Rezepte gegen "Smombies"

09. Juni 2016 07:54; Akt: 19.06.2016 03:41 Print

Zahl der Handy-Unfälle steigt rasant an

Die Nutzung von Smartphones im Alltag entwickelt sich zunehmend zu einem Risiko für Leib und Leben. Denn die Zahl der Unfälle, die auf Ablenkungen durch Handys zurückzuführen sind, steigt stetig an. Nicht nur Autofahrer, sondern auch immer mehr Fußgänger sind davon betroffen.

 (Bild: Fotolia)

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Täglich werden in Österreich laut einer am Mittwoch veröffentlichten Statistik trotz gesetzlicher Verbote rund 900.000 Telefonate und 200.000 SMS- und WhatsApp-Nachrichten während der Fahrt vorgenommen. Das führt dazu, dass Fahrzeuglenker hinterm Steuer abgelenkt werden. Vier von zehn Unfällen sind mittlerweile darauf zurückzuführen.

In konkreten Zahlen sind das laut dem Versicherungsverband Österreich und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit pro Jahr rund 13.000 Unfälle mit Personenschaden mit mehr als 110 Todesopfern. Die Tendenz ist stark steigend. Alkohol war im Vergleichszeitraum 2014 "nur" für 32 Unfälle mit tödlichem Ausgang verantwortlich.

"Smombies"

Neben den Autofahrern werden zunehmend auch Fußgänger, die durch den starren Blick auf ihr Handy die Umgebung nicht mehr wahrnehmen und deshalb "Smombies" genannt werden, zum Problem. Datenauswertungen von 2.500 Personen haben ergeben, dass mit 29 Prozent fast ein Drittel von ihnen beim Überqueren von Straßen abgelenkt sind.

Boni für Kilometer ohne Handy

Versicherungen reagieren auf die erhöhte Unfallzahl. So bietet etwa Uniqa ihren Kunden Tarife mit Boni für jeden ohne Handy gefahrenen Kilometer. Dafür muss man allerdings eine Telematik-Box im Auto installieren lassen, die Handyaktivitäten während der Fahrt überwacht.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit bietet indes sogenannte Ablenkungsworkshops an, in denen die Teilnehmer durch Übungen zur Sinneswahrnehmung und Stressbewältigung, Messungen von Reaktionsgeschwindigkeit und Persönlichkeitstests für die Gefahren im Verkehr sensibilisiert werden.

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