gut.

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Bereits ab 199,99 Euro gibt es das neue Motorola-Lenovo-Smartphone Moto G5 im Handel, ab 279,90 Euro das Moto G5 Plus. Wer nach speziellen Angeboten sucht, findet sie sogar noch bis zu 30 oder 40 Euro günstiger. Deutet eigentlich alles auf Einsteiger-Handys hin, oder? Im Test zeigt sich aber, dass die Geräte innerlich und äußerlich Premium-Features abliefern.

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Smartphones wie die neuen Motos helfen mit, den obsoleten Begriff "Billighandy" in ein positives Licht zu rücken. Wer früher noch wenig Geld in Smartphones investierte, bekam dafür ein Plastikgerät mit grottenschlechter Kamera, veraltetem Betriebssystem und mangelhaftem Akku. Geräte aus Metall gab es meist nur ab rund 500 Euro, wer super Fotos schießen wollte, konnte noch einmal gut 100 Euro drauflegen.

Dementsprechend ist man verleitet, auch den neuen Moto-Geräten ein Billig-Image zusprechen zu wollen. Schön, dass das Moto G5 und Moto G5 Plus die Nutzer eines Besseren belehrt. Als erste Geräte der G-Serie verfügen die Geräte über ein Aluminium-Gehäuse, weisen eine 13-MP-Kamera auf und lassen sich auch von den technische Daten sehen. Das Moto G5 gibt es für knapp unter 200 Euro - wo ist da der Haken?

An den richtigen Stellen "gespart"

Dass es keinen Haken gibt, stimmt nicht, aber Motorola hat dort gespart, wo es nicht besonders weh tut. So findet sich im G5 ein Speicher von 16 GB in der kleinsten Version, was nicht unbedingt viel ist. Aber der Speicher beider Modelle kann leicht mit microSD-Karte auf 128 GB erweitert werden, sollte der Platz tatsächlich nicht ausreichen.

Dafür wurde am Design keineswegs gespart. Die G5s verfügen über ein Metallgehäuse, das nur am Seitenrahmen von einer Kunststoffschicht unterbrochen wird. So sehen die G5s nicht nur toll aus, sondern fühlen sich auch so an. Mit High-End-Smartphones wie dem Huawei P10 Plus oder dem Samsung Galaxy S8 Plus kann das Gehäuse nicht mithalten, in der Preisklasse zeigt es aber der Konkurrenz, wie man billig ein attraktives Gerät anbietet.

Im Inneren stark

Auf der Rückseite findet sich bei beiden G5-Modellen die auffällige Kamera. Hier ist die Lösung des G5 für uns attraktiver, das die Kamera im Gehäuse versenkt hat. Im Gegensatz dazu verfügt das G5 Plus über einen hervorstehenden Kamerabuckel. Was bei Einsteigergeräten überrascht: Beide Modelle bieten einen Fingerabdruckscanner, der noch dazu tadellos funktioniert.

Beim Display darf man sich keine Wunder erwarten, aber die Full-HD-Scheiben liefern schöne Farben und halten auch bei der Helligkeit gut mit. Dank Octa-Core-Prozessoren arbeiten die Smartphones auch äußerst zuverlässig und schaffen Durchschnittsaufgaben ohne Probleme. Wer allerdings Richtung VR-Spiele zielt, könnte die Chips an ihre Grenzen bringen. Überaus gut gefällt: Auf den neuen Motos läuft bereits Android 7 und Motorola/Lenovo hält sich an das Versprechen, fast pures Android anzubieten.

Nette Details

In den G5s haben die Macher auch noch einige nette Überraschungen versteckt, etwa die Bewegungssteuerung. Wer mit dem Smartphone in der Hand das Handgelenk schüttelt, aktiviert damit zum Beispiel die Kamera. Das ist gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber gut. Klasse ist auch, dass der Akku des G5 wechselbar ist, was bei immer mehr Herstellern mittlerweile nicht mehr der Fall ist.

Kleinere Abzüge muss man dann noch bei der Kamera in Kauf nehmen, was sich aber in Grenzen hält. So findet sich im Plus eine starke f1,7-Linse, am herkömmlichen G5 aber nur eine f2,2-Linse. Dementsprechend rauschen Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen, aber nicht mehr als in dem Ausmaß, in dem man es in dieser Preisklasse annehmen würde. Bei normalen Lichtverhältnissen knipsen beide G5-Modelle zuverlässige Bilder.

Fazit: Starke Geräte

In punkto Akku bewegt sich das Motorola-Lenovo-Gerät im Mittelfeld und bietet gut einen Tag Leistung, das Plus-Modell dabei etwas mehr. Bei der Kamera gibt es leichte Abzüge, der Rest der G5-Geräte zeigt sich aber überaus stark und vermittelt vor allem beim Aussehen einen Look von Geräten, die weit über dieser Preisklasse liegen. Wer ein anständiges Einsteigergerät sein Eigen nennen will, findet mit dem Moto G5 und G5 Plus die derzeit wohl stärksten Smartphones ihrer Preisklasse am Markt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • myopinion am 02.06.2017 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Enttäuschend

    Habe mir das G5 und das G5 Plus gestern etwas genauer angesehen. Die Geräte haben optisch nichts mehr mit der bisherigen G Serie zu tun, das alte Design hat mir besser gefallen. Sie sind gut verarbeitet und liegen gut in der Hand. Allerdings hat mir die Senstortaste Haptik unten, nicht gefallen u. die Gestaltung der Menüs, ist im Vergleich zur bisherigen G-Reihe komplett anders. Die Bedienung ist hier anders, als ich es bei Androiden bisher gewohnt bin. Wer die "Rücktaste" liebt, wird damit nicht glücklich werden, da es diese hier nicht gibt....

Die neuesten Leser-Kommentare

  • myopinion am 02.06.2017 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Enttäuschend

    Habe mir das G5 und das G5 Plus gestern etwas genauer angesehen. Die Geräte haben optisch nichts mehr mit der bisherigen G Serie zu tun, das alte Design hat mir besser gefallen. Sie sind gut verarbeitet und liegen gut in der Hand. Allerdings hat mir die Senstortaste Haptik unten, nicht gefallen u. die Gestaltung der Menüs, ist im Vergleich zur bisherigen G-Reihe komplett anders. Die Bedienung ist hier anders, als ich es bei Androiden bisher gewohnt bin. Wer die "Rücktaste" liebt, wird damit nicht glücklich werden, da es diese hier nicht gibt....