Neues Nokia 8 im Test

24. Juni 2018 13:30; Akt: 24.06.2018 13:30 Print

Sirocco bringt frischen Wind in die Oberklasse

HMD Global bringt mit dem Nokia 8 Sirocco ein Smartphone der Oberklasse auf den Markt. Es macht vieles anders als die Klassen-Konkurrenten.

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Das Nokia 8 Sirocco hebt sich nicht nur deutlich von den übrigen Nokia-Smartphones, sondern auch von den Geräten anderer Hersteller in dieser Preisklasse ab. Auffällig ist schon einmal, dass man bei der Größe eher zurückhaltend agiert hat. Orientieren sich viele Highend-Smartphones derzeit an der Displaygröße rund um sechs Zoll im 18:9-Format, sind es beim Sirocco 5,5 Zoll im 16:9-Format. Ähnlich dem "Edge"-Modell von Samsung ist das Sirocco auffallend gestaltet. Das Display ist am rechten und linken Rand gebogen. Einen Metallrahmen gibt es trotzdem, auf der Hinterseite kommt aber wieder Glas zum Einsatz, die Kamera steht leicht hervor. Generell wirkt die Verarbeitung sehr edel, das Smartphone kann sich sehen lassen. Mit anderen Glas-Geräten hat das Sirocco gemein, dass es dementsprechend auch für Fingerabdrücke anfällig ist. Das schwarze Gehäuse gleicht dies jedoch etwas aus. Achten sollte man aber auf das Gerät: gerade die Verbindung von Glas und Kamerabuckel lässt das Smartphone schnell von nur leicht schrägen Oberflächen abrutschen, wenn es dort abgelegt ist. Am Gerät selbst kommt Nokia-typisch reines Android in Form von Android One zum Einsatz. Hightech kommt beim Display zum Einsatz, es handelt sich um einen (p)OLED-Screen mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel. Das ansonsten tolle und vor allem sehr helle Display verfärbt beim Kippen vor allem helle Hintergründe in einen leichten Blaustich. Allzu störend ist dies nicht, es fällt aber auf. Ganze sechs Gigabyte Arbeitsspeicher packt HMD Global in das Nokia 8. Und auch wenn das Gerät den rund ein Jahr alten Snapdragon-835-Prozessor nutzt, als User wird man den Unterschied nicht feststellen. Wenig Überraschungen hält die Doppelkamera (12 und 13 Megapixel) parat. Sie liefert trotz fehlendem optischen Bildstabilisator und nicht überragender Blende (f/2.6) in hellen Umgebungen scharfe und kontrastreiche Fotos. Über den Pro-Modus der Kamera-App zaubert man auch in dunklen Umgebungen mit etwas Fingerspitzengefühl saubere Aufnahmen hin. In einer Zeit, in der Highend-Smartphones bei Design und Ausstattung immer austauschbarer werden, liefert HMD Global mit dem Nokia 8 Sirocco einen erfrischend anderen Ansatz ab. In das edle und abgerundete Gehäuse wurde nicht Technik der Superlative, sondern das was Nutzern gefällt, verpackt. In den einzelnen Bereichen wie Kamera, Sound oder Tempo wird das Nokia 8 Sirocco die Spitzengeräte anderer Hersteller nicht ausstechen. Dennoch kommt mit dem Sirocco ein starkes Kombi-Paket am Smartphone-Markt daher, das weniger auf Protz-Leistungen und vielmehr auf die Zufriedenheit des Durchschnittsnutzers setzt.

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Mit 749 Euro ist das neue Nokia 8 Sirocco zwar etwas unter den Highend-Geräten der Konkurrenz angesiedelt, seine Ambitionen liegen aber trotzdem eindeutig in der Oberklasse. Das Sirocco hebt sich dabei nicht nur deutlich von den übrigen Nokia-Smartphones, sondern auch von den Geräten anderer Hersteller in dieser Preisklasse ab.

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Auffällig ist schon einmal, dass man bei der Größe eher zurückhaltend agiert hat. Orientieren sich viele Highend-Smartphones derzeit an der Displaygröße rund um sechs Zoll im 18:9-Format, sind es beim Sirocco 5,5 Zoll im 16:9-Format. Das Nokia 8 ist damit anders als viele neue Smartphones kompakt und leicht mit einer Hand bedienbar.

Ähnlich dem "Edge"-Modell von Samsung ist das Sirocco auffallend gestaltet. Das Display ist am rechten und linken Rand gebogen. Das sorgt dafür, dass die Vorderseite fast zur Gänze aus dem Display zu bestehen scheint und die Geräte-Ränder extrem dünn ausfallen. Einen Metallrahmen gibt es trotzdem, auf der Hinterseite kommt aber wieder Glas zum Einsatz, die Kamera steht leicht hervor. Generell wirkt die Verarbeitung sehr edel, das Smartphone kann sich sehen lassen.

