7 hartnäckige Mythen über HIV und Aids
Heute.at
  • 1 /7 1. HIV ist heute kein Thema mehr! FALSCH! Die Zahlen sagen etwas anderes: Jedes Jahr stecken sich 400 bis 500 Menschen in Österreich an. Während Generationen, die heute über 40 und mit dem Thema groß geworden sind, haben heutige Jugendliche weniger Zugang dazu. Daher bleibt die Präventionsarbeit so wichtig.
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    (Bild: Reuters)
  • 2 /7 2. HIV betrifft nur homosexuelle Männer! FALSCH! In Wahrheit ist das globale "Gesicht" von HIV eine junge Frau: 59% aller Menschen, die in der Sub-Sahara-Region Afrikas mit HIV leben, sind Frauen. In Südafrika sind Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren sogar einem achtfach höheren Risiko ausgesetzt, sich mit HIV zu infizieren, als ihre männlichen Altersgenossen.
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    (Bild: Reuters)
  • 3 /7 3. Wer an HIV leidet, hat auch Aids! FALSCH! Denn HIV ist nicht Aids. Während HIV den Virus bezeichnet, ist Aids die Krankheit, die sich nach einer HIV-Infektion entwickelt. Von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Ausbruch von Aids können bis zu 15 Jahre vergehen.
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    (Bild: Reuters)
  • 4 /7 4. HIV kann beim Küssen übertragen werden! FALSCH! Egal, ob ein Bussi auf die Wange oder ein sinnlicher Kuss mit der Zunge, HIV kann beim Küssen nicht übertragen werden. Das liegt daran, dass der Speichel im Gegensatz zu anderen Körperflüssigkeiten, wie Samen- oder Scheidenflüssigkeit, nicht infektiös ist. Auch, wenn einer von beiden an Zahnfleischbluten leidet, besteht kein Risiko, da das Blut mittels Speichel verdünnt wird und so eine Ansteckung verhindert.
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    (Bild: Reuters)
  • 5 /7 5. Man kann kein gesundes Baby zur Welt bringen, wenn man selbst HIV-positiv ist! FALSCH. Eine HIV-positive Schwangere mit einer optimalen Behandlung durch antiretrovirale Medikamente ist einem Risiko von weniger als 2% ausgesetzt, das Virus auf ihr Kind zu übertragen. Das sind fantastische Nachrichten: Dank der antiretroviralen Medikamente wurde seit dem Jahr 2000 die Anzahl der Kinder, die weltweit mit dem Virus auf die Welt kommen, um 60% reduziert. Vergangenes Jahr erklärte sogar Kuba als weltweit erstes Land, dass die Mutter-Kind-Übertragung von HIV vollständig eliminiert werden konnte.
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    (Bild: Reuters)
  • 6 /7 6. Das Kondom ist der einzige Schutz vor einer Ansteckung! FALSCH! Das Kondom ist zwar das erste Mittel der Wahl, da es hocheffektiv, nebenwirkungsfrei und günstig ist. Daneben gibt es aber weitere Möglichkeiten sich zu schützen: HIV-PEP ist eine "Pille danach" für HIV, um eine Ansteckung nach einer Risikosituation, wie einer Vergewaltigung, zu vermeiden. Mit der PrEP-Prophylaxe wiederum nimmt man vorbeugend HIV-Medikamente ein, um sich nicht anzustecken. Außerdem zeigen Studien, dass eine bestmögliche Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten das Risiko einer Übertragung des Virus bei Paaren, von denen eine Person HIV-positiv ist, um 96% verringert.
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    (Bild: Reuters)
  • 7 /7 7. Eine HIV-Infektion verkürzt die Lebenserwartung! FALSCH! In erster Linie kommt es darauf an, zu welchem Zeitpunkt die Erkrankung entdeckt wird. Wird die Erkrankung kurz nach der Infektion mit dem Virus entdeckt, hat der Betroffene sehr gute Chancen mittels einer medikamentösen Therapie, eine beinahe gleiche Lebenserwartung wie eine gesunde Person zu haben. Vor 20 Jahren sah das aber noch anders aus, damals verlief eine HIV-Infektion fast immer tödlich. Je später eine Infektion mit dem Virus festgestellt werden kann, desto mehr wird das Immunsystem geschädigt.
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    (Bild: Reuters)
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