Lipton im Visier

28. Oktober 2016 14:47; Akt: 14.11.2016 03:42 Print

Warum Rechte jetzt gegen einen Teehersteller hetzen

"Offenheit versetzt Berge. Mehr denn je. #LiptonHeisstWillkommen", postete der Teehersteller Lipton am Nationalfeiertag auf Facebook. Die Werbung für die neue Facebook-Seite des Getränkeherstellers löste jedoch einen rechten Shitstorm aus. Mitglieder der als rechtsextrem eingestuften Gruppierung der "Identitären" schimpfen, was das Zeug hält, deren Chef mokiert sich gar über "totalitäre Tendenzen".

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"Offenheit versetzt Berge. Mehr denn je. #LiptonHeisstWillkommen", postete der Teehersteller Lipton am Nationalfeiertag auf Facebook. Die Werbung für die neue Facebook-Seite des Getränkeherstellers löste jedoch einen rechten Shitstorm aus. Mitglieder der als rechtsextrem eingestuften Gruppierung der "Identitären" schimpfen, was das Zeug hält, deren Chef mokiert sich gar über "totalitäre Tendenzen".


Worum es den Rechten in ihren Shitstorm-Postings geht, scheint ihnen dem Inhalt zu entnehmen wohl selbst nicht ganz klar zu sein. Auf den Lipton-Text "Wir glauben fest daran, dass wir mehr Miteinander, mehr Offenheit und mehr Austausch brauchen. In diesem Sinne: Willkommen auf unserer neuen Facebook Seite! #GedankenzumNationalfeiertag #Liptonheisstwillkommen" antwortet etwa der Identitären-Chef Patrick Lenart: "Wenn der Kauf von Eistee eine politische Entscheidung wird. Danke, solche totalitären Tendenzen unterstütze ich nicht."

Weiters wird Lipton vorgeworfen, "von den Grünen bezahlt" oder Werbung zu machen mit "Hipster-gestylter muslimbärtiger Araber, der von einer blonden Frau bedient wird". Nicht nur der Großteil der Teefans reagiert verwundert, auch Lipton versucht, den Hasspostern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Jede Anfrage wird freundlich und teils augenzwinkernd beantwortet. Lipton: "Wir finden, dass Offenheit, Toleranz und Nächstenliebe unser Zusammenleben* noch ein bisschen schöner machen. *und auch das Teetrinken."

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