Das Gerät in den Griff bekommen

Mit anderen Glas-Geräten hat das Sirocco gemein, dass es dementsprechend auch für Fingerabdrücke anfällig ist. Das schwarze Gehäuse gleicht dies jedoch etwas aus. An der oberen und unteren Vorderseite sind die Displayränder etwas dicker als jene vieler Konkurrenten, dem tollen Design tut dies aber dennoch keinen Abbruch.

Achten sollte man aber auf das Gerät: gerade die Verbindung von Glas und Kamerabuckel lässt das Smartphone schnell von nur leicht schrägen Oberflächen abrutschen, wenn es dort abgelegt ist. Und gewöhnungsbedürftig sind die schmalen Gehäusekanten – es dauert eine Zeit, bis man dass Gefühl bekommt, das Gerät sicher "im Griff" zu haben. Bedienen lässt sich alles mit einer Hand: Power- und Lautstärketasten an der rechten Seite sind gut erreichbar, mit dem Daumen ist das ganze Display steuerbar und der Fingerabdruckscanner an der Rückseite ist durchdacht angeordnet worden.

Reines Android ohne Schnörkel

Am Gerät selbst kommt Nokia-typisch reines Android in Form von Android One zum Einsatz. Das bedeutet für die Nutzer, dass sie nicht mit Dutzenden vorinstallierten Apps leben müssen, es keine über Android gelegte Benutzeroberfläche gibt und Updates schneller geliefert werden, als es bei anderen Herstellern der Fall ist. Ein klarer Pluspunkt für das Nokia 8.

Hightech kommt beim Display zum Einsatz, es handelt sich um einen (p)OLED-Screen mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel. Das ansonsten tolle und vor allem sehr helle Display verfärbt beim Kippen vor allem helle Hintergründe in einen leichten Blaustich. Allzu störend ist dies nicht, es fällt aber auf. LED-Benachrichtigungsleuchte oder -leiste gibt es keine, dafür ist das Display auf Always-On ausgerichtet (was man manuell aktivieren muss).

Älterer Prozessor, dafür mehr Arbeitsspeicher

Ganze sechs Gigabyte Arbeitsspeicher packt HMD Global in das Nokia 8. Und auch wenn das Gerät den rund ein Jahr alten Snapdragon-835-Prozessor nutzt, als User wird man den Unterschied nicht feststellen. Das Gerät kommt nicht ins Ruckeln, auch Gaming-Apps werden schnell und flüssig wiedergegeben. Der interne Speicher ist angenehme 128 GB groß, der Akku 3.260 mAh. Ein Batteriewunder wie das Nokia 6.1 ist das Gerät nicht, dennoch bleiben auch bei intensiver Nutzung nach einem Tag noch 25 bis 30 Prozent vom Akku übrig. Der kann übrigens anders als heutzutage üblich auch kabellos geladen werden.

Dafür verzichtet das Sirocco auf einen herkömmlichen Lautsprecheranschluss und lässt Headsets über USB-C anschließen. Wenig Überraschungen hält die Doppelkamera (12 und 13 Megapixel) parat. Sie liefert trotz fehlendem optischen Bildstabilisator und nicht überragender Blende (f/2.6) in hellen Umgebungen scharfe und kontrastreiche Fotos. Über den Pro-Modus der Kamera-App zaubert man auch in dunklen Umgebungen mit etwas Fingerspitzengefühl saubere Aufnahmen hin. Mit den Kamera-Königen von Huawei und Samsung kann sich das Sirocco aber nicht messen.

Erfrischend anders

In einer Zeit, in der Highend-Smartphones bei Design und Ausstattung immer austauschbarer werden, liefert HMD Global mit dem Nokia 8 Sirocco einen erfrischend anderen Ansatz ab. In das edle und abgerundete Gehäuse wurde nicht Technik der Superlative, sondern das was Nutzern gefällt, verpackt. Das Gerät ist kompakt, gut mit einer Hand bedienbar, hält ausreichend lange durch, ist staub- und wasserfest (IP67) und lässt dank purem Android unnütze Software weg.

In den einzelnen Bereichen wie Kamera, Sound oder Tempo wird das Nokia 8 Sirocco die Spitzengeräte anderer Hersteller nicht ausstechen. Und auch der Preis von 749 Euro ist nicht unbedingt ein großes Kaufargument. Dennoch kommt mit dem Sirocco ein starkes Kombi-Paket am Smartphone-Markt daher, das weniger auf Protz-Leistungen und vielmehr auf die Zufriedenheit des Durchschnittsnutzers setzt.

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