6 Fleisch-Irrtümer
Heute.at
  • 1 /6 Ist die Nutztierhaltung nicht negativ für das Klima? Doch. Fleisch ist das Lebensmittel mit der höchsten Klimabelastung Die Nutztierhaltung ist verantwortlich für mehr als 50 Prozent der Emissionen, die die österreichische Landwirtschaft erzeugt. Für 60 Prozent der gesamten Emissionen des Landes sind jedoch Verkehr, Privathaushalte und Industrie verantwortlich. Zudem wirkt gerade Gras- und Weideland als guter CO2-Speicher. Die Ernährung erzeugt jedoch mehr CO2 als der Personenverkehr.
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  • 2 /6 Vor allem die Rindfleischproduktion ist schuld an den negativen Klimaauswirkungen, oder? Nein. Denn die Erzeugung von Milch, Milchprodukten (Käse, Butter) oder Eiern gibt es nicht, ohne dass auch Fleisch produziert wird. Man kann nicht das eine ohne das andere haben. Gerade in der traditionell von der Milchwirtschaft geprägten Schweizer Landwirtschaft ist die Fleischproduktion untrennbar mit der Produktion anderer tierischer Nahrungsmittel verknüpft. Eine Kuh produziert in ihrem Leben tausende Liter Milch - aber nur, wenn sie jährlich ein Kalb gebärt.
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  • 3 /6 Wie viele GVO-Produkte und Tiermehl bei der Fütterung sowie Hormone und Antibiotika zur Leistungssteigerung dürfen eingesetzt werden? Keine. Dies ist ein besonders hartnäckiger Irrtum. Fakt ist: Für die Fütterung der Nutztiere werden nur streng kontrollierte, art- und umweltgerechte Futtermittel eingesetzt. Diese sind frei von genveränderten Organismen (GVO) und dürfen kein Tiermehl enthalten. In der EU und in Österreich gibt es fast keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. Ansonsten müssen diese gekennzeichnet werden. In Argentinien und den USA ist das anders. Dort werden Pflanzen fast nur gentechnisch verändert angebaut.
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  • 4 /6 Wird für die Fleischproduktion nicht viel Fläche genutzt, die besser für die Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel genutzt werden könnte? Nein. Weniger als ein Drittel der weltweit landwirtschaftlich nutzbaren Fläche eignet sich als Ackerfläche. Die übrigen zwei Drittel (Wiesen, Weiden, Alpen usw.) dienen den darauf lebenden Nutztieren als Lebensgrundlage. So entstehen aus dem Raufutter hochwertige Nahrungsmittel für die Menschen sowie Wolle und Leder. Durch die vielen steilen Hänge liegen die Werte in der Schweiz noch weiter auseinander.
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  • 5 /6 Stimmt es, dass die Fleischproduktion ein Drittel des Trinkwassers verbraucht? Nein. Weltweit sind es laut der UNO 70 Prozent. Mit jedem konsumiertem Produkt verbrauchen wir indirekt Wasser. Ein Kilo Rindfleisch verbracht ungefähr 75 Badewannen voller Wasser.
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  • 6 /6 Ist Fleisch nicht sehr fettig und deshalb ungesund? Nein. Der Fettanteil in Fleisch ist nicht grundsätzlich hoch und variiert je nach Fleischart, Teilstück oder Fleischprodukt. Fleischfett macht mit Maß genossen weder schlank noch dick, hat im Körper aber eine sättigende und appetithemmende Wirkung. Wichtig zu wissen: Tierische Fette stehen den pflanzlichen in nichts nach. Sie sind hervorragende Energielieferanten, versorgen uns mit wichtigen Vitaminen, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
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