1 /16 Die Katastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 in Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl. Es war der erste nukleare Unfall, der auf der internationalen Bewertungsskala Ines mit dem Maximum von sieben Punkten eingestuft wurde.
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(Bild: picturedesk.com/APA)
2 /16 Das heute stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl wurde zwischen 1970 und 1983 erbaut. Dabei wurden vier der insgesamt sechs geplanten Reaktorblöcke fertiggestellt.
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3 /16 Im AKW wurden graphitmoderierte Reaktoren des Typs RBMK-1000 eingesetzt, die gravierende Sicherheitsmängel aufwiesen. Gleichwohl galt das Kraftwerk in der Sowjetunion als Musteranlage.
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4 /16 Am Anfang des Super-GAUs in Tschernobyl stand ein Experiment.
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5 /16 Um festzustellen, wie viel Leistung der Generator nach der Abkopplung vom Netz und von der Dampfversorgung noch liefert, schaltete das Personal im Lenin-Kraftwerk am Abend des 25. April 1986 die Sicherheitssysteme in Block 4 ab.
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6 /16 Um 1.23 Uhr kam es zum Turbinenstillstand. Es entstand ein Hitzestau. Die Leistung des 1000-Megawatt-Reaktors stieg innerhalb von Sekunden plötzlich drastisch an, eine manuelle Notabschaltung war nicht mehr möglich.
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7 /16 Dampf und Wasserstoff lösten gewaltige Explosionen aus und sprengten die tonnenschwere Abdeckplatte des Reaktorgebäudes weg.
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8 /16 Der Reaktorkern schmolz und der Graphitmantel der Brennelemente fing Feuer. Eine Wolke aus radioaktiven Spaltprodukten wurde in die Luft geschleudert.
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9 /16 Das Graphit-Feuer konnte neun Tage lang nicht gelöscht werden. Das freigesetzte radioaktive Material verstrahlte bis zu 150'000 km² Fläche in der Ukraine, Weißrussland und Russland.
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10 /16 Greenpeace schätzt, dass in den betroffenen Gebieten rund sieben Millionen Menschen lebten.
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11 /16 Hunderttausende von Aufräumarbeitern, sogenannte Liquidatoren, mussten unter lebensgefährlichen Bedingungen den radioaktiven Schutt wegräumen.
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12 /16 An den am stärksten verstrahlten Stellen wurden die Liquidatoren jeweils nur wenige Sekunden lang eingesetzt. Dennoch wurden viele von ihnen lebensbedrohlich verstrahlt.
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13 /16 Obwohl die dabei freigesetzte Radioaktivität die Region weiträumig verseuchte, zieht es Menschen seit 2011, als die Ukraine die Zone um das havarierte Kraftwerk für Besucher freigab, in immer größeren Strömen dorthin.
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14 /16 Experten bezeichnen solche Reisen an Albtraumstätte als "Dark Tourism".
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15 /16 Menschen, die sich von Orten mit morbider Geschichte angezogen fühlen, sprechen auch gern von "Ruinen-Porno".
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16 /16 Sie finden Gefallen am Verfall. Die in der Gegend um Tschernobyl immer noch vorherrschende Radioaktivität sorgt für einen weiteren Kitzel.